Sure

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Die erste Sure al-Fātiha in einer Handschrift vom Kalligraphen Aziz Efendi.

Eine Sure (arab. سورة, DMG sūra ‚Zeile, Schrift‘) ist ein in sich abgeschlossener Abschnitt des heiligen Korans. Jede Sure gliedert sich in einzelne Verse, Āya, pl. Āyāt (arab. آية, DMG Āya pl. آيات, DMG Āyāt „Zeichen“, „Vers“), deren Anzahl im Titel der jeweiligen Sure angegeben ist. Die Zählung der Verse ist nicht immer gleich. Nach der heute gebräuchlichten kufischen Zählung umfasst der Koran 6.236 Āyāt.

Es gibt insgesamt 114 Suren, die dem Propheten in einem Zeitraum von über 20 Jahren offenbart worden sein sollen. Je nach dem Ort und der Zeit ihrer Offenbarung werden die Suren in mekkanische und medinensische unterteilt. Die Suren sind im Koran nicht chronologisch oder inhaltlich, sondern grob nach ihrer Länge angeordnet. Jede Sure mit Ausnahme der neunten Sure, die eine Mahnung darstellt, beginnt mit der sogenannten Basmala, der Anrufung Gottes: بسم الله الرحمن الرحيم‎ / bismi ʾllāhi ʾr-raḥmāni ʾr-raḥīmi /„Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes“.

Einzelne Koranverse wie der „Thronvers“ (āyat al-kursī, Koran 2:255) oder der „Lichtvers“ (āyat an-nūr, Koran 24:35) haben für die islamische Mystik eine herausragende Bedeutung erlangt. Der Schwertvers (arab. آية السيف, DMG āyat as-saif, Koran 9:5) gilt im Islamisches Recht (Scharia) als juristische Begründung für den Dschihad.

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