Tollkirsche (Atropa)

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Tollkirschenblüte (Atropa belladonna)
Früchte

Tollkirschen (Atropa) sind ausdauernde, krautige, aufrecht wachsende Pflanzen und sind eine Gattung aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die einzige in Mitteleuropa heimische Art ist die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna). Sie nimmt sehr stark die astralen Kräfte auf und bildet daher Giftstoffe, hauptsächlich Hyoscyamin (insbesondere als Atropin), Apoatropin und Scopolamin.

„Wenn man in der Natur Gifte hat, sagen wir zum Beispiel das Gift, das in der Belladonna, in der Tollkirsche sitzt, dann entsteht ja die Frage: Was sind gegenüber den gewöhnlichen Stoffen, die wir in unserer Umgebung finden, und die ja nicht Gifte sind, weil wir sie essen können, was sind denn die eigentlichen Gifte?

Wenn wir unsere Nahrungsmittel essen, dann bekommen wir in den Organismus dasjenige hinein, was in der Natur draußen auf eine ähnliche Weise gebildet wird wie unser unsichtbarer Mensch. Wir bekommen dasjenige in uns hinein, was von einer geistigen Tätigkeit ausgeht (siehe farbige Zeichnung 5, gelb), in eine astralische Tätigkeit hineingeht (rot), dann in eine ätherische Tätigkeit (blau) und dann in eine physische Tätigkeit hineingeht (weiß). Wenn eine solche Tätigkeit, die in der Natur von oben nach unten geht, die also gewissermaßen von dem Umkreis herein auf die Erde wirkt, eine Tätigkeit, die unserer innerlichen Ich-Tätigkeit, die eine rein geistige ist, verwandt ist, wenn also das, was ich hier schematisch gelb gezeichnet habe, herunterfließt, aber sich auf dem Wege vom Astralischen umwandelt, weiterhin auf dem Wege vom Ätherischen umwandelt, dann ins Physische geht, dann nimmt die Pflanze in der Regel eine solche Tätigkeit auf. Die Pflanze wächst dieser Tätigkeit von unten nach oben entgegen und nimmt diese ätherische Tätigkeit auf, die aber schon von oben richtig die astralische und Ich-Tätigkeit, also die seelische und geistige Tätigkeit in sich hat.

Aber es kann auch so geschehen, wie es bei dem Gifte ist. Die Giftstoffe haben die Eigentümlichkeit, daß sie sich nicht an das Ätherische wenden wie die gewöhnlichen grünen Stoffe in der Pflanze, sondern sich direkt an das Astralische wenden, daß also das Astralische, das ich hier rot gezeichnet habe, in diesen Stoff hineingeht (siehe farbige Zeichnung 5, unteres Rot im Weiß). Bei der Tollkirsche ist es so, daß die Frucht außerordentlich gierig wird und durch ihre Gier nicht sich damit befriedigt, das Ätherische aufzunehmen, sondern daß die Frucht direkt das Astralische aufnimmt, bevor dieses Astralische die Lebenskräfte durch das Ätherische beim Herunterströmen in sich aufgenommen hat. Ich möchte sagen, es tropft immerfort, statt in das Ätherische hineinzugehen, auch Astralisches aus der Weltenumgebung auf die Erde nieder. Und solche Tropfen astralischen Wesens, die nicht in der richtigen Weise durch die Ätheratmosphäre der Erde hindurchgegangen sind, finden sich zum Beispiel in dem Gift der Tollkirsche. Auch in dem Gift, sagen wir des Stechapfels, in dem Hyoscyamin, dem Gifte des Bilsenkrautes und so weiter, haben wir gewissermaßen ein Niedertropfen des Kosmisch-Astralischen in die Pflanze hinein.“ (Lit.:GA 221, S. 89f)

Siehe auch

Literatur

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Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
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Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
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Weblinks

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 Wiktionary: Tollkirschen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


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