Unlauterer Okkultismus

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"Es bestand im Oriente (Indien) noch im 19. Jahrhundert ein merkwürdiger Orden: «Thugs.» Dieser Orden verpflichtete seine Mitglieder, gewisse Menschen, die bezeichnet wurden von sehr, sehr im Unbekannten sich haltenden Oberen, zu ermorden (durch überraschende Erdroßlung von hinten mit einem Strick aus dem vollen Leben heraus). Man beabsichtigte (damit), daß eben gerade solche Menschen gewaltsam durch des Todes Pforte gehen sollten, die dann mit der Eigenschaft ausgestattet waren, nach dem Tode gewisse Geheimnisse zu wissen. Diejenigen Menschen, die dies arrangiert haben, sie haben nun andererseits wiederum die entsprechenden Spiegelereignisse, wie man das im okkulten Leben nennt, hier auf dem physischen Plane eingerichtet. Das macht man so: Man schult gewisse dazu geeignete Persönlichkeiten zu Medien, bringt sie dann in einen medialen Zustand und lenkt durch gewisse Verrichtungen die Strömungen von der geistigen Welt nach dem Medium hin; so daß das Medium gewisse Geheimnisse kundgibt, die auf keine andere Weise herauskommen können als dadurch, daß eine gewaltsam getötete Person in der anderen Welt diejenigen Kräfte hier auf der Erde benützt, die durch den gewaltsamen Tod noch benützbar geblieben sind, daß sie als Seele hinter gewisse Geheimnisse kommt und diese Geheimnisse dann dem Medium einträufelt. Die Dinge nun, die auf diese Weise erforscht werden, sind in einem gewissen Sinne, wenn ich so sagen darf, geistige Frühgeburten. Die Seelen, die auf normale Weise durch des Todes Pforte gegangen sind und Gelegenheit dazu haben, mit solchen Dingen in Berührung zu kommen, wissen: sie haben sich gerade jetzt vorzubereiten, und zeigen, daß sie darinnenstehen in solcher Vorbereitung, um in einem späteren Zeitpunkt, wenn die Menschheit dazu reif geworden ist, durch geeignete Wege manches aus der geistigen Welt auf die Erde herunterzubringen, es der Erde hier unten einzuimpfen. Dies ist sogar eine wichtige Aufgabe einer Anzahl von Menschen, die jetzt durch des Todes Pforte gehen: wenn sie die genügende Reife erlangt haben werden für gewisse Geheimnisse, die sie nicht in verkürzter Erfahrung dadurch bekommen, daß benützt werden jene Kräfte, welche durch gewaltsame Tode herbeigeführt werden, dann die normalen Kräfte zu benützen. Diese Menschen haben geradezu die Aufgabe, hinter diese Kräfte zu kommen und sie wiederum einzuinspirieren Menschen, die hier auf der Erde sind, die keine Medien sind, sondern die sie auf normale, ordentliche Weise, durch Inspiration erfahren sollen. Darauf müßte gewartet werden im normalen Leben. Dadurch daß diese Dinge, die eigentlich später kommen sollen, als geistige Frühgeburten auf dem Wege kommen durch okkultes Verbrechertum, dadurch können diejenigen, die nicht Gutes mit der Menschheit beabsichtigen, die also in diesem Sinne schwarze oder graue Magier sind, sich in den Besitz solcher Geheimnisse stellen. Und solche Dinge gingen vor hinter den Kulissen des äußeren Geschehens gerade unserer Jahrzehnte (gesagt 1917). Beabsichtigt war: in die Hände einer gewissen Gruppe von Menschen erstens das Geheimnis zu legen, wie Massen beherrscht werden, wie gerade diejenigen Massen, welche sich wenig kümmern um die äußeren Angelegenheiten, jedoch spirituelle Anlagen haben, die vorzugsweise geeignet sind, vorbereitend zu dienen für den 6. nachatlantischen Zeitraum, wie diese Menschenmasse in ausgiebigem Maße zu beherrschen ist und wie die Gabe, sie zu beherrschen, in die Hände von einzelnen wenigen Menschen zu bringen ist. Das war das eine. Das andere ist etwas, was in der Zukunft eine große Rolle spielen wird: die Geheimnisse, die Mittel in die Hand zu bekommen, um Verhältnisse, die mit Krankheitsprozessen, auch mit dem Fortpflanzungsprozeß zusammenhängen, in einer bestimmten Richtung zu dirigieren." (Rudolf Steiner, GA 178, Seite 87ff)

"Einem anderen Ziel streben die Eingeweihten des Amerikanismus zu. Sie streben dem entgegengesetzten Ziele zu. Sie streben danach, eine innigere Gemeinschaft zu bilden, als im normalen Verlauf der Menschheitsentwickelung geschehen soll, zwischen den Menschenseelen und derjenigen Leiblichkeit, welche auf der Erde zu finden sein wird von dem 6. nachatlantischen Zeitraume an. Die seelische Kultur wird sehr vertieft sein, aber die leibliche wird grob sein. Aber eine innigere Verbindung mit dieser groben Leiblichkeit strebt man im amerikanischen Westen an. Man will die Leiber möglichst so gestalten, daß die Seelen, wenn sie durch den Tod gegangen sind, möglichst bald wiederum in einen Leib herunterkommen können, daß sie möglichst wenig sich aufhalten in der geistigen Welt. Man will die Seelen innigst verbinden mit dem Leben der Erde. Aber dieses westliche Ideal, diese Dämonologisierung des Menschen, das wird nur erreicht werden können, wenn der geistige, psychische Amerikanismus unterstützt werden kann von einer anderen Weltanschauungsströmung, die viel verwandter mit dem Amerikanismus ist, als man denkt, das ist der Jesuitismus. Diejenige Bestrebung in der Kulturentwickelung, welche es sich zur Aufgabe gesetzt hat, kein Verständnis des Christus aufkommen zu lassen, das Verständnis des Christus vollständig zu untergraben, das ist der Jesuitismus. Er strebt danach, allmählich jede Möglichkeit eines Christus-Verständnisses auszurotten. [...] Will man den Menschen abschließen vom Geistigen, so nimmt man ihm den Christus. Dann hat man die Möglichkeit, den Jesus so zu benützen, daß die Erde nur in ihrem irdischen Aspekt vorhanden bleibt. Sie werden daher beim Jesuitismus eine fortwährende Bekämpfung der Christologie finden." (Rudolf Steiner, GA 183, Seite 52ff)