Clarence Irving Lewis

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Clarence Irving Lewis (* 12. April 1883 in Stoneham; † 3. Februar 1964 in Menlo Park, Kalifornien) war ein amerikanischer Logiker und Philosoph, der an der Harvard University Philosophie studiert hatte, u. a. bei Josiah Royce.

Leben

Lewis lehrte von 1911 bis 1919 an der University of California und von 1920 bis 1953 an der Harvard University. 1929 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Im gleichen Jahr verwendete er in seinem Buch Mind and the World Order den von Charles S. Peirce 1866 geprägten Begriff der „Qualia[1] zum ersten Mal im heute gebräuchlichen Sinn und führte ihn so als philosophischen Fachterminus ein.

„Es gibt erkennbare qualitative Merkmale des Gegebenen, die in verschiedenen Erfahrungen wiederholt werden können und somit eine Art Universalien sind; ich nennen diese "Qualia". Aber obwohl solche Qualitäten Universalien sind, im Sinne der Wiedererkennbarkeit von einer Erfahrung zur anderen, müssen sie von den Eigenschaften von Objekten unterschieden werden. Die Verwechslung dieser beiden ist charakteristisch für viele historische Konzeptionen, sowie von aktuellen Essenztheorien. Das Quale ist direkt intuitiv, gegeben, und ist nicht Gegenstand eines möglichen Irrtums, weil es rein subjektiv ist. Die Eigenschaft eines Objekts ist objektiv; die Zuschreibung ist ein Urteil, das falsch sein kann; und was die Aussage behauptet, ist etwas, das über das hinausgeht, was in einer einzigen Erfahrung gegeben werden kann.“

Clarence Irving Lewis: Mind and the World Order, S. 121[2]

Lewis begründete die axiomatische Modallogik. Seine Systeme S4 und S5 von 1932 wurden zu kanonischen Axiomensystemen der modernen Modallogik.

Werke

  • C.I. Lewis: A Survey of Symbolic Logic. Berkeley 1918, Reprint, New York 1960. archive.org
  • C.I. Lewis: Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge. 1929, Reprint, Dover 1956. archive.org
  • C.I. Lewis, C.H. Langford: Symbolic Logic. New York 1959, korrigierter Reprint der Ausgabe 1932.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Charles S. Peirce: Collected Papers. Belknap Press of Harvard University Press, Cambridge [1866] 1958-1966 (Nachdr.), § 223.
  2. „There are recognizable qualitative characters of the given, which may be repeated in different experiences, and are thus a sort of universals; I call these "qualia." But although such qualia are universals, in the sense of being recognized from one to another experience, they must be distinguished from the properties of objects. Confusion of these two is characteristic of many historical conceptions, as well as of current essence-theories. The quale is directly intuited, given, and is not the subject of any possible error because it is purely subjective. The property of an object is objective; the ascription of it is a judgment which may be mistaken; and what the predication of it asserts is something which transcends what could be given in any single experience.“
    Clarence Irving Lewis: Mind and the World Order. Outline of a Theory of Knowledge. Charles Scribner's sons, New York 1929, Dover, New York 1991 (Nachdr.), ISBN 0-486-26564-1 archive.org
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