gemeinsam neue Wege der Erkenntnis gehen
Eine freie Initiative von Menschen bei anthrowiki.at anthrowiki.at, anthro.world anthro.world, biodyn.wiki biodyn.wiki und steiner.wiki steiner.wiki
mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ...
Wie Sie die Entwicklung von AnthroWiki durch Ihre Spende unterstützen können, erfahren Sie hier.

Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages.
Please note that some mistranslations can occur due to machine translation.
Alle Banner auf einen Klick
Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage
Anthroposophie, Waldorf, Jugend & Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.


Dolce stil nuovo

Aus AnthroWiki

Der dolce stil nuovo (ital., „süßer neuer Stil“, auch: dolce stil novo), ein Begriff der von Dante Alighieri geprägt wurde, war eine literarische Bewegung, die im norditalienischen Raum, vor allem in Florenz, unter dem Einfluss der Sizilianischen Dichterschule und der provenzalisch-okzitanischen Trobadordichtung im Italien des 13. und 14. Jahrhunderts entstand und einer höheren, vergeistigten Form der Minne huldigte.

Zentrales Thema dieser von den Fedeli d'Amore, den „Getreuen der Liebe“, getragenen Stilrichtung war die Liebe (amore), die entsprechend der platonischen Ideenlehre und höfisch-literarischer Anschauungen überhöht und als göttliche Kraft angesehen und mit einem ausgefeilten System von Metaphern und Symbolen beschrieben wurde. Neu ist die Introspektion des Dichters, der die Wirkung weiblicher Schönheit auf seine Seele detailliert beschreibt, dabei aber vor allem Wert auf sprachliche Raffinesse und weniger auf authentische Darstellung des Erlebnisses legt. Für die Beschreibung der Schönheit der angebeteten Frau finden die Dichter des dolce stil nuovo eine Vielzahl von Bildern; die Geliebte erscheint als paradiesisches Wesen, als Engel oder göttliche Braut, und wird so in die Sphäre des Überirdischen gerückt. Literarische Ausdrucksformen der Dichtung sind vor allem Sonette und Kanzonen. Bedeutsam ist, dass nicht länger der Blutsadel im Vordergrund steht, sondern der Herzensadel, die noble Gesinnung des Menschen an sich gefeiert wird. Damit steht der dolce stil nuovo auch im Zusammenhang mit dem beginnenden Humanismus der Renaissance und dem Emanzipationsstreben des städtischen Bürgertums, das sich in den italienischen Stadtrepubliken frühzeitig eine eigene Stimme verschafft.

Als erster bedeutender Vertreter dieses Stils gilt Guido Guinizelli mit dem Gedicht Al cor gentil rempaira sempre amore. Daneben gehören ihm an Cino da Pistoia, Lapo Gianni, Gianni Alfani und Dino Frescobaldi. Seine höchste Blüte erreicht der Stil bei Dante Alighieri, der etwa in seiner Vita nova der Liebe zu seiner Beatrice Ausdruck verleiht.

Auch Francesco Petrarcas Gedichte, in denen er seine Liebe zu Laura beschreibt, sind letztlich noch Ausfluss des dolce stil nuovo; gleichzeitig begründet Petrarcas Weiterentwicklung der Liebeslyrik als Petrarkismus eine Stilrichtung, die auf die Entwicklung der europäischen Dichtkunst einen nachhaltigen Einfluss ausübte.

Weblinks

Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Dolce stil nuovo aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.