Ernährung des Esoterikers

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"Wie soll sich der Esoteriker verhalten gegenüber der Ernährungsfrage? Erstens muß man sich klar sein, daß man auch durch eine besonders gute Ernährungsmethode niemals eine geistige Entwicklung erreichen kann, so daß man sagen kann: Radikal gesprochen ist es ganz gleichgültig, was man für Nahrung gebraucht. Aber praktisch kann man sich eine geistige Entwicklung durch falsche Nahrung erschweren und sogar unmöglich machen.

Besonders dem Esoteriker schadet der Alkohol, da er alle entwickelten höheren Kräfte verwandelt in Kräfte des persönlichen Ich und dieses immer wieder in sich verschließt und gleichsam durch die beiden entgegengesetzten Strömungen – der höheren und der niederen Ichkräfte – den Astralleib auseinanderreißt.

Das Fleisch, das wir essen, ist durchzogen von dem Astralleibe des Tieres. Das macht, daß unser eigener Astralleib mitarbeiten muß, um es zu verdauen. Dadurch wird er zu viel in Anspruch genommen und kann sich nicht seiner eigentlichen Aufgabe widmen: dem Schaffen von Bildern. Dazu kommt, daß er dann in der Nacht den Ätherleib nicht richtig verlassen kann, sondern gewaltsam von ihm festgehalten wird. So wird er auch an seiner nächtlichen Aufgabe gehindert: dem Wiederherstellen der Lebenskräfte. Auch ist es möglich, daß man einen solchen Körper durch Vererbung bekommen hat, der den Vegetarismus überhaupt nicht ertragen kann. Dann sollte man eben nicht nach den höheren Übungen streben wollen. Auch das viele Turnen, Üben, Baden, das so sehr empfohlen wird, ist falsch für den Esoteriker; es zieht ihn hinab, in den Mittelpunkt des Physischen hinein, während er vor allen Dingen danach streben sollte, sich ruhig zu verhalten, nicht zu viel zu laufen, seine Gliedmaßen so wenig wie möglich zu bewegen. Die Milch, die die Kuh gibt, ist nicht von astralischer Substanz durchzogen und hat daher nicht den schädlichen Einfluß wie Fleischnahrung." (Rudolf Steiner, GA 266/1, Seite 415ff)