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Eugene N. Parker

Aus AnthroWiki
Eugene N. Parker (2007)

Eugene Newman Parker (* 10. Juni 1927 in Houghton, Michigan; † 15. März 2022 in Chicago, Illinois) war ein US-amerikanischer Astrophysiker.[1]

Biografie

Parker studierte an der Michigan State University (Bachelor-Abschluss 1948) und wurde 1951 am Caltech promoviert. Danach war er Instructor an der University of Utah und ab 1953 Forschungsassistent von Walter Elsasser in Utah. 1955 wurde er Forschungsassistent von John Alexander Simpson an der University of Chicago. 1957 wurde er dort Assistant Professor und 1962 Professor in der Physik-Fakultät und am Enrico Fermi Institute. 1967 wechselte er an die Fakultät für Astronomie und Astrophysik. 1995 ging er in den Ruhestand.

1967 wurde er Mitglied der National Academy of Sciences; 1970 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Seine Forschungen betreffen vor allem den Sonnenwind (Parker führte diesen Begriff ein), die Magnetfelder von Erde und Sonne und deren komplexe Wechselwirkungen. 1956 war er einer der Entwickler der Rekonnexions-Theorie, 1959 führte er die englische Bezeichnung solar wind ein und schlug eine magnetohydrodynamische Theorie zur Beschreibung des Sonnenwindes vor.

Die Parkerspirale als Form der heliosphärischen Stromschicht und die Raumsonde Parker Solar Probe[2] sind nach ihm benannt.

Er starb am 15. März 2022 im Alter von 94 Jahren.[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Dynamics of the Interplanetary Gas and Magnetic Fields. in: Ap. J. 128, 664–76 (1958).
  • The Hydrodynamic Theory of Solar Corpuscular Radiation and Stellar Winds. In: Ap. J. 132, 821–66 (1960).
  • Interplanetary dynamical Processes. Interscience 1963.
  • Cosmical Magnetic Fields: Their Origin and Their Activity. Clarendon Press, Oxford, 1979.
  • Spontaneous current sheets in magnetic fields: with applications to stellar x-rays. Oxford University Press 1994.
  • Conversations on electric and magnetic fields in the cosmos. Princeton University Press 2007.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Eugene N. Parker – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

  1. ↑ Stuart D. Bale: Eugene N. Parker (1927–2022), In: Science. Band 376, Nr. 6592, 2022, S. 461, doi:10.1126/science.abq3164.
  2. ↑ Jan Mahn: NASA benennt erste Sonnen-Mission um. (Nicht mehr online verfügbar.) In: heise online. Heise Zeitschriften Verlag, 1. Juni 2017, ehemals im Original; abgerufen am 9. August 2018.@1@2Vorlage:Toter Link/www.heise.de (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven)
  3. ↑ Eugene Parker, ‘legendary figure’ in solar science and namesake of Parker Solar Probe, 1927–2022. In: uchicago.edu. 16. März 2022, abgerufen am 16. März 2022 (english).
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Eugene N. Parker aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.