Ilias

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Handschrift F 205 der Biblioteca Ambrosiana in Mailand (Ilias Ambrosiana) mit Text und Illustration der Verse 245–253 des achten Buches der Ilias aus dem späten 5. oder frühen 6. Jahrhundert
Kupferstich 18,8 × 34,3 cm 1793 nach einer Zeichnung von John Flaxman
Auf dem Bild La Colère d’Achille („Der Zorn des Achilleus“), mit dem Michel-Martin Drolling 1810 den Prix de Rome gewann, ist der Moment der von Achilleus berufenen Heeresversammlung zu sehen, in dem Athene ihn hindert, gegen Agamemnon und dessen Beleidigung vorzugehen. Es befindet sich heute in der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris.

Die Ilias (altgriech. Ἰλιάς Iliás), eines der ältesten schriftlich fixierten Werke Europas, schildert einen Abschnitt des Trojanischen Krieges. Eine zeitliche Einordnung ist schwierig, heutzutage datiert man die Entstehung ins 8. oder 7. Jahrhundert v. Chr. Das Epos umfasst 24 Bücher bzw. Gesänge, wie diese Abschnitte seit der Übersetzung durch Johann Heinrich Voß bezeichnet werden. Die Ilias beruht auf frühgeschichtlichen Mythen und Erzählungen und wird Homer zugeschrieben (zur Verfasserschaft, auch hinsichtlich der Odyssee, siehe homerische Frage). Die Ilias-Darstellung der Olympischen Götter dürfte erheblich zur Entwicklung einer nationalen griechischen Religion beigetragen haben und prägt bis in die Gegenwart die europäische Kunst- und Geisteswissenschaft.

Gegenstand ist der bereits zehn Jahre währende Trojanische Krieg zwischen Troja und der griechischen Allianz der Achaier. Zentrales Thema der Ilias ist der Zorn, der innerhalb ihres nur 51-tägigen Handlungsverlaufs immer weitere Kreise zieht und dabei Heroen wie auch Götter als unentrinnbares Schicksal ereilt. Den Anfang setzen die Entehrung des Gottes Apollon durch den Raub der Chryseïs und seine Rache an den Achaiern. Als schließlich dem Apollon-Priester Chryses die Tochter zurückgegeben wird, fordert Agamemnon, Oberbefehlshaber der Achaier, Ersatz für seine Beute und gerät so in Konflikt mit Achilleus, der sich in der Folge ebenfalls entehrt sieht und sich aus den Kämpfen zurückzieht. Der „Zorn des Achilleus“ wird zur Klammer des Epos, findet zum Ende hin aber eine neue Ursache. So wendet Achilleus im 19. Gesang die endgültige Niederlage der Achaier durch die öffentliche Versöhnung mit Agamemnon und seinen Wiedereintritt ins Kampfgeschehen ab, um dafür nun dem Zorn auf Hektor nachzugeben, der zuvor seinen besten Freund und Kampfgefährten Patroklos getötet hat. Eine Mäßigung findet Achilleus’ Zorn erst im letzten bzw. 24. Gesang, als er Hektors Leichnam nach 12-tägiger Schändung dessen Vater Priamos zur Bestattung überlässt.

Mythischer Ausgangspunkt für den Trojanischen Krieg ist das Urteil des Paris und dessen Entführung von Agamemnons Schwägerin Helena. Beides wird in den Kypria beschrieben. Die Kenntnis darum wird in der Ilias vorausgesetzt und daher nur einmal kurz angedeutet. Von der List des Odysseus (Trojanisches Pferd) und dem Ende des Trojanischen Krieges wird dann nicht in der Ilias, sondern unter anderem in der Iliu persis des sogenannten Epischen Zyklus erzählt.

Die Ilias zählt zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur.

Werktitel

Altgriechisch Ἰλιάς (Iliás) ist eine feminine Adjektivbildung zu Ἴλιος (Ílios), einem Alternativnamen für Troja; es bedeutet also „zu Troja gehörig, mit Troja verbunden, trojanisch“. Substantiviert kann es auch die Landschaft um Troja, die Troas, oder eine aus Troja stammende Frau bezeichnen. Die Verwendung als Titel für das noch heute so genannte Werk findet sich zuerst in Herodots Historien (2, 116). Diesem Gebrauch muss eine (nirgendwo belegte) Verbindung wie Ἰλιὰς ποίησις (Ilias poíesis „die sich mit Troja beschäftigende Dichtung“) vorausgegangen sein.[1] Eine syntagmatische Verwendung des Namens findet man vor Herodot schon bei Aischylos, Simonides von Keos und Euripides[P 1] Schon Sappho schreibt über die Iliaden.[P 2] Wann und wieso sich der Name „Ilias“ für ein Werk durchsetzen konnte, das nicht die ganze Geschichte Trojas, nicht einmal den gesamten Trojanischen Krieg, sondern nur eine Episode daraus behandelt, ist unklar;[P 3] immerhin verwendeten auch die sogenannten kyklischen Epen diesen Rahmen. Vermutlich zeigt sich darin die überragende Stellung, die der Ilias im Vergleich zu den anderen Troja-Dichtungen zugebilligt wurde.[2]

Homer, der überlieferte Verfasser der Ilias; römische Kopie aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. eines hellenistischen Originals.
British Museum, London

Autor

Die Frage nach der Verfasserschaft ist schwierig zu beantworten, da der Autor sein Werk nicht um einen Namen ergänzte.[3] Überliefert ist der Name „Homer“, dem man im 5. Jahrhundert v. Chr. ebenso die Verfasserschaft der Odyssee, der kyklischen Epen, der Trojasage, der Homerischen Hymnen und einiger weiterer Werke zuschrieb.[4] Inwiefern dieser aber an der Ilias gearbeitet hat oder ob sein Name für eine Gruppe mehrerer Bearbeiter steht, ist umstritten.[5] Für den ersten Fall ergibt sich dann die Frage, inwiefern er zur Ilias beigetragen hat. Strittig ist dabei allerdings schon, was man als „Ilias“ definieren soll. Zur Auswahl stehen dabei der Plot, die poetische Komposition und der Text. Zur heute kaum zu beantwortenden Frage stellt Hermann Fränkel resignierend fest: „Dabei muß die Frage für alle Zeiten offen bleiben, ob Homer, als er die letzte Hand an die Epen legte, viel oder wenig an ihnen geändert hat; ob er ein schöpferischer Geist, ein geschickter Bearbeiter, ein trefflicher Rezitator, ein fleißiger Schreiber – oder vielleicht eben nur der letzte Redaktor war, dem kein Nachfolger mehr den Ehrentitel abnahm.“[6] Für Aufsehen und heftige Kritik in der Fachwissenschaft sorgte die 2007 von Raoul Schrott aufgestellte These, Homer sei ein Hofschreiber in Kilikien gewesen und nicht im westlichen Kleinasien beheimatet, wie dies in der antiken Literatur vermutet wurde.

Datierung

Die Frage nach der Datierung der Ilias ist eine der schwierigsten und umstrittensten der Klassischen Philologie – auch in der Antike schwankten die Autoren schon stark, nämlich zwischen dem 13./12. und 7. Jahrhundert v. Chr.[P 4][7] Sie hängt stark mit den Homertheorien und der Verfasserschaft zusammen[8] – so ist bisher nicht bewiesen, ob die Ilias über einen längeren oder kürzeren Zeitraum sprachlich geprägt wurde. Sie wird dabei sowohl synchron als auch diachron betrachtet. Seit den Homeriden – einer Gruppe Homer nacheifernder Dichter – wird die Ilias in die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts v. Chr. datiert. Auch heute wird dies noch, unter anderem wegen der steigenden archäologischen Funde dieser Zeit, vom größten Teil der Fachwissenschaftler vertreten. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts argumentieren Philologen wie Walter Burkert und Martin West anhand von Werkstellen intensiver für eine spätere Datierung.[9] So wird auch für eine Redaktion zur Zeit des Tyrannen Peisistratos oder bei den alexandrinischen Philologen plädiert.[10] Kritisiert wird dabei auch, dass Bezugnahmen zeitlich der Ilias nahestehender Dichter, Werke oder Kunstgegenstände sich nicht auf den verschriftlichten Text beziehen müssen, sondern sich auch auf mündliche Überlieferungen des Plots beziehen könnten.[11] Sprachliche Argumente für ein höheres Alter der Ilias gegenüber anderen Werken, wie von vielen Forschern angeführt, werden teilweise mittlerweile bestritten.[12]

Terminus ante quem

Eindeutige Bezüge, durch die ein terminus ante quem sicher zu belegen ist, finden sich in literarischer Form erst bei Alkaios von Lesbos um 600 v. Chr.[P 5][13] In der Kunst der Antike werden zwar seit 700 v. Chr. Szenen des epischen Kyklos dargestellt, nicht jedoch die 51 Tage der Ilias. Kunstwerke, die dieses Thema darstellen, sind erst seit 625 v. Chr. zu finden.[14] Es könnten natürlich noch frühere Objekte entdeckt werden, die Frage nach der Bezugnahme auf einen schriftlichen Text kann damit allerdings nicht vollständig geklärt werden.

Terminus post quem

Waffen- und Gegenstandfunde wie auch die erschlossene Kampftechnik sprechen eher für die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts v. Chr.[15] Wie oben erwähnt, versucht man anhand von Textstellen den Terminus post quem genauer zu bestimmen – so wird beispielsweise Hom. Il. 9, 381–384 (Beschreibung des hunderttorigen ägyptischen Thebens) von Martin Litchfield West nicht vor 663 v. Chr. datiert, Walter Burkert geht noch früher; Hom. Il. 12, 3–33 aufgrund der Ähnlichkeit zur Zerstörung von Babylons Stadtmauer wird durch West in die Jahre 689/688 v. Chr., der Wiederaufbau in die Jahre 678/677 v. Chr. angesetzt.[16] Letzteres Datum sieht Martin West als Terminus post quem an, und datiert dabei unter der Annahme einer synchronen Verschriftlichung des Textes nach Hesiod (730 bis 660, genauer 680 bis 670 v. Chr.) – welches damit das älteste schriftlich fixierte Werk der griechischen Literatur wäre –, wie dies vor dem vierten Jahrhundert v. Chr. schon der Fall war.[P 6][17] Die Ilias enthält laut Ernst Heitsch und Martin West mehrere belegte Zitate und Bezüge aus Hesiods Werken.[18] Die Argumente für eine frühere Datierung aufgrund von Anspielungen auf Mimnermos und Tyrtaios hält West für nicht kräftig.[I 1][19] Abschließend werden die Jahrzehnte von 670 bis 640 v. Chr., spezieller die Jahre 660 bis 650 v. Chr. als mögliche Entstehungszeit des Textes angenommen.[20]

Handlung

Das Werk umfasst 15.693 Verse in 24 Gesängen,[21] die nach dem Einheitsalphabet von Eukleides im Jahr 403 v. Chr. mit griechischen Großbuchstaben gekennzeichnet sind; die Länge der Bücher variiert etwa zwischen 400 und 900 Versen.[P 7]

Das Zornmotiv, das das ganze Epos durchzieht, tritt aber nur in einigen wenigen der 24 Bücher stärker in den Vordergrund. Achilleus' Zorn entwickelt sich durch Agamemnons Entehrung, weil er sein Beutemädchen Briseïs raubt, um an ihm ein Exempel seiner Macht zu statuieren. Achilleus beugt sich diesem und tritt in den Streik und damit in den Hintergrund der Ilias. So kann der Erzähler im 2. bis 8. Buch Szenen aus früheren Kriegsjahren einbauen[22] und ein erstes Zusammentreffen der Kriegsparteien darstellen. Erst im 9. Buch wird Achilleus wieder angesprochen, da die anderen Achaier erkannt haben, dass sie ohne ihn und seine Kampfgefährten gegen die Trojaner nicht bestehen können. Da sich Agamemnon für sein Fehlverhalten aber nicht entschuldigen will und Achilleus’ Zorn noch zu groß ist,[23] lehnt er einen Kompromiss ab und stellt sich damit nicht nur gegen Agamemnon, sondern auch gegen die übrigen Achaier. Er beschließt damit den Tod vieler Gefährten, da Zeus den Trojanern gewährt, bis ans Schiffslager der Achaier zu gelangen.[24] Erst danach soll die Schlacht gewendet werden. Bis es dazu kommt, wird durch die Darstellung der Kämpfe um die Mauer vor den Schiffen und durch göttliche Eingriffe zugunsten der Achaier die Geschichte retardiert.

Im 16. Buch erfüllt sich dann Zeus’ Plan, sodass Achilleus Patroklos gewährt, die Trojaner zurückzudrängen. Übermütig greift dieser dann aber die Stadt an und wird unter anderem von Hektor getötet. Der darauffolgende Kampf um dessen Leichnam und die Fertigung neuer Waffen weisen auf die folgenden Bücher hin. Achilleus, entsetzt über den Verlust des Freundes, versöhnt sich dann im 19. Buch mit Agamemnon und stürmt, immer noch zornig, jetzt aber auf Hektor, in die Schlacht. Bis zum finalen Kampf mit diesem im 22. Buch kämpft er allerdings noch gegen einige andere Gegner und sogar Götter. Die endgültige Überwindung seines Zorns findet dann erst nach dem Misshandeln von Hektors Leichnam und Totenspielen für Patroklos’ Feuerbestattung im 24. Buch statt. Dazu muss er erst den Vater seines Erzfeindes – Priamos – kennenlernen, der wie Achilleus einen schweren Verlust erleiden musste.

Siehe auch

Literatur

Kritische Ausgaben

Übersetzungen

Als Verfasser der ersten deutschsprachigen Fassung der Ilias, einer Prosaübersetzung, gilt Johann Baptista Rexius (1584). Die am weitesten verbreitete und am stärksten nachwirkende Übersetzung stammt jedoch von Johann Heinrich Voß aus dem Jahre 1793. Zwar genügt sie nicht mehr dem heutigen Stand der Forschung und den Ansprüchen einer modernen Leserschaft, doch stellt diese Übersetzung eine einflussreiche Leistung in der Reihe der Übersetzungen des Werkes dar.

In Fachkreisen hochgeschätzt ist Wolfgang Schadewaldts Ilias-Übertragung von 1975. Sie ist in freien Versen (beziehungsweise rhythmisierter Prosa) abgefasst und gilt als Übersetzung, die das Original am getreuesten ins Deutsche herüberbringt.

Außer diesen wurden noch zahlreiche weitere Übersetzungen erstellt, zum Beispiel

Nacherzählungen

Für ein breiteres Lesepublikum hat es schon früh verschiedene Nacherzählungen des Ilias-Stoffes gegeben:

Kommentare

Genutzte Fachliteratur

Weitere wichtige Fachliteratur

Weblinks

Portal
 Wikipedia:Portal: Griechische Antike – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Griechische Antike
 Wikisource: ΙΛΙΑΣ – Quellen und Volltexte (ελληνικά)
Commons-logo.png Commons: Iliad - Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

Iliasstellen, zitiert nach Wolfgang Schadewaldts Iliasübertragung
  1. Vgl. 6, 145–149 mit Mimn. fr. 2, 1–4; 22, 71–76 mit Tyrt. fr. 10, 21–30.
Weitere Primärliteratur, abgekürzt nach Liste der Abkürzungen antiker Autoren und Werktitel
  1. Vgl. Ergänzungen mit χώρη [kʰōrē] „Land“ in Hdt. 5, 94, Ἀθηναίη [Atʰēnaíē] „athenisch“ in Hdt. 7, 43 und γῆς [gēs] „Erde“ in Hdt. 5, 122 u. 7, 42; vgl. Aischyl. Ag. 453: Ἰλιάδος γᾶς [Iliádos gās] „des iliadischen Landes“; Simonides, in: Felix Jacoby, Die Fragmente der griechischen Historiker, 1a, 8, F fragment 6; Eur. Andr. 128.141.301.489.797, El. 4, Hec. 102.905.922.931.941.1008.1061, Hel. 1114, Rhes. 236.366b u. Tro. 245.526.1256.
  2. Sapp. fr. 44.
  3. Dafür, dass das Werk sonst zu groß und zu verwickelt geworden wäre, vgl. Aristot. poet. 23.1459a17–b2 u. 26.1462b 10–11; Seeck (2004) S. 16 spricht sich bei der Datierung für die alexandrinischen Bibliothekare aus, siehe „#Alexandriner und spätantike Überlieferung“.
  4. Herodot setzt als frühest möglichen Punkt für die Ilias 850 v. Chr. an, vgl. Hdt. 2, 53.
  5. Alk. fr. 44, 6–8 (vgl. fr. 42 u. 283).
  6. Vgl. Simonides, in: Felix Jacoby, Die Fragmente der griechischen Historiker, 1a, 8, F fragment 6.
  7. Hdt. 2, 116 ordnet noch eine Stelle des heutigen 6. Buches den „Heldentaten des Diomedes'“ zu, welches in späteren Handschriften die Überschrift des 5. Buches darstellt; vgl. Plut. De vit. hom. 4.
Weiterführende Anmerkungen und Literatur, sowie interne Verweise
  1. LSJ, S. 828
  2. Vgl. Fränkel (1976) S. 26; siehe „Archaik“, Unterpunkt „Kyklische Epen“.
  3. Unter Annahme der mündlichen Vorstufen auch nicht notwendig, vgl. Seeck (2004) S. 41–42.
  4. Vgl. Lamberton (1997) S. 33; siehe „#Archaik“.
  5. Zu den verschiedenen Auslegungen siehe #Ilias und Homerische Frage.
  6. Fränkel (1976) S. 7; vgl. Fränkel (1976) S. 7–8.
  7. Für das 13./12. Jahrhundert später auch Heinrich Schliemann, vgl. Fränkel (1976) S. 50 u. West (1995) S. 204 Anm. 4.
  8. Siehe #Autor und #Ilias und Homerische Frage.
  9. Vgl. Walter Burkert, Das hunderttorige Theben, in: Wiener Studien 89, 1976, S. 5–21 bzw. West (1995) S. 203–219, vor allem 217–219; vgl. für eine frühere Datierung bspw. Alfred Heubeck, Die homerische Frage, Darmstadt 1974, S. 213–228; Wolfgang Schadewaldt, Homer und sein Jahrhundert, in: Das neue Bild der Antike I (1942), Nachdruck in: ders., Von Homers Welt und Werk. Aufsätze und Auslegungen zur homerischen Frage, 4. Auflage, Stuttgart 1965, S. 87–129, vor allem 93–96, u. 429–441; Geoffrey Stephen Kirk, The Songs of Homer, Cambridge 1962, S. 282–287 u. The Iliad. A Commentary, i: Books 1–4, Cambridge 1985, S. 3–4; Joachim Latacz, Homer. Der erste Dichter des Abendlands, 3. Auflage, München/Zürich 1997, S. 75–85: „dieser Zeitansatz <gilt> heute in der internationalen Homerforschung in der Tat als der wahrscheinlichste“; Barry B. Powell, Homer and the Origin of the Greek Alphabet, Cambridge 1991, S. 187–220.
  10. Vgl. Gregory Nagy, Homer’s Text and Language, University of Illinois Press 2004; siehe „#Alexandriner und spätantike Überlieferung“.
  11. Vgl. „#Autor“.
  12. Vgl. West (1995) S. 204–205 u. 205 Anm. 8.
  13. Vgl. West (1995) S. 206–207 u. 207 Anm. 17.
  14. Vgl. Bertrand Jaeger u. John Boardman (Hrsg.), Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Herausgegeben von der Fondation pour le Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae, Zürich 1981–1999, ISBN 3-7608-8751-1; Anthony Snodgrass, Homer and the Artists, Cambridge 1998, S. 88–89; West (1995) S. 207 u. Anm. 21; Heitsch (2006) S. 16 Anm. 18.
  15. Vgl. West (1995) S. 209 u. 209 Anm. 23 u. Raoul Schrott, Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe, München 2008, S. 103–104.
  16. Zum Ersten vgl. West (1995) S. 210–211 u. Walter Burkert, Das hunderttorige Theben, in: Wiener Studien 89, 1976, S. 5–21; zum Zweiten vgl. West (1995) S. 211–217; Seeck (2004) S. 95 erklärt die Zerstörung der Mauer mit dem Wunsch des Autors, den Auffindungsdrang der Rezipienten zurückzudrängen.
  17. Vgl. Heitsch (2006) S. 16 Anm. 18; Martin Litchfield West, Hesiod. Theogony, Oxford 1966, S. 40–48 u. West (1995) S. 218–219; dagegen Fränkel (1976) S. 3–4.
  18. Vgl. Ernst Heitsch, Aphroditehymnos. Aeneas und Homer (Hypomnemata 15), Göttingen 1965, S. 87–93 u. West (1995) S. 208–209.
  19. Vgl. West (1995) S. 206; gleiches gelte für Musaios fr. 5, vgl. Bierl (2008) S. 209.
  20. Vgl. West (1995) S. 218; eine deutschsprachige Zusammenfassung von Wests Argumentation findet sich bei Raoul Schrott, Homers Heimat: Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe, München 2008, S. 103–104; zur Problematik der Unterscheidung von poetischer Konzeption, Plot und Text siehe „#Autor“.
  21. Vgl. Latacz (2000) S. 145 u. Minna Skafte Jensen, Dividing Homer: When and How were the Iliad and the Odyssey divided into Songs?, in: Symbolae Osloenses, Band 74, Oslo 1999, S. 5–91.
  22. Siehe „Erzähltechniken“.
  23. Siehe „Psychologie“.
  24. Siehe „Schiffskatalog und Katalog der Trojaner“.


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