Joseph Haydn

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Joseph Haydn (Ölgemälde von Thomas Hardy, 1791)
Italienische Unterschrift Joseph Haydns: di me giuseppe Haydn
(„von mir Joseph Haydn“)

Franz Joseph Haydn (* 31. März oder 1. April 1732 in Rohrau, Niederösterreich; † 31. Mai 1809 in Wien) war ein österreichischer Komponist der Wiener Klassik.

Der Bruder des Komponisten Michael Haydn und des Tenors Johann Evangelist Haydn verbrachte den größeren Teil seiner beruflichen Laufbahn als Hofmusiker auf dem Landsitz der wohlhabenden ungarischen Familie Esterházy, deren Orchester und Oper er leitete. Die Abgeschiedenheit von anderen Komponisten und musikalischen Strömungen beschrieb er mit den Worten: „Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irremachen und quälen, und so musste ich original werden.“

Haydns 1797 uraufgeführte Vertonung des Gedichts Gott! erhalte Franz, den Kaiser, Unsern guten Kaiser Franz!, das Kaiserlied, wurde zu den Österreichischen Kaiserhymnen und mit anderem Text später die deutsche Nationalhymne.

Zum Leben von Haydn siehe auch

Zum Thema "Werk" siehe auch

Werke

Eine vollständige Auflistung der bekannten Werke Joseph Haydns wurde durch Anthony van Hoboken erstellt und ist als Hoboken-Verzeichnis bekannt. Den Werknummern aus diesem Verzeichnis wird die Abkürzung Hob. vorangestellt.

Orchesterwerke

Siehe auch: Liste der Sinfonien Joseph Haydns

Bühnenwerke

24 Opern, darunter:

  • Acide e Galatea (1762, Hob. XXVIII:1); Libretto von Giovanni Ambrogio Migliavacca nach Pietro Metastasios La Galatea
  • La canterina (1766, Hob. XXVIII:2)
  • Lo speziale (Der Apotheker) (1768, Hob. XXVIII:3)
  • Le pescatrici (Die Fischerinnen) (1769, Hob. XXVIII:4)
  • L’infedeltà delusa (Die vereitelte Untreue) (1773, Hob. XXVIII:5)
  • L’incontro improvviso (Die unverhoffte Zusammenkunft) (1775, Hob. XXVIII:6)
  • Il mondo della luna (Die Welt auf dem Monde) (1777, Hob. XXVIII:7)
  • La vera costanza (1777/78, Hob. XXVIII:8)
  • L’isola disabitata (1779, Hob. XXVIII:9)
  • La fedeltà premiata (Die belohnte Treue) (1780, Hob. XXVIII:10)
  • Orlando paladino (Der Ritter Roland) (1782, Hob. XXVIII:11)
  • Armida (1784, Hob. XXVIII:12)
  • L’anima del filosofo, ossia Orfeo ed Euridice (1791, Hob. XVIII:13)

Messen

14 Messen:

Oratorien

3 geistliche Oratorien:

1 weltliches Oratorium:

Solokonzerte

  • 3 Hornkonzerte
  • 6 Orgelkonzerte
  • 11 Konzerte für Tasteninstrument (Klavier bzw. Orgel), von denen einige als nicht authentisch gelten
  • 5 Lyrakonzerte
  • 4 Barytonkonzerte
  • 1 Trompetenkonzert
  • 4 Violinkonzerte
  • 2 nachweislich von Haydn stammende Cellokonzerte (bei 7 weiteren ist die Urheberschaft umstritten):

Liste der Konzerte Joseph Haydns - Artikel in der deutschen Wikipedia

Kammermusik

Unter anderem:

  • 68 Streichquartette, beispielsweise Quintenquartett, Kaiserquartett, Lerchenquartett, Vogelquartett und Sonnenaufgangsquartett
  • 46 Klaviertrios
  • 21 Streichtrios
  • 126 Barytontrios

Liste der Streichquartette Haydns - Artikel in der deutschen Wikipedia

Klaviermusik

  • 52 Klaviersonaten
  • Klavierstücke, Capriccios und Klaviervariationen

Siehe auch: Liste der Klaviermusikwerke Joseph Haydns

Vokalwerke

  • Motetten und Kantaten
  • Lieder in verschiedener Besetzung
  • zahlreiche Bearbeitungen von schottischen und walisischen Volksliedern

Siehe auch

Literatur

  • Georg August Griesinger: „Eben komme ich von Haydn ...“ Georg August Griesingers Korrespondenz mit Joseph Haydns Verleger Breitkopf & Härtel 1799–1819. Herausgegeben und kommentiert von Otto Biba. Atlantis, Zürich 1987, ISBN 3-254-00130-3.
  • Willi Reich: Joseph Haydn. Leben, Briefe, Schaffen. Luzern 1946.
  • H. C. Robbins Landon (Hrsg.): The Collected Correspondence and London Notebooks of Joseph Haydn. London 1959.
  • Dénes Bartha und László Somfai: Haydn als Opernkapellmeister. Budapest 1960.
  • Dénes Bartha: Joseph Haydn, Gesammelte Briefe und Aufzeichnungen. Kassel [u. a.]: Bärenreiter 1965.
  • Georg Feder: Haydn, Franz Joseph. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 8, Duncker & Humblot, Berlin 1969, S. 142–149 (Digitalisat).
  • Heinrich Eduard Jacob: Joseph Haydn. Seine Kunst, seine Zeit, sein Ruhm. Hamburg 1952 – Neuauflage Hamburg: Rowohlt 1977, ISBN 3-499-14142-6
  • Joseph Haydn in seiner Zeit. Ausstellungskatalog. Eisenstadt 1982.
  • Friedrich Wilhelm Bautz: HAYDN, Joseph In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 2, Bautz, Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8, Sp. 613–615.
  • Jens Peter Larsen und Georg Feder: Haydn. Metzler, Stuttgart/Weimar 1994.
  • Harald Haslmayr: Joseph Haydn. Sein Werk – sein Leben. Wien 1999.
  • Ludwig Finscher: Joseph Haydn und seine Zeit. Laaber 2000, ISBN 978-3-921518-94-6.
  • Hansjürgen Schaefer: Joseph Haydn – Leben und Werk, ein Konzertbuch. Berlin 2000, ISBN 3-932529-65-0.
  • Bernhard Waritschlager: Die Opera seria bei Joseph Haydn. Schneider. Tutzing 2005, ISBN 3-7952-1192-1.
  • Hans-Josef Irmen: Joseph Haydn – Leben und Werk. Köln 2007, ISBN 978-3-412-20020-6.
  • Ulrike Strauss: Das Orchester Joseph Haydns – Ein Komponist und seine wegweisenden Neuerungen. Herbert Uzt, München 2009, ISBN 978-3-8316-0832-4.
  • Giuseppe Carpani: Haydn – Sein Leben. Hrsg. und übersetzt von Johanna Fürstauer, mit einem Geleitwort von Nikolaus Harnoncourt. Residenz-Verlag, St. Pölten 2009, ISBN 978-3-7017-3105-3.
  • Sebastian Urmoneit (Hrsg.): Joseph Haydn (1732–1809). Weidler, Berlin 2009, ISBN 978-3-89693-269-3.
  • David Wyn Jones: The life of Haydn. Cambridge Univ. Press, Cambridge [u. a.] 2009, ISBN 978-0-521-89574-3.
  • Arnold Werner-Jensen: Joseph Haydn. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-56268-6.
  • Armin Raab, Christine Siegert und Wolfram Steinbeck (Hrsg.): Das Haydn-Lexikon. Laaber, Laaber 2010, ISBN 978-3-89007-557-0.
  • Klaus Martin Kopitz: „Immer noch leuchtet der verklärte Haydn mir vor“ – Plädoyer für eine Sammlung aller zeitgenössischen Aussagen über den Komponisten nebst einer kleinen Auslese unbekannter oder bislang nur unvollständig bekannter Quellen. In: Christoph Dohr (Hrsg.): Almanach für Musik I (2011). Dohr, Köln 2011, ISBN 978-3-936655-79-7. S. 65–118.
  • Johann Werfring: Kindertage eines genialen Musikers Artikel in der „Wiener Zeitung“ vom 5. August 2010, Beilage „ProgrammPunkte“, S. 7. Abgerufen am 19. März 2012
  • Johann Werfring: Haydns Witwersitz in Gumpendorf Artikel in der „Wiener Zeitung“ vom 24. März 2016, Beilage „ProgrammPunkte“, S. 7.
  • Bernhard A. Macek: Haydn, Mozart und die Großfürstin. Eine Studie zur Uraufführung der „Russischen Quartette“ op. 33 in den Kaiserappartements der Wiener Hofburg. Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft, Wien 2012, ISBN 3-901568-72-7.
  • Frank Huss: Joseph Haydn. Das unterschätzte Genie. Wien: Hollitzer Wissenschaftsverlag, 2013. ISBN 978-3-99012-110-8

Weblinks

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 Wikisource: Joseph Haydn – Quellen und Volltexte
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