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Karl Rahner

Aus AnthroWiki
Karl Rahner, Porträt von Letizia Mancino Cremer, der Frau von Rahners Neffe Christoph Cremer

Karl Josef Erich Rahner SJ (* 5. März 1904 in Freiburg im Breisgau; † 30. März 1984 in Innsbruck) war ein deutscher katholischer Theologe. Er gilt als Vertreter einer kerygmatischen Theologie und als einer der bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts. Er wirkte bahnbrechend für eine Öffnung der katholischen Theologie für das Denken des 20. Jahrhunderts und nahm mit seiner Theologie Einfluss auf das Zweite Vatikanische Konzil, an dessen Vorbereitung und Durchführung er als Sachverständiger mitarbeitete.

Leben und Werk

Beeinflusst von Erich Przywara SJ, den französischen Jesuiten-Philosophen Pierre Rousselot und Joseph Maréchal[1][2] und angeregt durch sein Studium bei Martin Heidegger, versuchte Rahner eine Synthese der theologischen Tradition mit dem Denken der Moderne. Er entwickelte eine Transzendentaltheologie auf der Grundlage transzendentaler Erfahrung.

Rahner war Mitherausgeber der zweiten Auflage des Lexikons für Theologie und Kirche und wirkte damit auf die gesamte deutschsprachige katholische Theologie ein. Er kritisierte zunehmend Missstände innerhalb der katholischen Kirche, förderte die internationale theologische Kommunikation und trieb den Dialog der Theologie mit den Naturwissenschaften und dem Marxismus voran.

Werke (Auswahl)

  • Worte ins Schweigen (1938)
  • Geist in Welt (1939)
  • Aszese und Mystik in der Väterzeit / zusammen mit Marcel Viller (1939)
  • Hörer des Wortes. Zur Grundlegung einer Religionsphilosophie (1941)
  • Schriften zur Theologie, 16 Bände (1954–84)
  • Über die Schriftinspiration (1958)
  • Das Dynamische in der Kirche (1958)
  • Visionen und Prophezeiungen / Unter Mitarbeit von P. Theodor Baumann SJ. ergänzte 2. Aufl. (1958)
  • Zur Theologie des Todes (1958)
  • Sendung und Gnade (1959)
  • Kirche und Sakramente (1961)
  • Episkopat und Primat / zusammen mit Joseph Ratzinger (1961)
  • Das Problem der Hominisation / zusammen mit Paul Overhage (1961)
  • Diaconia in Christo / Hrsg. zusammen mit Herbert Vorgrimler (1962)
  • Offenbarung und Überlieferung / zusammen mit Joseph Ratzinger (1965)
  • Die vielen Messen und das eine Opfer / zusammen mit Angelus Häussling. 2., überarb. u. erw. Aufl. (1966)
  • Memorandum zur Zölibatsdiskussion, gemeinsam mit u. a. Walter Kasper, Karl Lehmann, Joseph Ratzinger, Rudolf Schnackenburg vom 9. Februar 1970[3]
  • Zur Reform des Theologiestudiums (1969)
  • Zum Problem Unfehlbarkeit. Antworten auf die Anfrage von Hans Küng / Hrsg. von K. Rahner (1971)
  • Strukturwandel der Kirche als Aufgabe und Chance (1972)
  • Christologie – systematisch und exegetisch / zusammen mit Wilhelm Thüsing (1972)
  • Die siebenfältige Gabe : über die Sakramente der Kirche (1974)
  • Vorfragen zu einem ökumenischen Amtsverständnis (1974)
  • Grundkurs des Glaubens (1976)
  • Einigung der Kirchen – reale Möglichkeit / zusammen mit Heinrich Fries (1983)
  • Handbuch der Pastoraltheologie, 5 Bände / als Mitherausgeber (1964–72)
  • Sacramentum mundi, 4 Bände / als Mitherausgeber (1967–69)
  • Der Glaube der Kirche Neubearbeitung eines Werkes von w:Josef Neuner und Heinrich Roos (1971)

Gesamtausgabe

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Karl Rahner von Albert Raffelt, Hansjürgen Verweyen, C.H.Beck, 1997 ISBN 3-406-41941-0
  2. ↑ http://www.ub.uni-freiburg.de/fileadmin/ub/referate/04/rahner/rahnerbi.htm
  3. ↑ Memorandum zum Zölibat
  4. ↑ Gesamtausgabe von Karl Rahners Werken abgeschlossen, Katholische Nachrichtenagentur, 12. April 2018.
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Karl Rahner aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.