Kriegsschuldlüge

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In der deutschen historischen Forschung ist man überwiegend noch der Meinung, der erste Weltkrieg sei alleinige Schuld der Deutschen. Tatsächlich hat die zwischenzeitliche internationale historische und politikwissenschaftliche Forschung aber aufgedeckt, dass diese Annahme unzutreffend ist. Die Nationen stolperten in den Krieg, da ihre Repräsentanten blind waren für die Folgen ihres Handelns. "So sind ja viele Menschen, die 1914 herabgedämmerte Bewußtseine hatten, hineinverflochten gewesen in die Entstehung des furchtbaren Weltkrieges. Und in ihren gedämpften Bewußtseinen haben den Weltkrieg die Scharen des Ahriman gemacht durch die Menschen." (Lit.: GA 240 S. 193). Die sogenannte Kriegsschuldlüge einer Alleinschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg war denn auch die Basis für das "Diktat von Versailles", nachdem sich Deutschland zu erheblichen, nicht wirtschaftlich tragbaren Reparationen verpflichten musste. Auf die wirtschaftliche Unhaltbarkeit der Reparationsforderungen an Deutschland, machte schon J.M. Keynes aufmerksam. Diese und andere Umstände führten dann in der Konsequenz zum zweiten Weltkrieg innerhalb des 20. Jahrhunderts.

Literatur:

  • Rudolf Steiner: Esoterische Betrachtungen karmischer Zusammenhänge - Sechster Band, GA 240 (1986)
  • Renate Riemeck: Mitteleuropa. Bilanz eines Jahrhunderts, Engel & Co. Vlg., Stuttgart 1997 (vorherige Auflage: Fischer TB Vlg., Frankfurt a.M. 1986)
  • Jacob Ruchti/Helmuth von Moltke: Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Zwei vergessene zentrale Schriften zum Verständnis der Vorgänge bei Kriegsausbruch 1914 und der Haltung Rudolf Steiners, Perseus Vlg., Basel 2001
  • Niall Ferguson: Der falsche Krieg. Der erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert, dtv TB, München 2002
  • Christopher Clark: Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog, DVA, München 2013
  • Herfried Münckler: Der große Krieg. Die Welt 1914 - 1918, Rowohlt Berlin Vlg., Berlin 2013
  • Bruno Bandulet: Als Deutschland Großmacht war. Ein Bericht über das Kaiserreich, seine Feinde und die Entfesselung des Ersten Weltkriegs, Kopp Vlg., Rottenburg 2014
  • Markus Osterrieder: Welt im Umbruch. Ordnungspläne, Nationalitätenfrage und die Haltung Rudolf Steiners während des Ersten Weltkriegs, Vlg. Freies Geistesleben, Stuttgart 2014
  • John Maynard Keynes: Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages, Vlg. Dunker und Humblot, München - Leipzig 1920
  • Andreas Bracher: Kampf um den russischen Kulturkeim. Die tieferen Hintergründe des Ersten Weltkriegs, Perseus Vlg., Basel 2014

(anderer Auffassung einer Alleinschuld Deutschlands am ersten Weltkrieg ist z.B.):

  • Ludger Grevelhörster: Der erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches. Geschichte und Wirkung, Aschendorff Vlg., Münster 2004

(aus der 'revisionistischen' Literatur erwähnenswert hinsichtlich Englands Interesse am Krieg):

  • Nick Kollerstrom: How Britain initiated both world wars, Createspace, Wroclaw o.J. (2016)
  • Werner Georg Haverbeck: Rudolf Steiner - Anwalt für Deutschland. Ursachen und Hintergründe der Weltkriege, Druffel & Vowinckel, Stegen am Ammersee 1989
  • Karl Heise: Entente-Freimauerei und Weltkrieg (Reprint von 1920), Vlg. für ganzheitliche Forschung und Kultur, Wobbenbüll/Husum 1982
  • Gerd Schultze-Rhonhof 1939 - Der Krieg, der viele Väter hatte. Der lange Anlauf zum Zweiten Weltkrieg, Olzog Edition/Lau Verlag, Reinbek 2015

Weblinks