gemeinsam neue Wege der Erkenntnis gehen
Eine freie Initiative von Menschen bei anthrowiki.at anthrowiki.at, anthro.world anthro.world, biodyn.wiki biodyn.wiki und steiner.wiki steiner.wiki
mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ...
Wie Sie die Entwicklung von AnthroWiki durch Ihre Spende unterstützen können, erfahren Sie hier.

Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages.
Please note that some mistranslations can occur due to machine translation.
Alle Banner auf einen Klick
Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage
Anthroposophie, Waldorf, Jugend & Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.


Mah (Gott)

Aus AnthroWiki
Felsskulptur in Taq-e Bostan, Iran, mit dem Großkönig Chosrau II. in der Mitte und der Darstellung des sichelförmigen Mondes in der Krone über dem Haupt des Königs, des Weiteren Anahita links und Ahura Mazda rechts im Bild

Māh (deutsch: „Mond“, entsprechend Māonghah / Māwngha / Māvangh im Avestischen) ist ein zoroastrischer Mondgott. Er wird mit einer Mondsichel, die über seiner Schulter aufsteigt, dargestellt. Man kennt ihn unter anderem von Münzen. Erst in parthischer Zeit verstand man den Mond als Göttin.

In der iranischen Literatur ist dem Mond insbesondere eine Hymne gleichen Namens, Māh Yasht, „Hymne an den Mond“, gewidmet. Doch begegnet uns der Mond bereits in den Gathas, des Weiteren u. a. im Khordeh Avesta im Abschnitt Māh Niyâyeš, einem Lob auf den Mond, und im mittelpersischen Bundahischn. Im Bundahischn erscheint der Mond als der Hüter des Ursamens aller Tiere (Pahlavi Cihr/Tschihr, Avestisch Cithra) und spielt eine wesentliche Rolle im Kampf gegen das Böse, repräsentiert durch Ahriman, den „Geist der Zerstörung“ (Avestisch Angra Mainyu).

Auch im Māh Yasht wird dem Mond als Hüter des Ursamens gehuldigt. Diesbezüglich ist Māh Yasht unter anderem zu entnehmen: „Die Amescha Spenta verbreiten seine Glorie über die Erde, die Ahura-Erschaffene. Und während des Mondes Licht zum Frühling an Wärme gewinnt, wachsen empor aus der Erde goldfarbene Pflanzen ... Wir preisen Antare Māwngha, den Wahrhaftigen, den Herrn der Wahrhaftigkeit; wir preisen Perenō Māwngha, den Wahrhaftigen, den Herrn der Wahrhaftigkeit; wir preisen Višaptaθa, den Wahrhaftigen, den Herrn der Wahrhaftigkeit.“

Hierbei bezeichnet gemäß Bundahischn Antare Māwngha die Zeit der Mondsichel vom ersten bis zum fünften Tage des Monats, Perenō Māwngha die Phase des vollen Mondes vom zehnten bis zum fünfzehnten Tag und Višaptaθa die Phase der abnehmenden Mondsichel zwischen dem zwanzigsten und dem fünfundzwanzigsten Tag. Im iranischen Pantheon gilt jeder der genannten Mondphasen ausdrücklich eine eigene, namentlich entsprechende Gottheit, der im Yasna und im Māh Niyâyeš gehuldigt wird.

Literatur

  • Jalil Doostkhah, Avesta. Morvarid, Teheran, 1996. ISBN 964-6026-17-6.
  • D. N. MacKenzie, A Concise Pahlavi Dictionary. Routledge Curzon, 2005. ISBN 0-19-713559-5.
  • Hashem-e Razi, Encyclopaedia of Ancient Iran. Sokhan, Teheran, 2002. ISBN 964-372-027-6.
  • P. Oktor Skjaervo (Hrsg.), Young Avestan Glossary. Harvard University.
  • Aurel Stein, Zoroastrian Deities on Indo-Scythian Coins. London 1887.
  • E. W. West (Übersetzer), Pahlavi Texts 5 Bände, Routledge Curzon, 1895–1910, 2004. ISBN 07007-1544-4.

Siehe auch

Weblinks

Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Mah (Gott) aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.