gemeinsam neue Wege der Erkenntnis gehen
Eine freie Initiative von Menschen bei anthrowiki.at anthrowiki.at, anthro.world anthro.world, biodyn.wiki biodyn.wiki und steiner.wiki steiner.wiki
mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ...
Wie Sie die Entwicklung von AnthroWiki durch Ihre Spende unterstützen können, erfahren Sie hier.

Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages.
Please note that some mistranslations can occur due to machine translation.
Alle Banner auf einen Klick
Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter
Siebentes apokalyptisches Siegel
Das Neue Jerusalem

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage
Anthroposophie, Waldorf, Jugend & Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.


Mythographie

Aus AnthroWiki
Hesiod und die Muse von Gustave Moreau (1891)

Mythographie ist die wissenschaftlich-philologische Sammlung und Interpretation von Mythen. Die mit dieser Tätigkeit befassten Personen werden als Mythographen bezeichnet.[1]

Überblick

In den Altertumswissenschaften bezeichnet das Wort Mythographen diejenigen Schriftsteller des Altertums, welche wie Lysimachos, Dionysios Skytobrachion, Asklepiades u. a., seit der alexandrinischen Zeit (ihre Blüte lag im 3. und 2. Jh. v. Chr.) die verschiedenen Sagen und Dichtungen der früheren Zeiten in Prosa bearbeiteten und zusammenstellten.

Auch pflegt man in den Sammlungen der dürftigen Reste dieser Literatur diejenigen Schriftsteller unter diesem Namen zu begreifen, denen es nicht sowohl um die Erzählung der Mythen, als um Deutung derselben zu tun ist. Die erhaltenen Hauptschriften der letzteren Gattung sind das Werk des Cornutus Über das Wesen der Götter und die Homerischen Allegorien des Herakleitos, die eine vorwiegend philosophische Tendenz haben und die Hauptrichtung der allegorischen Mythenerklärung repräsentieren, die physische, welche das Wesen der Götter als Träger der alten Sagen auf die Naturkräfte zurückführt.

Die zweite Richtung der Mythenerklärung, die historische oder pragmatische, ist außer durch die betreffenden Bücher des Diodor namentlich durch die mangelhaft erhaltenen Libri de incredibilibus des Palaiphatos und die des Herakleitos vertreten.

Die wichtigsten Reste der Schriften von eigentlichen griechischen Mythographen sind die Bibliotheke des Apollodor, die nur bei Photios I. im Auszug erhaltenen Narrationes des Konon, die Narrationes amatoriae des Parthenios, die Transformationes des Antoninus Liberalis, die dem Eratosthenes beigelegten Katasterismen.

In den Sammlungen der römischen Mythographi finden sich namentlich die Fabulae des Hyginus, die Mythologiae des Fulgentius, die Narrationes fabularum Ovidiarum (aus Ovid, die früher fälschlicherweise Lutatius Placidus zugeschrieben wurden), das erst im Mittelalter von einem Albericus geschriebene Buch De deorum imaginibus u. a.

Liste von Mythographen

Die Apotheose des Homer von Dominique Ingres (1827)
Publius Ovidius Naso (nach einem Gemälde von Anton von Werner)

Ausgaben

Eine frühe Ausgabe der Mythographi Graeci besorgte Anton Westermann (Braunschweig 1843); die Mythographi Latini gaben Thomas Muncker (2 Bde., Amsterdam 1681) und Augustinus van Staveren (2 Bde., Leiden 1712) heraus, wozu dann noch die Ausgabe der drei Mythographi Vaticani, von denen wenigstens der erste noch dem heidnischen Altertum angehört, durch Angelo Mai (Rom 1831) und Georg Heinrich Bode (Celle 1834) gekommen ist. Neuerdings wurden die ersten beiden Mythographi Vaticani von Péter Kulcsár herausgegeben (Turnholti: Brepols, 1987; Corpvs Christianorvm: Series Latina). Weitere Sammlungen sind die Mythographi graeci I-III edd. Wagner-Sakolowski-Martini-Olivieri-Festa, 1894–1902. Auch in der von Felix Jacoby herausgegebenen Sammlung Fragmente der griechischen Historiker ist mythographisches Material enthalten.

Siehe auch

Literatur

  • Alan Cameron: Greek Mythography in the Roman World. Oxford University Press, Oxford u. a. 2004, ISBN 0-19-517121-7 (American Classical Studies 48).

Einzelnachweise

  1. ↑ Dieser Artikel basiert in weiten Teilen auf den Eintrag „Mythographen“ in Brockhaus’ Conversations-Lexikon, 13. Auflage, Leipzig 1885.
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Mythographie aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.