Parzen

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die drei Parzen, Gemälde Sodomas

Die Parzen (lateinisch Parcae) sind in der römischen Mythologie die drei Schicksalsgöttinnen, die den drei Moiren der griechischen Mythologie entsprechen. Sie können gemeinsam oder auch einzeln agieren; gemeinsam haben sie Einfluss auf den Lebensfaden.

Die Parzen heißen Nona (neunte), Decima (zehnte) und Parca (Geburtshelferin), anstelle der Parca wurde in der römischen Literatur auch der Name Morta benutzt. Ihre Namen weisen auf ihre ursprüngliche Bedeutung als Geburtsgöttinnen hin, wobei sich Nona und Decima auf die Monate einer normal verlaufenden Schwangerschaft beziehen. Im Zuge der Interpretatio Romana wurden sie den griechischen Moiren angepasst und damit in Schicksalsgöttinnen umgedeutet. Nona spinnt den Lebensfaden, Decima entscheidet über das Lebensgeschick, Morta durchtrennt den Lebensfaden.

Mythos

In der Mythologie gibt es die fata scribunda, das Schicksal also, dem in Gestalt der Parzen schreibend gedacht wird. Dieses Schreiben kann so weit gehen, dass die Parzen gleichsam zu Sekretärinnen Jupiters werden. Sie hüten auch ein Archiv, in dem Jupiters Wille auf Erztafeln festgehalten wird. Ebenso wie die griechischen Götter waren auch die römischen Götter dem Schicksal, das durch die Parzen personifiziert ist, unterworfen.[1][2]

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. Autor : Lukian von Samosata, Titel: Lucians von Samosata sämtliche Werke: Zweyter Theil, Band 2 Herausgeber: Weidmanns Erben und Reich, Erscheinungsjahr: 1788, Seite 449 (online)
  2. Autor: John Lemprière Titel: A Classical Dictionary: Containing a Copious Account of All the Proper Names Mentioned in Ancient Authors; with the Value of Coins, Weights and Measures, Used Among the Greeks and Romans; and a Chronological Table Verlag: Collin & Company Erscheinungsjahr: 1827 Seite 580 ( englisch )
Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Parzen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.