Positivismusstreit

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Bei dem sogenannten Positivismusstreit innerhalb der deutschen Soziologie standen sich vor allem die Vertreter des Kritischen Rationalismus (Popper, Albert) und die Vertreter einer Kritischen Theorie (Adorno, Habermas) als Kontrahenten in verschiedenen Diskursen gegenüber.

In diesen Diskursen spielte auch der bereits früher datierende Werturteilsstreit innerhalb der Sozialwissenschaften eine tragende Rolle.

Da der Kritische Rationalismus eine Gesamt-Systemplanung nur in Form einer "Stückwerkstechnologie" (Inkrementalismus) vorsieht, blendet er von vorneherein systemverändernde Utopien, wie einen Dritten Weg (etwa bei Ota Sik) oder auch die Soziale Dreigliederung aus, denn diese sind in ihrer holistischen Perspektive auf das Moment einer Totalität der Weltbetrachtung als Ganzheit angewiesen.