Totalität

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Totalität ist ein philosophischer Begriff für die Vollständigkeit, Abgeschlossenheit, Vollkommenheit und das durchgehende Aufeinanderbezogensein inerhalb einer alles übergreifenden Ganzheit, also für die Allheit des Vielen in dem Einen.

"Positive und negative Elektrizität, in ihrer gegenseitigen Beziehung bringen sie ihre Wirkungen, ihre Ausgleiche hervor; positive und negative Elektrizität sind füreinander notwendig. Das Männliche und das Weibliche ist für die Fortpflanzung des Menschengeschlechts notwendig. Aus den Einseitigkeiten entwickelt sich in der Weltenevolution die Totalität." (Lit.: GA 172, S. 87)

Der Begriff der fehlenden Totalität ist einer der Hauptkritikpunkte an der Erkenntnistheorie des Kritischen Rationalismus. Vor allem Habermas, als Vertreter der Kritischen Theorie, führte diese Variante in den sogenannten Positivismusstreit ein.

In diesem Sinne stellt sich uns z.B. die zivilisierte Welt als Totalität betrachtet, als dreigliedriger Sozialer Organismus dar. Der Begriff einer Globalisierung der Welt, macht ohne eine Betrachtung der (irdischen) Welt als Totalität keinen rechten Sinn.