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Psyllen und Marsen

Aus AnthroWiki

Die Psyllen und Marsen erscheinen gegen Ende der klassischen Walpurgisnacht von Goethes Faust II und galten als Schlangenbeschwörer[1] bzw. Schlangendämonen, die die Schlangen beseelen.

Psyllen und Marsen[2]

PSYLLEN UND MARSEN auf Meertieren, Meerkälbern und -widdern.
In Cyperns rauhen Höhlegrüften,
Vom Meergott nicht verschüttet,
Vom Seismos nicht zerrüttet,
Umweht von ewigen Lüften,
Und, wie in den ältesten Tagen,
In still-bewußtem Behagen
Bewahren wir Cypriens Wagen
Und führen beim Säuseln der Nächte
Durch liebliches Wellengeflechte,
Unsichtbar dem neuen Geschlechte,
Die lieblichste Tochter heran.
Wir leise Geschäftigen scheuen
Weder Adler noch geflügelten Leuen,
Weder Kreuz noch Mond,
Wie es oben wohnt und thront,
Sich wechselnd wegt und regt,
Sich vertreibt und totschlägt,
Saaten und Städte niederlegt.
Wir, so fortan,
Bringen die lieblichste Herrin heran.

Rudolf Steiner gibt dazu folgende Erläuterungen:

„Nun, die Psyllen und Marsen, eine Art Schlangendämonen kommen heran, und sie bringen den Muschelwagen mit der Galatee, die wir vorhin charakterisiert haben. Die Psyllen und Marsen sind Schlangendämonen, Dämonen, welche gewissermaßen das Seelische aus dem Menschen herausführen ins Geistige hinein und zu gleicher Zeit Diener sind in derjenigen Welt, die dann der Mensch betritt, wenn er seinen physischen Leib verläßt. Da ist keine Trennung zwischen reinem Tier und reinem Menschen; da geht die Tiergestalt in die menschliche über.“ (Lit.: GA 273, S. 228)

„Nun kommen Psyllen und Marsen. Das sind eigentlich - beide Arten, sowohl Psyllen wie Marsen -, man könnte sagen, diejenigen geistigen Wesenheiten, welche die Schlangen beseelen und mit den Schlangen verwandt sind. Sie tragen her die anderen, das heißt, sie kommen auf Meerstieren und Meerkälbern und -widdern. Wieder sind sie diejenigen, die heranbringen mit der Morgenröte zu gleicher Zeit die Doriden und die schönste der Doriden, die Aphrodite des Meeres: Galatee. Dadurch also wird die ganze Kraft des Meeres herangetragen.

Homunkulus, der vom Delphin in das Meer getragen ist, ausfließt in das Meer, er wird dadurch zum Menschen. Und der Mensch, der aus dem Meere ausfließt, das ist ja die Helena nachher.“ (Lit.: GA 277, S. 549)

Literatur

Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com.
Freie Werkausgaben gibt es auf steiner.wiki, bdn-steiner.ru, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.

Einzelnachweise

  1. Walter Schafarschik. Lektüreschlüssel: Johann Wolfgang Goethe Faust II. Philipp Reclam jun. Stuttgart 2008. ISBN 978-3150154076, S. 48
  2. CC BY-NC-SA / Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum/ / https://goethehaus.museum-digital.de/singleimage?imagenr=3324