Ralph Waldo Emerson

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Ralph Waldo Emerson (1846)

Ralph Waldo Emerson (* . Mai 1803 in Boston, Massachusetts; † 27. April 1882 in Concord, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Philosoph, Schriftsteller und Führer der Transzendentalisten in Neuengland.[1]

In seinen zahlreichen Vorträgen und Schriften betonte Emerson in vielfältiger Form seine Forderung nach einer radikalen Erneuerung und geistigen Selbstbestimmung der amerikanischen Kultur und Literatur und begründete damit eine Traditionslinie, die nicht nur die amerikanische Literatur-, sondern auch die Philosophiegeschichte der Vereinigten Staaten, vor allem in der Rezeption durch William James, maßgeblich beeinflusste.[2]

Rudolf Steiner über Emerson

"Emerson hatte wirklich die Eigentümlichkeit, daß er sich immer so in den Gegenstand vertiefte, den er gerade behandelte, daß man ihm leicht wird manchmal Widersprüche nachweisen können, weil er immer in dem Gegenstand, den er gerade behandelt, ganz darinnen steht und in dem Gegenstand dann ganz aufgeht und nicht Rücksicht nimmt, daß das, was er dann charakterisiert, Widersprüche hat gegen das, was er charakterisiert hatte, als er in einem anderen Gegenstande darinnen steckte. Aber gerade bei Emerson ist immer bemerklich, daß, wenn er sich ganz in einen Menschen oder in einen Gegenstand vertieft, dann leise Unterklänge von Emersons Mondenmenschen, daß der Träumer mitspricht." (Lit.: GA 157, S. 273f)

Werke (Auswahl)

Statue Ralph Waldo Emerson
  • Nature (1836)
    • Erste Ausgabe in deutscher Sprache: Natur (Essays). Herausgegeben und übersetzt von Harald Kiczka, Novalis-Verlag, Schaffhausen, 1981 ISBN 3-7214-0077-1
    • Die Natur: ausgewählte Essays. Hrsg. von Manfred Pütz. Einl., Übers. u. Anm. von Manfred Pütz u. Gottfried Krieger, Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 3-15-023702-5 (Reclams Universalbibliothek, Band 3702).
  • The American Scholar (1837)
    • deutsch in: Drei Ansprachen. Über Bildung, Religion und Henry David Thoreau, Einleitung von Dieter Schulz, Freiburg 2007, ISBN 978-3-938871-01-0
  • War (1838)
    • In deutscher Sprache: Über den Krieg. Deutsch von Sophie v. Harbou, Verlag Friedens-Warte , Berlin 1914
  • Self-Reliance (1848)
  • Conduct Of Life (1860).
    • auf Deutsch unter den Titeln Lebensführung, Lebensgestaltung sowie Schicksal erschienen.
  • May-day and other pieces (1867)
  • Society And Solitude (1870)
  • Journals
    • in deutscher Sprache als: Die Tagebücher . Ausgew. von Bliss Perry. Übertr. von Franz Riederer. Mit Nachw. von Eduard Baumgarten, Kröner Verlag, Stuttgart 1954
  • Representative Men

Die zahlreichen Essays Emersons erschienen in Deutschland in sehr unterschiedlichen Zusammenstellungen unter verschiedensten Titeln.

Literatur

  • Newton Arvin: The House of Pain: Emerson and the Tragic Sense. In: The Hudson Review 12:1, 1959, S. 37–53.
  • Wolfgang Heller: Emerson, Ralph Waldo In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 17, Bautz, Herzberg 2000, ISBN 3-88309-080-8, Sp. 331–333.
  • Thomas Krusche: R. W. Emersons Naturauffassung und ihre philosophischen Ursprünge. Eine Interpretation des Emersonschen Denkens aus dem Blickwinkel des deutschen Idealismus. Narr, Tübingen 1987, ISBN 3-87808-489-7 (Mannheimer Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft, Band 12; überarbeitete Dissertation aus dem Jahr 1985).
  • F. O. Matthiessen: American Renaissance: Art and Expression in the Age of Emerson and Whitman. Oxford University Press, Oxford und New York 1941. Zahlreiche Neuausgaben, zuletzt Barnes & Noble, New York 2009, ISBN 978-1-4351-0850-9.
    • deutsche Ausgabe: Amerikanische Renaissance: Kunst und Ausdruck im Zeitalter Emersons und Whitmans. Deutsch von Friedrich Thein. Metopen-Verlag, Wiesbaden 1948.
  • Edith Mettke: Der Dichter Ralph Waldo Emerson. Mystisches Denken und poetischer Ausdruck. Winter, Heidelberg 1963 (Jahrbuch für Amerikastudien, Heft 11; Dissertation).
  • Ralph L. Rusk: The Life of Ralph Waldo Emerson. Scribner, New York 1957.
  • Rüdiger C. Schlicht: Die pädagogischen Ansätze amerikanischer Transzendentalisten. Erziehungswissenschaftliche Studien zu Amos Bronson Alcott, Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau 1830–1840. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1977, ISBN 3-261-02392-9 (Anglo-American forum, Band 8; Dissertation).
  • Dieter Schulz: Amerikanischer Transzendentalismus. Ralph Waldo Emerson, Henry David Thoreau, Margaret Fuller. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1997, ISBN 3-534-09407-7.
  • Beniamino Soressi: Ralph Waldo Emerson. Vorrede von Alessandro Ferrara, Armando, Rom 2004, ISBN 88-8358-585-2.
  • Manfred Thiel: Emerson oder die große Musik der Idee. Elpis-Verlag, Heidelberg 1982, ISBN 3-921806-08-9.
  • Rudolf Steiner: Menschenschicksale und Völkerschicksale, GA 157 (1981), ISBN 3-7274-1571-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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Siehe auch

Anmerkungen

  1. Brockhaus Enzyklopädie. F. A. Brockhaus, Mannheim 1988, Bd. 6, S. 344
  2. Vgl. Hubert Zapf: Ralph Waldo Emerson: Literarischer Pragmatismus und amerikanische Religion. In: Hubert Zapf (Hrsg.): Amerikanische Literaturgeschichte. J. B. Metzler, Stuttgart 1996, ISBN 3-476-01203-4, S. 102–105, hier S. 102f.
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