Rebis

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Rebis aus Heinrich Nollius: Theoria Philosophiae Hermeticae (1617)

Rebis (von lat. res bina „zwei Dinge“) bezeichnet in der Alchemie ganz allgemein die Vereinigung zweier Prinzipien zu einem höheren Dasein, so z.B. Sulphur und Mercurius, insbesondere aber die Vereinigung des männlichen und weiblichen Prinzips zum Hermaphroditen bei der Bereitung des Steins der Weisen.

"Die aus der Rohmaterie bereitete Materia prima, von manchen auch mit Materia secunda aus der Materia prima bezeichnet, wurde Merkur der Weisen genannt, der in sich den Schwefel enthält als zweifache Sache, Rebis, das ist res bina.

«Genauer bezeichnet ist die in der Rohmaterie enthaltene Erde der Schwefel, Sulfur, und das Wasser ist das Quecksilber, Merkur. Das eine ist warm-trocken, das andere kalt-feucht, Sonne-Mond, zwei Drachen, der eine mit, der andere ohne Flügel. Es ist der Drachen, der die goldenen Äpfel im Garten der hesperidischen Jungfrauen bewacht, es sind beides die zwei Schlangen, die von Juno dem jungen Herkules in die Wiege gelegt wurden Er erwürgte sie, wie sie der Adept im Anfang des Werkes überwinden muß, das heißt, zerstören, damit Rebis entstehen kann», wie es Flamel im dritten Kapitel der Auslegung der hieroglyphischen Figuren erklärte." (Lit.: Retschlag 1934)

Literatur

Max Retschlag: Die Alchimie und ihr großes Meisterwerk der Stein der Weisen, Richard Hummel Verlag, Leipzig 1934