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Riechkolben

Aus AnthroWiki
Geruchsnerv, Bulbus olfactorius, Tractus olfactorius (gelb)

Der Riechkolben oder Bulbus olfactorius (lat. bulbus: die Zwiebel, lat. olfactorius: riechend) ist eine Anschwellung an der vorderen Basis des Gehirns und ein Teil des Rhinencephalons bzw. der Riechbahn. Am Riechkolben enden die Riechnerven (Nervi olfactorii), die von der Riechschleimhaut in der Nase durch die Lamina cribrosa des Siebbeins in die Schädelhöhle ziehen. Die Riechkolben beider Seiten sind über die vordere Kommissur (Commisura rostralis) verbunden.

Nach komplizierter Umschaltung in den Glomeruli olfactorii und einer ersten Verarbeitung der Riechinformationen im Riechkolben gelangen die Sinnesmeldungen im Tractus olfactorius zu den höheren Verarbeitungszentren im Telencephalon.

Spezialisierte Zellen des Riechkolbens sind Mitralzellen, Pinselzellen und Körnerzellen.[1]

Riechstörungen durch eine Schädigung des Bulbus olfactorius gehören zu den sogenannten zentralen Dysosmien.[2]

Einzelnachweise

Siehe auch

Weblinks

Commons: Riechkolben – Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Riechkolben aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.