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Selbsterhaltungstrieb

Aus AnthroWiki

Unter Selbsterhaltung versteht man ein biologisches Prinzip, das es Lebewesen aufgrund angeborener Verhaltensweisen, erlernter Reaktionsmechanismen und bewusster Entscheidungen ermöglicht, sich als Einzelwesen, Gruppe und Art am Leben zu erhalten. Die Selbsterhaltung ist in der Regel die mittelbare Folge von Verhaltensweisen, die primär um ihrer selbst willen vollzogen werden. Unter die Arterhaltung fällt das Stillen der körperlichen Grundbedürfnisse sowie die Fortpflanzung.

Nur der Mensch kann die Aufnahme von Nahrung oder die Ausübung der Sexualität als Tätigkeiten zur Arterhaltung empfinden und vollziehen.

Selbsterhaltungstrieb

Die Bezeichnung „Selbsterhaltungstrieb“ ist eine Metapher für die beobachtbare Tatsache, dass jedes Lebewesen zu überleben versucht, sprich: seine Lebensbedingungen zu optimieren versucht, sich gegen Angriffe anderer wehrt oder etwa flieht.

Beim Egoisten ist der „Selbsterhaltungstrieb“ übersteigert; er sieht ausschließlich das eigene Ich und den eigenen Vorteil.[1] Der Altruist hingegen stellt den „Selbsterhaltungstrieb“ hinter die Wünsche und Bedürfnisse der anderen Menschen zurück.

Sigmund Freud stellte in seiner Theorie der Psychoanalyse dem „Lebenstrieb“ den „Todestrieb“ gegenüber. Diese Konzeption blieb im psychoanalytischen Diskurs umstritten.[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑  Wolfgang Bibel: Lehren vom Leben: Essays über Mensch und Gesellschaft. ISBN 9783322812926, S. 131 (https://books.google.at/books?id=ajclBgAAQBAJ&pg=PA13).
  2. ↑  Hans-Martin Lohmann: Sigmund Freud. Rowohlt Verlag GmbH, 17. Februar 2017, ISBN 9783644575721 (https://books.google.at/books?id=GLgdDAAAQBAJ&).
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Selbsterhaltungstrieb aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.