gemeinsam neue Wege der Erkenntnis gehen
Eine freie Initiative von Menschen bei anthrowiki.at anthrowiki.at, anthro.world anthro.world, biodyn.wiki biodyn.wiki und steiner.wiki steiner.wiki
mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ...
Wie Sie die Entwicklung von AnthroWiki durch Ihre Spende unterstützen können, erfahren Sie hier.

Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages.
Please note that some mistranslations can occur due to machine translation.
Alle Banner auf einen Klick
Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

Aktuelle Neuerscheinungen und alle lieferbaren Bücher anthroposophischer Verlage
Anthroposophie, Waldorf, Jugend & Kinderbücher, Gesundheit, Lebensphasen, Wissenschaften mit mehr als 7.500 Titeln aus über 80 Verlagen.


Knospung

Aus AnthroWiki
(Weitergeleitet von Sprossung)
Lebenszyklus der Knospungshefe

Als Sprossung oder Knospung (auch Gemmation genannt) wird in der Biologie eine Form der ungeschlechtlichen, vegetativen Vermehrung verstanden, bei der Tochterindividuen als Auswüchse aus dem Mutterorganismus hervorgehen.

Grundprinzip

Bei der Sprossung entsteht an der Oberfläche der Mutterzelle oder des Mutterorganismus eine kleine Ausstülpung (Knospe). In diese wandert genetisches Material (z. B. ein Zellkern) ein, und schließlich trennt sich die Knospe ab oder verbleibt als Teil einer Kolonie.​

Die Knospung bzw. Sprossung unterscheidet sich von anderen Formen der asexuellen (ungeschlechtlichen) Vermehrung durch die ungleiche Teilung des Mutterorganismus und den bleibenden Zusammenhang zwischen Mutter- und Tochterindividuum während der Entwicklung.[1][2]​

Vorkommen

Dieser Fortpflanzungsmechanismus kommt in verschiedenen biologischen Bereichen vor:

  • Bakterien: Ungleiche Zellteilung, bei der eine kleinere Tochterzelle abgeschnürt wird (z. B. bei Hyphomicrobium).​
  • Einzellige Pilze (Hefen): Bildung einer kleinen Knospe, in die der Tochterkern einwandert; daraus entstehen neue Hefezellen oder Zellverbände (Pseudomyzel).​
  • Pflanzen: Bildung kleiner Auswüchse, die sich zu eigenständigen Pflanzen entwickeln können. Ein prominentes Beispiel dafür ist die berühmte Goethe-Pflanze (Kalanchoe pinnata, auch Bryophyllum pinnatum), die sich über Brutknospen oder Kindel vermehrt. Entlang der Einkerbungen ihrer Blattränder entwickeln sich zunächst kleine Knospen (Brutknospen), aus denen dann fertige Jungpflanzen mit eigenen Blättchen und Wurzeln entstehen. Die Kindel lösen sich nach einiger Zeit von der Mutterpflanze, fallen zu Boden und wurzeln selbstständig, sobald sie auf die Erde fallen.​
  • Tiere: Abschnürung von Zellkomplexen, wodurch Tochterindividuen entstehen (z. B. bei Schwämmen, Nesseltieren oder Moostierchen); bleibt die Knospe haften, bilden sich Kolonien.​
  • Viren: Beim Austritt behüllter Viren aus der Wirtszelle wird ein Teil der Zellmembran als Virushülle übernommen – auch dieser Vorgang wird als Sprossung (engl. budding) bezeichnet.​

Biologische Bedeutung

Die Sprossung ermöglicht eine rasche und energieeffiziente Vermehrung, da kein Austausch genetischen Materials notwendig ist. Sie spielt besonders bei einfachen oder sessilen Organismen (wie Schwämmen oder Hefen) und bei einigen Virenarten eine zentrale Rolle für ihre Fortpflanzung und Verbreitung.​

Die Knospung steht zwischen der Zellteilung und der koloniebildenden Vermehrung: Sie erlaubt eine rasche Klonbildung, ohne dass die Mutterzelle zerstört wird, und ermöglicht bei manchen Arten (z. B. Polypen oder Bryozoen) das Entstehen vielzelliger Kolonien.​

Siehe auch

Einzelnachweise