Systembiologie

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Systembiologische Vorgehensweise.

Die Systembiologie (Synonym: Systeomik, eng. systems biology, integrative biology oder predictive biology)[1] ist ein Zweig der Biowissenschaften, der versucht, biologische Organismen in ihrer Gesamtheit zu verstehen.

Das Ziel ist, ein integriertes Bild aller regulatorischen Prozesse über alle Ebenen, vom Genom über das Proteom, zu den Organellen bis hin zum Verhalten und zur Biomechanik des Gesamtorganismus zu bekommen. Wesentliche Methoden zu diesem Zweck stammen aus der Systemtheorie und ihren Teilgebieten. Da aber die mathematisch-analytische Seite der Systembiologie nicht perfekt ist, kommen als Forschungsmethoden häufig Computersimulationen und Heuristiken zum Einsatz.

Die Systembiologie führt die Zeit als wichtigen Faktor wieder in die Molekularbiologie ein. Diese vermied bisher eher Überlegungen über den exakten zeitlichen Ablauf von Reaktionen - ganz im Gegensatz zur Biochemie. Die Systembiologie kehrt zur biochemischen Sichtweise der Welt zurück, macht sich Gedanken über Prozesse und wie diese sich im Laufe der Zeit verändern, jedoch mit einer radikalen Erweiterung der Skala. In der Systembiologie werden tausende Reaktanten beobachtet, wodurch Systembiologie in einer deutlich dynamischeren Sichtweise der Biologie resultiert als die der klassischen Molekularbiologie oder Genetik.

Siehe auch

Weblinks

Commons-logo.png Commons: Systembiologie - Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Einzelnachweise

  1. Stefan Schuster, Roland Eils, Klaus Prank: 5th International Conference on Systems Biology (ICSB 2004), Heidelberg, October 9–13, 2004. In: Biosystems. Volume 83, Nr. 2–3, February-March 2006, S. 71–74.


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