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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter
Siebentes apokalyptisches Siegel
Das Neue Jerusalem

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
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Vitriolöl

Aus AnthroWiki
Johann Rudolph Glauber (1604-1670)
Alchemistisches Symbol für Vitriolöl

Vitriolöl (von lat. vitrum = Glas), heute als Schwefelsäure (H2SO4) bezeichnet, wurde von den Alchemisten schon im 13. Jahrhundert durch Destillation von Eisenvitriol (Eisen(II)sulfat) gewonnen. Der dabei zurückbleibende rotbraune unlösliche Rückstand von Eisen(III)oxid wurde Caput mortuum genannt:

  1. FeSO4•7H2O → FeSO4 + 7 H2O
  2. 2 FeSO4 → Fe2O3 + SO2 + SO3
  3. SO3 + H2O → H2SO4

Johann Rudolph Glauber (1604-1670) errichtete um 1650 in Nordhausen im Harz die erste Vitriolöl-Manufaktur, die für die nächsten 200 Jahre weltweit marktführend war. Wie damals ist Schwefelsäure auch heute noch von überragender Bedeutung für die chemische Industrie und eine der am häufigsten hergestellten Substanzen überhaupt, allerdings nicht mehr nach dem alten Vitriolverfahren, sondern fast ausschließlich nach dem modernen katalytischen Kontakt- bzw. Doppelkontaktverfahren. 1997 wurden weltweit mehr als 130 Millionen Tonnen hergestellt.

Mit Hilfe seines Nordhäuser Vitriolöls konnte Glauber auch leicht Salzsäure und Salpetersäure aus deren Salzen gewinnen:

Salzsäure: 2 NaCl + H2SO4 → Na2SO4 + 2 HCl
Salpetersäure: 2 NaNO3 + H2SO4 → Na2SO4 + 2 HNO3

In beiden Fällen bildet sich das von Glauber entdeckte, ausführlich beschriebene und später nach ihm benannte Glaubersalz (Natriumsulfat, Na2SO4•10H2O) als Nebenprodukt. Er selbst nannte allerdings dieses Salz, das vornehmlich als Abführmittel eingesetzt wird, Sal mirabilis oder kurz Mirabili.

Nordhausen im 17. Jahrhundert
Nordhausen im 17. Jahrhundert

Siehe auch