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Laniakea

Aus AnthroWiki
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Karte von Supergalaxienhaufen und Voids innerhalb einer Entfernung von einer Milliarde Lichtjahren von der Milchstraße, Laniakea in Gelb

Bei Laniakea handelt es sich um den lokalen Groß-Supergalaxienhaufen. Er umfasst etwa 100.000 Galaxien, darunter die Milchstraße.[1] Seine Ausdehnung beträgt 520 Millionen Lichtjahre bzw. 160 Megaparsec.[2]

Definition

Er wurde erstmals von einem Forscherteam um R. Brent Tully von der Universität von Hawaii in einer im September 2014 publizierten Arbeit beschrieben.[3] Das Team um Tully fand einen neuen Ansatz der Definition von Supergalaxienhaufen durch eine Untersuchung der Pekuliargeschwindigkeiten von Galaxien. Aus den Galaxienbewegungen lässt sich ableiten, in welche Richtung jeweils die Gravitationskraft dominiert. Dabei wurde eine Grenze entdeckt, an der sich die Hauptbewegungsrichtung der Galaxien trennt und damit auch die Zugehörigkeit zu den Superstrukturen des Universums. Die neu gefundene Struktur rückt den Virgo-Superhaufen, der bisher als der Lokale Superhaufen galt, in den Rang eines bloßen Ausläufers von Laniakea.

Bestandteile

Teil von Laniakea sind:

Umgebung

Die Laniakea benachbarten Supergalaxienhaufen sind der Shapley-Superhaufen, der Herkules-Superhaufen, der Coma-Superhaufen und der Perseus-Pisces-Superhaufen. Die genaue Ausdehnung und die Grenzen dieser Supergalaxienhaufen sind gegenwärtig nur annähernd bekannt.[4]

Laniakea scheint sich in Richtung des Shapley-Superhaufens zu erstrecken, sodass die Vermutung naheliegt, dass sowohl Shapley als auch Laniakea gemeinsam Teil einer noch größeren Struktur sind.[5]

Bezeichnung

Der u.a. von Tully gewählte Name „Laniakea“ stammt aus dem Hawaiischen und bedeutet ‚unermesslicher Himmel‘,[1] bestehend aus Lani für ‚Himmel‘ und akea für ‚unermesslich‘/‚riesig‘.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 Lage der Milchstraße im Universum korrigiert: Unser wunderbarer Sternenhaufen. In: Spiegel Online. 3. September 2014, abgerufen am 29. April 2016.
  2. ↑ Kosmologie: Gestatten: Der Superhaufen Laniakea. In: spektrum.de. 3. September 2014, abgerufen am 29. April 2016.
  3. ↑  R. Brent Tully, Hélène Courtois, Yehuda Hoffman, Daniel Pomarède: The Laniakea supercluster of galaxies. In: Nature. 513, Nr. 7516, 4. September 2014, ISSN 0028-0836, S. 71–73, doi:10.1038/nature13674 (nature.com).
  4. ↑ Irene Klotz: New map shows Milky Way lives in Laniakea galaxy complex. Reuters, 3. September 2014, abgerufen am 24. Oktober 2016 (english).
  5. ↑ Laniakea: Our Home Supercluster. In: skyandtelescope.com. Sky & Telescope, 3. September 2014, abgerufen am 29. April 2016 (en-US).
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Laniakea aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.