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Androstenon
Androstenon ist ein Steroid (Androgen) und ein Metabolit des Sexualhormons Testosteron, das bei verschiedenen Säugetieren[1] als Pheromon dient und über das Vomeronasalorgan wahrgenommen wird. Die Funktion von Androstenon als Pheromon wird auch beim Menschen diskutiert, ist jedoch bislang nicht eindeutig geklärt.[2]
Androstenon wird in den Leydig-Zellen im Hoden gebildet und wandert bei Geschlechtsreife durch das Fettgewebe zu den Speicheldrüsen, wo der Stoff via Speichel in die Luft freigesetzt wird.
Androstenon bei der Sau
Androstenon ist – gemeinsam mit Skatol – verantwortlich für den Ebergeruch des Ebers.[3][4] Bei der rauschigen Sau induziert er die Duldungsstarre.
Ebergeruch bei Fleischwaren tritt nur bei ungefähr jedem zehnten Tier auf und ausschließlich bei gekochten Fleischprodukten, nicht aber bei rohen Fleisch- und Wurstwaren. Die Ebermast, mit an die Schlachtung anschließender Androstenon-Probe, stellt deshalb eine Alternative zur Ferkelkastration dar. (vgl. auch Schweineproduktion).[5]
Eine Alternative zur Ferkelkastration und Ebermast ist die Immunokastration, welche in Europa bisher nur in begrenztenm Umfang in Belgien angewandt wird (Stand 2016).
Siehe auch
- Androstenon - Artikel in der deutschen Wikipedia
Einzelnachweise
- ↑ R. Claus, W. Alsing: J. Endocr. 68 (1976) 483.
- ↑ J. Havlicek, et al.: Current issues in the study of androstenes in human chemosignaling In: Vitamines and Hormones: Pheromones 83 (2010), S. 47–81.
- ↑ V. Prelog, L. Ruzicka: Helvetica Chimica Acta 27 (1944) 61.
- ↑ V. Prelog, L. Ruzicka: Helvetica Chimica Acta 27 (1944) 66.
- ↑ Manneskraft muss dem Fleisch nicht schaden. In: Neue Zürcher Zeitung, 3. März 2010.
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