Aramäische Sprachen

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Die aramäischen Sprachen zählen zu den semitischen Sprachen, die ihrerseits einen Zweig der afroasiatischen Sprachen bilden. In der ersten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Chr. trennte sich das Aramäische von den kanaanäische Sprachen, zu denen u. a. das Hebräische und Phönizische gehören. Das biblische Aramäisch wird im Tanach bzw. dem Alten Testament gelegentlich statt des Hebräischen verwendet. Davon zu unterscheiden ist das Targum (hebr. תרגום, ‚Erklärung‘; Plural Targumim, deutsch auch Targume; abgekürzt Tg) als antike Übersetzung einzelner hebräischer oder altgriechischer Textstellen der Bibel ins Aramäische.

Das jüdisch-palästinische Aramäisch (auch galiläisches Aramäisch, hebr. ארמית גלילית) wurde zur bevorzugten Sprache der Rabbiner, als sich 135 n. Chr. nach der Niederschlagung des Bar-Kochba-Aufstandes das Zentrum der jüdischen Gelehrsamkeit nach Galiläa verlagerte.

Siehe auch