Aranyakas

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Hinduistische Schriften

Die Aranyakas (Sanskrit, n., आरण्यक, āraṇyaka, "Waldtext", von Wald, Wildnis) sind Texte des frühen Hinduismus, die eng mit den Brahmanas und den Upanishaden verbunden sind.

Aranyaka bedeutet ursprünglich Wald, Wildnis und wurde als Textbezeichnung verwendet, da diese Lehren nicht im Dorf vermittelt wurden, sondern in der Waldeinsamkeit bei einem Lehrer. Traditionell stehen die Aranyakas in Verbindung mit dem dritten Lebensstadium des Vanaprastha (in der Waldeinsamkeit Lebender). Nach der Erfüllung der familiären und gesellschaftlichen Pflichten als Grihastha (Haushälter; häufiger: Hausvater) sieht der Hinduismus zwei weitere Stadien (ashrama) vor, die der religiösen Bildung und spirituellen Weiterentwicklung dienen. Der Vanaprastha lebt im Wald, um seinen religiösen Studien fortzusetzen, der Samnyasin legt alle Bindungen an Familie und Gesellschaft ab.

Die Inhalte der Aranyakas weisen schon auf die Philosophie der Upanishaden hin. In den meisten Fällen sind die Aranyakas ein Teil (bzw. Kapitel) der Brahmanas (Ritualtexte), jedoch gehen sie weit über Ritualistik und Opfertechnik hinaus.


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