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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter
Siebentes apokalyptisches Siegel
Das Neue Jerusalem

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
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Arbeitszeitverkürzung

Aus AnthroWiki

Nicht erst seit den viel diskutierten Globalisierungsthesen von Martin/Schumann („Die Globalisierungsfalle“) wurde uns deutlich, dass es nicht an den Arbeitslosen liegt, dass der Pro-Kopf-Anteil an produktiv sinnvoll verwendeter Arbeitszeit durch Automatisierung, Rationalisierung usw. kontinuierlich sinkt. Interessanterweise findet sich bereits in Rudolf Steiners Ausführungen von 1922 (Nationalökonomischer Kurs/Nationalökonomisches Seminar) zur sich damals erst im Keim entwickelnden weltwirtschaftlichen Globalisierung die Bemerkung, dass bei wirklich konsequent durchgeführter Rationalisierung ca. vier Arbeitsstunden pro verfügbarer Arbeitskraft ausreichen würden, um den gesellschaftlichen Bedarf zu decken.

"Denn es wäre kaum notwendig, daß ein Mensch, der heute acht, neun Stunden arbeitet, länger als drei, vier Stunden arbeitet. Die Menschen würden ja, wenn vernünftig volkswirtschaftlich gedacht würde, ungeheuer viel weniger sich zu betätigen brauchen in der Art, wie sie sich jetzt betätigen." (Lit.: GA 341, S. 037)

Statt dessen haben wir heute [2005] Mehrarbeit in Form von (teils unbezahlten) Überstunden auf der einen und Nichtarbeit auf der anderen Seite. Welch ein Hohn, dass angesichts dieser Tatsache die noch in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts konsequent vertretene gewerkschaftliche Forderung nach gesamtgesellschaftlicher Arbeitszeitumverteilung, sprich Arbeitszeitverkürzung, als alter Hut gilt.

Gewerkschaften als Besitzstandswahrer

Vielleicht liegt die Krux darin, dass heute [2005] bei ca. 4,4 Millionen Arbeitslosen alleine schon der Arbeitsplatz“besitz“ als Wohlstandsfaktor angesehen werden kann - fast schon egal zu welchen sozialen Bedingungen. Dabei wäre es ein Leichtes, die gesamtgesellschaftlich förderlichen Wirkungen der Arbeits(zeit)umverteilung für die Binnennachfrage (keynesianisch gesehen messbar an der höheren Konsumquote bei geringerer Einkommenshöhe) politisch wiederum deutlich zu machen - nur müsste dann auch die Gewerkschaftsseite bemüht sein, geringe Lohneinbußen für die jetzigen Arbeitsplatz“besitzer“ in neuerlichen Verhandlungen um die Senkung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit pro Beschäftigte, als unabdingbares Solidaritätsopfer unter den Gewerkschaften zu vermitteln. Statt dessen ist heute die Gewerkschaftsseite bemüht, höchstmögliche monetäre Bedingungen für die Arbeitsplatz“besitzer“ zu erhalten, bei gleichzeitiger Vertröstung der Arbeitslosen auf angeblich wieder kommende bessere Zeiten.

Der Druck wächst

Doch die Hoffnung auf den nächsten Aufschwung trügt: Der Sockel der Langzeitarbeitslosen hat sich im Gegenteil immer mehr verfestigt und lässt sich m.E. auch durch Deregulieruung und verschärfte Zumutbarkeitsregeln für Arbeitslose nicht wesentlich abbauen. Im Gegenteil: Der Druck auf Arbeitslose und Arbeitsplatzbesitzer steigt. Nicht umsonst wird von Rudolf Steiner der Ausspruch kolportiert, der Kapitalismus werde einmal erheblich verheerendere Züge annehmen, als sie der Sozialismus je hatte.

Neuere gewerkschaftliche Aktivitäten

Neuerdings setzen sich viele Gewerkschaften, so die GdL (Gewerkschaft der Lokomotivführer) und weitere für Fortschritte hin zu einer 4-Tages-Woche ein.

Literatur

Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com.
Freie Werkausgaben gibt es auf steiner.wiki, bdn-steiner.ru, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.

Weblinks