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BSW
Das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (Kurzbezeichnung BSW) ist eine im Januar 2024 gegründete politische Partei in Deutschland. Namensgeberin und Mitgründerin ist die Bundestagsabgeordnete und Publizistin Sahra Wagenknecht. Die meisten Gründungsmitglieder gehörten zuvor der Partei Die Linke an. Die Partei war durch Übertritte von zehn Abgeordneten der Linken im 20. Deutschen Bundestag vertreten. Darüber hinaus zog sie bei der Europawahl 2024 mit sechs Abgeordneten ins Europäische Parlament ein und wurde im Herbst des Jahres mit zweistelligen Ergebnissen in die Landtage von Sachsen, Thüringen und Brandenburg gewählt, wo sie seitdem jeweils die drittstärkste Kraft stellt. In Brandenburg und Thüringen ist die Partei seit Dezember 2024 zudem jeweils an der Landesregierung beteiligt. Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte sie knapp an der Fünf-Prozent-Hürde und verpasste den Einzug ins Parlament.
Beobachter ordnen die Partei in sozioökonomischen Aspekten als links und in soziokulturellen meist als konservativ oder rechts ein. Vor allem wegen der parteienrechtlich umstrittenen rigiden Praxis bei der Aufnahme von Parteimitgliedern wurde das BSW auch als Kaderpartei bezeichnet. In den Wahlprogrammen finden sich sowohl gesellschaftspolitische Forderungen n ach sozialem Ausgleich, etwa mit Mietendeckel, Bürgerversicherung und Mindestlohn, als auch restriktive Ansätze in der Migrationspolitik, Forderungen nach Senkung der Energiepreise und einem Ende von Privatisierungen sowie einer gerechteren Steuerpolitik.
Profil
Ein Parteiprogramm liegt noch nicht vor[1] und sollte ursprünglich zur turnusgemäßen Bundestagswahl im September 2025 ausgearbeitet werden.[2] Für die Europawahl 2024 wurde ein Wahlprogramm vorgelegt,[3] und in verschiedenen Medien wurden politische Positionen formuliert.[4] Zur vorgezogenen Neuwahl des Bundestages 2025 beschloss das BSW ein Wahlprogramm.[5][Anm. 1]
Außenpolitik
In der Außenpolitik setzt sich das BSW nach eigenen Angaben für Diplomatie, Entspannung und internationale Zusammenarbeit ein. Militärische Konfliktlösungen werden abgelehnt, atomare Abrüstung und eine geringere militärische Präsenz werden befürwortet.[6] Eine eigenständige Außenpolitik Europas sei wichtig, um nicht in einer Blockkonfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und dem sich formierenden Machtblock um China und Russland zerrieben zu werden.[7] Den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine verurteilt das BSW, fordert aber einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen.[8]
Rüstungslieferungen an die Ukraine sollen eingestellt,[9] es sollen keine Waffen[10] und auch keine Taurus-Marschflugkörper[11] geliefert werden, da die Bundesrepublik damit aus Sicht des BSW in den Krieg hineingezogen werde.[10] Diplomatische Bemühungen Chinas und der Länder des Südens sollen unterstützt werden. Es solle von Deutschland eine Initiative für einen Waffenstillstand und einen realistischen Friedensplan ausgehen.[11] Als Ziel dieser Politik benennt das BSW eine europäische Friedensordnung, „die längerfristig auch Russland einschließen sollte“.[12]
Auslandseinsätze der Bundeswehr müssten beendet werden; die Streitkräfte sollen nur noch für die direkte Landesverteidigung zuständig sein.[13] Die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland lehnt das BSW ab, weil es darin eine „Erhöhung der Kriegsgefahr für Deutschland“ sieht.[14]
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- ↑ Thomas Petersen: Im Osten liebäugeln 40 Prozent mit Sahra Wagenknecht In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22. Februar 2024, abgerufen am 6. Juni 2024.
- ↑ Dorthe Ferber: BSW: Wenig Programm und viel Perspektive. In: Zweites Deutsches Fernsehen, 8. Januar 2024, abgerufen am 6. Juni 2024.
- ↑ Wahlprogramm BSW. Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, abgerufen am 21. Februar 2024.
Programm für die Europawahl 2024 (PDF, 236 kB). In: bsw-vg.de, abgerufen am 21. Februar 2024. - ↑ Christine Dankbar: Erste Ideen, aber kein Programm – Das Bündnis Sahra Wagenknecht. In: Frankfurter Rundschau, 26. Januar 2024, abgerufen am 20. Februar 2024.
- ↑ "Das ist nicht rechts". in: tagesschau.de, 12. Januar 2025, abgerufen am 12. Januar 2025.
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<ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namensdie-zeit-eu-wahlprogrammwurde kein Text angegeben. - ↑ Referenzfehler: Es ist ein ungültiger
<ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namensfr-programmwurde kein Text angegeben. - ↑ dpa Sachsen: Frieden und kontrollierte Migration zentrale Themen für BSW. In: Die Zeit, 15. Juli 2025, abgerufen am 3. Januar 2025.
- ↑ Acht Seiten Kurzwahlprogramm vom BSW. In: tagesschau.de, 22. Dezember 2024, abgerufen am 29. Dezember 2024.
- ↑ 10,0 10,1 Mit welchen Inhalten geht das BSW in den Wahlkampf?. In: Deutschlandfunk, 17. Dezember 2025, abgerufen am 22. Dezember 2024.
- ↑ 11,0 11,1 Rita Lauter: BSW fordert in Wahlprogramm Mindestrente und Corona-Amnestie. In: Die Zeit, 22. Dezember 2024, abgerufen am 29. Dezember 2024.
- ↑ Wie die Parteien die Sicherheit der EU wahren wollen. In: tagesschau.de, 7. Mai 2025, abgerufen am 3. Januar 2025.
- ↑ Bündnis Sahra Wagenknecht: Hier links, da rechts. Deutschlandfunk, abgerufen am 18. Februar 2024.
- ↑ US-Raketen auf deutschem Boden: Was sagen Gegner und Befürworter?. In: Deutschlandfunk, 10. September 2024, abgerufen am 29. Dezember 2024.
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