Daodejing

Aus AnthroWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dàodéjīng (道德經) in der antiken kleinen Siegelschrift

Das Daodejing (chin. 道德經 / 道德经, Audio-Datei / Hörbeispiel Dàodéjīng?/i, ältere Umschrift: Tao Te King) ist eine Sammlung von Aphorismen, die der chinesischen Legende nach von einem Weisen namens Lǎozǐ stammt, der nach Niederschrift des Dàodéjīng in westlicher Richtung verschwunden sei. Die Entstehungsgeschichte ist ungewiss und Gegenstand sinologischer Forschung. Den Titel Dàodéjīng bekam das Werk erst durch den Han-Kaiser Jing (157–141 v. Chr.). Auch die heutige Einteilung in 81 Abschnitte erhielt der Text erst im 3. Jahrhundert.

Ungeachtet weiterer Übersetzungen bedeutet Dào Weg, Fluss, Prinzip und Sinn, und Kraft, Leben und Charisma, Tugend, Güte. Jīng bezeichnet einen Leitfaden oder eine klassische Textsammlung. Die beiden namengebenden Bezeichnungen stehen für etwas Unaussprechliches, auf dessen eigentliche Bedeutung das Buch hindeuten möchte. Aus diesem Grund werden sie auch oft unübersetzt belassen. In der chinesischen Schrift gibt es durch eine Schriftreform zwei mögliche Schreibweisen für das Wort. Auch für die Umschrift in das lateinische Alphabet gibt es verschiedene Varianten, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Mehr und mehr wird heute die Pinyin-Umschrift verwendet.

Zeichen Pinyin Wade-Giles
dào tao
te
jīng ching

auch möglich: ~Ging

Richard Wilhelm: Tao-Te-King

Das Werk gilt als die Gründungsschrift des Daoismus. Obwohl dieser verschiedene Strömungen umfasst, die sich von den Lehren des Dàodéjīng erheblich unterscheiden können, wird es von den Anhängern aller daoistischen Schulen als kanonischer, heiliger Text angesehen. Das Dàodéjīng beinhaltet nicht weniger als eine Kosmologie, zugleich eine Art Leitfaden zur individuellen Persönlichkeitsentwicklung und auch einen politischen Leitfaden zur Haltung des Herrschers und der Entwicklung des Staates.

Siehe auch

Weblinks

Dieser Artikel basiert (teilweise) auf dem Artikel Daodejing aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation und der Creative Commons Attribution/Share Alike. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.