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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter

Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

Neuer Link: https://sichere-videokonferenz.de/Ahuameo6JnF5h (läuft ohne Zeitlimit auf einem deutschen Server mit der gewohnten Jitsi-Software). Wenn du "neu" bist, bitte kontaktiere Wolfgang oder François im Voraus über die dir bekannten Kontaktmöglichkeiten oder übers Kontaktformular. Um Störungen zu vermeiden: Bitte schalte das Mikrofon vor Eintreten stumm. Unser Miteinander ist persönlich- bitte mit Kamera und Vornamen einloggen.

Alternativ kannst du hier live im youtube schauen:
https://www.youtube.com/@AnthroWorld_Anthroposophie
Mehr Infos dazu auf auf anthro.world anthro.world
Der neue Glomer Katalog 2025/26 ist da!

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Encheiresis

Aus AnthroWiki

Wer will was Lebendigs erkennen und beschreiben,
Sucht erst den Geist herauszutreiben,
Dann hat er die Teile in seiner Hand,
Fehlt, leider! nur das geistige Band.
Encheiresin naturae nennts die Chemie,
Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie.

Goethe: Faust I, Studierzimmer

Encheiresis (griech. ἐγχείρησις „Handgriff, Handhabung, Behandlung, Verfahren“) ist ein aus der antiken griechischen Medizin überlieferter Begriff, mit dem ganz allgemein die Verfahren zur Behandlung von Krankheiten bezeichnet wurden.

Andreas Libavius (1555-1616) führte den Begriff 1595 in seiner „Alchemia“, der ersten systematischen Darstellung der Chemie, für die in der Chemie bzw. Alchemie gebräuchlichen Verfahren ein. Libavius beschrieb darin u.a. auch die Transmutation.

Jacob Reinbold Spielmann (1722-1783), bei dem Johann Wolfgang Goethe im Wintersemester 1770/71 Vorlesungen hörte, bezeichnete in seinen 1763 erschienen «Institutiones chemiae praelectionibus adademicis adcommodatae» mit dem Begriff Encheiresis naturae („Handgriffe der Natur“) die vielfältigen Verfahren, nach denen die Natur die Stoffe gemäß ihrer Verwandschaftsverhältnisse trennt und verbindet, ohne dafür aber nähere Erklärungen geben zu können. Goethe verwendete die Bezeichnung Encheiresin naturae dann im parodistischen Sinn in der Schülerszene seiner Faust-Dichtung.