Erderinnerungen

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Die Erdenerinnerungen werden von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, die Exusiai, Dynameis und Kyriotetes bewahrt, die in den Metalladern der Erde wirken.

"Denn die Metalle schauen nicht nur die Umgebung des Kosmos, sondern sie sprechen: sie sprechen auf geistige Weise, aber sie erzählen, sie sprechen. Und sie sprechen in der Art, daß diese Sprache, die sie sprechen, ganz ähnlich ist derjenigen, die man noch auf einem anderen Gebiete als Eindruck empfängt.

Sehen Sie, wenn man dahin gelangt, eine seelische Verbindung herzustellen mit Menschen, die in der Entwickelung sind zwischen dem Tode und einer neuen Geburt - ich habe es ja schon Öfter hier ausgesprochen -, dann braucht man dazu eine besondere Sprache... Es ist erst notwendig, sich sozusagen ganz in jene Sprache hineinzufinden, die der Tote spricht, die gar keine Ähnlichkeit hat mit irgendeiner der Erdensprachen, die einen allerdings vokalisch-konsonantischen Charakter hat, aber nicht ähnlich ist der Erdensprache. Aber dieselbe Sprache, die nur mit dem Geistgehör wahrgenommen werden kann, dieselbe Sprache sprechen die Metalle im Innern der Erde. Und dieselbe Sprache, durch die man sich den Seelen selber nähern kann, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt leben, dieselbe Sprache erzählt die Erinnerungen der Erde, die Dinge, die die Erde durchgemacht hat bei ihrem Durchgang durch Saturn, Sonne, Mond und so weiter. Man muß sich von den Metallen erzählen lassen, was die Schicksale der Erde waren. Die Schicksale des ganzen Planetensystems, ich habe es schon erwähnt, die erzählt einem dasjenige, was der Saturn dem planetarischen Weltensystem, in dem wir sind, mitzuteilen hat. Was die Erde dabei durchlebt hat, davon sprechen die Metalle der Erde." (Lit.: GA 232, S. 61f)

"Wenn wir dieses Metallische in der Erde mit den gewöhnlichen Sinnen betrachten, so sagt es ja zunächst nichts anderes, als daß es von dieser oder jener Art der Erde spricht. Wenn wir aber in die Erde eindringen mit dem geistig geschärften Blick, der uns das Menschlich- Übersinnliche kündet, dann wird etwas ganz Besonderes aus alledem, was als Metallisches im Innern der Erde ist. Dann beginnt alles Kupferige, alles Silberige, alles Goldige innerhalb der Erde eine mannigfaltige, geheimnisreiche Sprache zu sprechen. Dann tritt uns für die übersinnliche Betrachtung etwas entgegen, was uns als Menschen, der auf der Erde wandelt, so recht verwandt macht mit dem ganzen lebendig-seelischen Wesen der Erde selber. Die Metallerze sagen uns etwas, sie werden für uns zu kosmischen Erinnerungen. Wahrhaftig, es ist so. Denken Sie einmal an sich selber: Wenn Sie der Ruhe der Seele, der innerlich tätigen Ruhe der Seele pflegen, wenn Sie alte Erinnerungen aufsteigen lassen, die Ihnen Mannigfaltiges in die Seele hereintragen, dann fühlen Sie sich wieder beisammen mit manchem Erlebnis, das Sie durchgemacht haben, fühlen sich wieder beisammen mit manchem Menschen, der Ihnen im Laufe Ihres Lebens lieb geworden ist, vielleicht mit manchem Menschen, der längst dahingegangen ist. Sie fühlen sich entrückt dem gegenwärtigen Augenblick, Sie fühlen sich innig verbunden mit Leiden und Freuden früherer Augenblicke, die Sie im Erdenleben durchgemacht haben.

Etwas ganz Ähnliches, nur ins Große umgesetzt, findet statt, wenn Sie, innerlich durchdrungen von Geist-Erkenntnis, von gefühlter Geist-Erkenntnis, sich eins machen mit den Metalladern der Erde. Da geht Ihnen jetzt nicht etwas auf wie beim quarzigen Kieselgestein, das Sie wie schauend hineinversetzt in die Weltenweiten, sondern da werden Sie gewissermaßen eins mit dem Erdenkörper. Sie sagen sich, indem Sie die Metalladern in ihrer wunderbaren Sprache innerlich vernehmen: Jetzt bin ich eins mit dem innersten Seelenund Herzensschlage der Erde selber, jetzt vernehme ich Erinnerungen, die nicht die meinen sind; in mich herein tönen die Erinnerungen, die die Erde selber hat aus früheren Erdenzeiten, da sie selber noch nicht unsere Erde war, da sie noch nicht die heutige Tier- und Pflanzenwelt, namentlich nicht die heutige Mineralwelt auf sich und in ihrem Schöße hatte. Ich erinnere mich mit der Erde an jene alten Erdenzeiten, in denen die Erde eins war mit den übrigen Planeten unseres Planetensystems, ich erinnere mich an jene Zeiten, in denen man nicht sprechen konnte von der abgesonderten Erde, weil sie nicht in sich so verdichtet war wie heute. Ich erinnere mich an die Zeiten, wo das ganze Planetensystem ein beseelter, lebendiger Organismus war, und die Menschen noch in ganz anderer Form in diesem lebendigen Organismus drinnen lebten. - So führt uns das Metallische der Erde zu den Erinnerungen der Erde selber." (Lit.: GA 231, S. 138f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Der übersinnliche Mensch, anthroposophisch erfaßt, GA 231 (1999), ISBN 3-7274-2310-2 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Mysteriengestaltungen, GA 232 (1998), ISBN 3-7274-2321-8 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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