Essentialismus

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Essentialismus (franz. essentialisme, von lat. essentiaWesen“), auch Wesensphilosophie, ist eine von 1916 von Pierre Duhem geprägte Bezeichnung für philosophische Richtungen, die vom „ontologischen Primat der essentia vor der existentia“ (Étienne Gilson), also von einem Ideenrealismus ausgehen. Der Essentialismus steht damit in diametralem Gegensatz zum Existentialismus. Essentialistische Anschauungen finden sich bereits bei Platon und Aristoteles und wurden insbesondere von Thomas von Aquin in die Scholastik übernommen. Nach Gottfried Wilhelm Leibniz muss demnach zwischen kontingenten (zufälligen) und notwendigen (essentiellen) Eigenschaften der Dinge unterschieden werden.