Formzustände

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Erdglobus als Modell des physischen Formzustandes der Erde: Globus Blaeu im Staatlichen Historischen Museum in Moskau.

Im Zuge der Weltentwicklungsstufen gliedert sich jeder der sieben Bewusstseinszustände in 7 Lebenszustände, und diese wiederum in 7 Formzustände (eng. conditions of form) oder Globen. In der Kartographie wird auch ein kugelförmiges Modell der physischen Erde, also ihres vierten Formzustandes, oder jedes anderen annähernd kugelförmiger Himmelskörpers oder der Himmelssphäre als Globus bezeichnet.

Die sieben Formzustände nennt man:

  1. Arupa
  2. Rupa
  3. Astral
  4. Physisch
  5. Plastisch
  6. Intellektuell
  7. Archetypisch

Dem hellsichtigen Blick offenbaren sie sich vergleichsweise wie die sieben Farbtöne des Regenbogens:

„Die Formzustände werden bezeichnet als arupa (das eigentlich noch formlose, erst nach Entfaltung ringende), rupa, astral, physisch, plastisch, intellektuell, archetypisch. Der siebente Zustand ist das Ergebnis der sechs vorangegangenen; nachdem er sich selbst plastisch und intellektuell hat formen können, schafft er gleichsam das Skelett, an das sich das Folgende wird angliedern können, das wiederum aus dem Keim zu schießen hat. Es ist das Urbildliche...

Unser jetziger physischer Zustand würde für den Hellseher in einer Farbe erglänzen, die einem schönen Grün am meisten ähnlich sieht; der astrale in einem lichtvollen Gelb; der Rupa-Formzustand in Orange; der Arupa-Formzustand in Rosenrot. Die Farbentöne der künftigen Phasen sind Blau, Indigo, Violett.“ (Lit.:GA 90a, S. 461)

Bis zur 4. Stufe erfolgt der Abstieg aus dem Geistigen bis hin zur physischen bzw. physisch-ätherischen Realität, danach wird das äußere Dasein stufenweise wieder vergeistigt.

„Dem innerlichen Erleben der Seele muß erst das Schaffen dieses Lebens vorangehen. Denn nichts kann erlebt werden, was nicht erst ins Dasein getreten ist. Bezeichnet die Geheimwissenschaft das innere Erleben als Seelisches, so benennt sie das Schöpferische als Geistiges. Der [physische Leib] nimmt durch Organe wahr; die Seele erlebt sich im Innern; der Geist schafft nach außen. So wie den sieben Stufen des Bewußtseins sieben Seelenerlebnisse voran gehen, so gehen diesen Seelenerlebnissen entsprechend sieben Arten schöpferischer Tätigkeit voran. Dem dumpfen Erleben des Stoffes entspricht im Gebiete des Schöpferischen das Hervorbringen dieses Stoffes. Der Stoff strömt da in gleichgültiger Art in die Welt. Man bezeichnet dieses Gebiet als dasjenige der Formlosigkeit. Auf der nächsten Stufe gliedert sich der Stoff, und seine Glieder treten zueinander in Beziehung. Man hat es also da mit verschiedenen Stoffen zu tun, die sich verbinden, trennen. Dieses Gebiet wird als das der Form bezeichnet. Auf der dritten Stufe braucht nicht mehr Stoff zu Stoff selbst in Beziehung zu treten, sondern es gehen von dem Stoffe die Kräfte aus, die Stoffe ziehen sich an, stoßen sich ab und so weiter. Man hat es mit dem astralen Gebiet zu tun. Auf der vierten Stufe erscheint ein Stoffliches, gestaltet von den Kräften der Umwelt, die auf der dritten Stufe bloß die äußeren Beziehungen geregelt haben und die jetzt in das Innere der Wesen hineinarbeiten. Es ist dies das Gebiet des Physischen. Ein Wesen, das auf dieser Stufe steht, ist ein Spiegel seiner Umwelt; es arbeiten die Kräfte der letzteren an seiner Gliederung. - Der weitere Fortschritt besteht darinnen, daß das Wesen nicht nur sich in sich so gliedert, wie es im Sinne der Kräfte in der Umwelt ist, sondern daß es sich auch eine äußere Physiognomie gibt, welche das Gepräge dieser Umwelt trägt. Stellt ein Wesen der vierten Stufe einen Spiegel seiner Umwelt dar, so drückt ein solches der fünften Stufe diese Umwelt physiognomisch aus. Man nennt diese Stufe daher in der Geheimwissenschaft die physiognomische. Auf der sechsten Stufe wird die Physiognomie zur Ausströmung ihrer selbst. Ein Wesen, das auf dieser Stufe steht, bildet die Dinge seiner Umwelt so, wie es sich erst selbst gebildet hat. Es ist dies die Stufe des Gestaltens. Und auf der siebenten Stufe geht das Gestalten über in Schaffen. Das Wesen, das da angekommen ist, erschafft in seiner Umwelt solche Formen, welche im Kleinen nachbilden das, was seine Umwelt im Großen ist. Es ist die Stufe des Schöpferischen.

Die Entwickelung des Geistigen gliedert sich demnach in folgende Stufenreihe:

  1. die Formlosigkeit
  2. die Formgebung
  3. die Einverleibung von Kraft
  4. die Gestaltung im Sinne der Kräfte der Umwelt
  5. die physiognomische Ausdrucksfähigkeit
  6. die gestaltende Macht
  7. die schöpferische Fähigkeit.“ (Lit.:GA 89, S. 38ff)

Diese Gliederung der 7 Formzustände entspricht genau der oben gegebenen, nur diesmal mit den ensprechenden deutschen Bezeichnungen.

„Wir haben zunächst sieben Entwickelungsstufen des Bewußtseins, die Saturn-, Sonnen-, Mond-, Erden-, Jupiter-, Venusund Vulkanstufe, und auf jeder Bewußtseinsstufe sieben Lebensstufen, durch die sich hindurchentwickeln muß jegliches Wesen, das durch die Bewußtseinsgrade hindurchgeht. Jede Lebensstufe muß wiederum sieben Formenstufen durchlaufen, und zwar so, daß Sie die sogenannte physische Formstufe, die Sie jetzt um sich haben, als die mittelste zu betrachten haben. Bevor etwas physisch wird, ist es astraüsch, bevor es astralisch wird, ist es auf einer gewissen geistigen Stufe, die man das niedere Devachan nennt, und bevor etwas zu dieser Stufe hinabsteigt, ist es in einer höheren Devachanstufe.

Weltentwicklungsstufen, Zeichnung aus GA 104, S. 202

Da haben wir drei Formstufen. Die erste kann man noch formlos nennen, dann ist die nächste eine Formstufe, die wir als die niedere Devachanstufe bezeichnen, dann kommen wir zur astralischen Stufe. Wenn sich das Astralische verdichtet, wird es physisch. Dann löst sich das Physische wieder auf und geht zurück zu einem vollkommeneren Astralischen, das geht zu einem vollkommeneren niederen Devachanischen und dies zum höheren Devachanischen. Der physische Formzustand ist der mittlere.

Sieben Formzustände durchläuft ein jedes Reich. Sie müssen unterscheiden zwischen Physischem und Mineralischem; das ist nicht dasselbe. Man kann, weil heute das Physische mit dem Mineralischen im Anblick zusammenfällt, beide leicht miteinander verwechseln. Das mineralische Reich geht durch alle Formstufen hindurch. Es kann als mineralisches Reich oben in der höchsten Devachanstufe veranlagt sein. Es steigt dann herunter in die niedere geistige Stufe und ist immer Mineralreich, dann ins Astralische, da ist es astralisch vorgebildet, und dann verdichtet es sich zum Physischen. So also haben wir in jedem Reich sieben Formzustände (siehe Schema).“ (Lit.:GA 104, S. 201ff)

Literatur

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