Franz Liszt

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Franz Liszt mit 46 Jahren,
Fotografie von Franz Hanfstaengl

Franz Liszt [list], Ferenc Liszt[1] (* 22. Oktober 1811 in Raiding/Doborján, Königreich Ungarn, Kaisertum Österreich; † 31. Juli 1886 in Bayreuth), war ein ungarischer Komponist, Pianist, Dirigent, Theaterleiter, Musiklehrer und Schriftsteller mit deutscher Muttersprache.

Liszt war einer der prominentesten und einflussreichsten Klaviervirtuosen und mit einem Œuvre von über 1300 Werken und Bearbeitungen[2] zugleich einer der produktivsten Komponisten des 19. Jahrhunderts. Zwar ist ein großer Teil seines Gesamtwerkes der Klavierliteratur zuzuordnen, allerdings gab Liszt mit der Entwicklung der Sinfonischen Dichtung auch in der orchestralen Musik deutliche Impulse. Sein Konzept der Programmmusik und die Verwendung neuartiger harmonischer und formaler Mittel machten ihn – neben Richard Wagner – zum bekanntesten Protagonisten der Neudeutschen Schule.

Er war Mitbegründer des Allgemeinen Deutschen Musikvereins. 1859 wurde er als Ritter von Liszt in den österreichischen erblichen Ritterstand erhoben. Im Alter von 54 Jahren empfing er in Rom die niederen Weihen und den Titel Abbé.

Franz Liszt im hohen Alter (1884), Fotografie von Louis Held
Liszt sign.JPG

Leben

Herkunft und Elternhaus

Geburtshaus von Franz Liszt in Raiding
Geburtshaus von Liszts Mutter in Krems

Franz Liszt war der einzige Sohn aus der zweiten Ehe des ebenfalls in Westungarn – im heutigen Burgenland – geborenen Adam List (1776–1827) (dessen Name sowohl als List wie auch als Liszt verzeichnet wurde), Verwaltungsbeamter und Musiklehrer[3] in Diensten des Fürsten Nikolaus II. Esterházy, und seiner Frau Maria Anna, geborene Lager (1788–1866), einer in Wien bei Katharina von Kurzbeck[4] als Stubenmädchen tätigen Bäckerstochter aus Krems an der Donau. Adam List spielte schon als Jugendlicher Cello im Sommerorchester des Fürsten Esterházy und trat nach einem abgebrochenen Theologie- und Philosophiestudium in die Verwaltungsdienste des Fürsten ein. Nebenbei spielte er weiterhin als Cellist im Orchester in Eisenstadt/Kismarton, das bis 1804 von Joseph Haydn und danach bis 1811 von Johann Nepomuk Hummel geleitet wurde.

Im Jahr 1808 wurde Adam List nach Raiding versetzt, das damals zum Königreich Ungarn gehörte und erst 1921 als Bestandteil des Burgenlandes zu Österreich kam. Wenig später lernte er Anna Lager kennen, die im Januar 1811 seine zweite Frau wurde. Am 22. Oktober 1811 wurde der gemeinsame Sohn Franz geboren. Aufgrund der häuslichen Situation war seine Muttersprache Deutsch, in westlichen Randgebieten Ungarns (Deutsch-Westungarn) damals nichts Außergewöhnliches. So fanden Publikationen ungarischer wie deutscher „Gesinnung“ Handhabe, seine Erfolge für die eigene Nation zu reklamieren, zum Beispiel auf deutscher Seite: „der weltberühmte Klaviervirtuose, der von deutschen Eltern herstammend zufällig in Ungarn das Licht der Welt erblickte“.[5][6] Zu Beginn der 1820er Jahre begannen Liszt und seine Eltern Französisch zu lernen, das schon bald die bevorzugte Sprache Liszts wurde, in der er auch zumeist korrespondierte. Er sah später Frankreich als sein „Vaterland“ an.[7] Erst in den 1870er Jahren lernte Franz Liszt Ungarisch.[8] Obwohl Franz Liszt, mit Deutsch und dann auch Französisch aufgewachsen, mit der ungarischen Sprache Schwierigkeiten hatte, rüttelte er nicht an seiner ungarischen Staatsangehörigkeit und bezeichnete sich in der Öffentlichkeit als Magyaren.[9]

Zu weiteren Unterthemen im Leben von Listz siehe auch

Werke (Auswahl)

Übersicht

Das Gesamtwerk Franz Liszts ist in seinem Umfang und der Vielfältigkeit immens und unvergleichlich. Bis heute ist keine Gesamtausgabe erschienen. Die sogenannte „Carl-Alexander-Ausgabe“ (sie wurde 1888 von der in Weimar gegründeten Franz-Liszt-Stiftung durch den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach initiiert) umfasst 34 Bände, ist aber unvollständig. Ein systematisches Werkverzeichnis stellte der englische Musikwissenschaftler Humphrey Searle zusammen und kam auf 703 Titel (ohne die literarischen Werke):

  • 123 Klavierwerke
  • 77 Lieder
  • 65 geistliche Chorwerke
  • 28 weltliche Chorwerke
  • 11 Orgelwerke
  • 1 Oper
  • 25 Orchesterwerke
  • 7 Werke für Klavier und Orchester
  • 9 Kammerkonzerte
  • 5 Melodramen
  • 335 Arrangements und Transkriptionen
  • 17 unvollendete Werke

Klavierwerke

Franz Liszt gibt ein Konzert für Kaiser Franz Joseph I. auf einem Flügel von Bösendorfer

Franz Liszt hat die bis zu seiner Zeit übliche Form des Klavierspiels und dementsprechend auch die Klavierkomposition neu geprägt. Was hierfür entscheidend war: Die Hammerklaviermechanik gab es zwar schon seit 1709 (sie wurde von Bartolomeo Cristofori erfunden), gleichwohl erfuhr sie ihre bedeutendste Fortentwicklung im 19. Jahrhundert. Zudem brach Liszt von Anbeginn mit allen Regeln der Klavierspieltechnik, die zu der Zeit streng nach Lehrbüchern praktiziert wurde. Zu seinen Erfindungen zählen die Konzertparaphrasen, bei denen Liszt ein Thema oder mehrere Themen aus bekannten Opern aufgriff und diese ausgeschmückt mit eigenen kompositorischen Ideen zu brillanten Klavierstücken umarbeitete.

Nachdem die Klavierwerke Liszts in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weitgehend ignoriert wurden, stellten die legendären Einspielungen des russischen Pianisten Lazar Berman (Deutsche Grammophon, 1977) die Weichen für deren umfassende Wiederentdeckung und Neubewertung. Inzwischen ist die Menge der Einspielungen von Liszts Klavierkompositionen durch bedeutende Pianisten auf dem Musikmarkt kaum noch übersehbar. Zu seinen bekanntesten Interpreten zählen Daniel Barenboim, Boris Beresowsky, Alfred Brendel, György Cziffra, Zoltan Kocsis, Michail Pletnjow. Die Gesamteinspielung des Klavierwerks (Hyperion 2011, 99 CDs) durch den australischen Pianisten Leslie Howard hat die kompositorische Hinterlassenschaft Liszts für Klavier dem Hören erschlossen. Die Grundlagen für eine musikalische Wiederbegegnung mit Liszt sind heute gegeben.

Als Beispiel für die langjährige Verkennung der Bedeutung und Eigenart der Klaviermusik Liszts mag folgendes Zitat von Bela Bartók aus seinem Aufsatz Die Musik Liszts und das Publikum von heute sein:

„In seiner Jugendzeit ahmte er die schlechten Sitten der damaligen Kunstgecken nach – er ‚schrieb um und verbesserte‘, machte Kompositionen zum Brillieren aus Meisterwerken, an denen sich auch ein Franz Liszt nicht hätte vergreifen dürfen. Er ließ sich von der gewöhnlichen Melodik Berlioz’, dem Sentimentalismus Chopins und noch mehr von den italienischen Schablonen beeinflussen, ihre Spuren treten allenthalben in seinen Werken zutage, und sie sind es auch, die ihnen den Anstrich des Trivialen geben.“[10]

Orgelwerke

Liszt hat neben dem umfangreichen Klavierwerk auch für die Orgel komponiert. Im Searle-Verzeichnis (Verzeichnis nach Humphrey Searle, 1966) finden sich insgesamt 11 Werke. In einem Bericht Franz Brendels über das Einweihungskonzert der Merseburger Domorgel wurde der damals empfundene moderne Charakter der Orgel und ihre Bedeutung als Vorposten eines von Liszt kreierten neuen Orgelstils akzentuiert:

„Liszt nimmt jetzt zur Orgel eine ähnliche Stellung ein, wie früher zum Pianoforte. Wie er früher das Pianoforte zu behandeln vermochte, einzig in seiner Art, so weiß er jetzt auf der Orgel den ganzen Glanz und die ganze Pracht des Instrumentes zur Darstellung zu bringen. Ich muß bekennen, daß ich überrascht war durch Liszts Composition, indem sich mir der Fortschritt nach einer bis jetzt noch nicht zur Behandlung gekommenen Seite hin offenbarte und Blicke in eine zukünftige Entwicklung der Orgelmusik sich darboten.“

Lieder und Melodramen

Liszt hat über 70 Lieder mit Klavierbegleitung komponiert. Der Mehrzahl seiner Lieder liegen französische oder deutsche Gedichte zugrunde. Liszt hatte den Plan, drei Bände mit jeweils sechs Liedern zu veröffentlichen, die den von Heinrich Heine übernommenen Titel Buch der Lieder erhalten sollten.[11] Die beiden ersten Bände erschienen 1843 und 1844. Der erste Band enthält die Stücke „Die Loreley“, „Am Rhein im schönen Strome“, „Mignons Lied“, „Der König von Thule“, „Der du von dem Himmel bist“ und „Angiolin dal biondo crin“. Man hat es mit einem musikalisch gestalteten Familienalbum zu tun. Marie d’Agoult wird mit den drei ersten Stücken und Liszt mit den beiden nachfolgenden Stücken charakterisiert. Das letzte Stück ist der gemeinsamen Tochter Blandine gewidmet. Der zweite Band mit den Liedern „Oh! quand je dors“, „Comment, disaient-ils“, „Enfant, si j'etais roi“, „S'il est un charmant gazon“, „La tombe et la rose“ und „Gastibelza“, einem Bolero, nach Gedichten Victor Hugos setzt die Lieder des ersten Bandes chronologisch fort. In dem dritten Band werden problematische Aspekte der Entwicklung der Beziehung Liszts und Marie d’Agoults reflektiert: „Du bist wie eine Blume“, „Dichter, was Liebe sei“, „Vergiftet sind meine Lieder“, „Morgens steh’ ich auf und frage“, „Die tote Nachtigall“, und „Mild wie ein Lufthauch im Mai“.

Liszt distanzierte sich später von seinen ersten Liedern, sie seien viel zu aufgebläht, sentimental und in der Begleitung überladen.[12] Einige seiner Lieder schrieb er später um. In den Jahren 1879 und 1880 setzte Liszt die Reihe seiner „Gesammelten Lieder“ mit weiteren Heften fort. Hierzu gehören Lieder wie: „J’ai perdu ma force et ma vie“, „Ihr Glocken von Marling“, „Sei still“, „Mild wie ein Lufthauch im Mai“ (2. Version), „Isten veled (Lebe wohl)“ und „Mir ist die Welt so freudenleer“. Ein letztes Heft der „Gesammelten Lieder“ erschien 1883.

Die Melodramen Liszts sind weitgehend unbekannt geblieben. Ein erwähnenswertes Stück ist das Melodram Der traurige Mönch nach einem Gedicht Nikolaus Lenaus, das im September 1860 entstand. Das Melodram Der blinde Sänger, das Liszt Oktober 1875 nach einer Ballade von Alexei Konstantinowitsch Tolstoi komponierte, ist als autobiographische Komposition bemerkenswert. Der Sänger glaubt, er stehe vor einem Publikum. Da er jedoch blind ist, bemerkt er nicht, dass kein einziger Zuhörer anwesend ist, so dass er vergeblich singt. Es hört ihm niemand zu.

Orchesterwerke

Liszts Hauptwerke für Orchester sind die Dante-Sinfonie, die Faust-Sinfonie und ein Zyklus von 12 Sinfonischen Dichtungen sowie einige Märsche. In den Jahren 1881/82 entstand noch eine letzte Sinfonische Dichtung, Von der Wiege bis zum Grabe, die Liszt zuerst als Klavierversion komponierte. Auch von vielen seiner übrigen sinfonischen Werke liegen Klavierbearbeitungen vor. Unter den Sinfonischen Dichtungen ist Les Préludes das bekannteste Stück, das im Zweiten Weltkrieg zu zweifelhaftem Ruhm gelangte, weil ein Fanfarenmotiv des Finales zur Ankündigung von Siegesmeldungen der Nationalsozialisten im Rundfunk verwendet wurde.[13]

In seinen Orchesterwerken entwickelte Liszt die Gattung Sinfonische Dichtung (Programmmusik), die zuvor von Hector Berlioz weiterentwickelt worden war, insbesondere bezüglich des Umfangs der Instrumentierung und der Benutzung von Leitmotiven (ähnlich wie Richard Wagner). Neben der klingenden Musik gibt es ein im Titel angedeutetes außermusikalisches Objekt, das sogenannte Programm. Das Programm kann ein erzählbarer Vorgang sein, ein Gemälde, die Idee von einer Person oder ein anderer Gegenstand. Aus dem Zusammenwirken der klingenden Musik mit dem in der Vorstellung eines Hörers oder Spielers vorhandenen Programm soll sich eine ästhetische Wirkung ergeben. Musik von solcher Art gab es schon in früheren Zeiten, beispielsweise Vivaldis Vier Jahreszeiten, Beethovens Sinfonie Wellingtons Sieg oder die Schlacht bei Vittoria sowie die Pastoral-Sinfonie, Werke von Berlioz und Ouvertüren von Mendelssohn. Im Unterschied zu Liszts Vorgängern lösten seine Sinfonischen Dichtungen allerdings Debatten über eine grundsätzliche Berechtigung von Programmmusik aus, z. B. bei Eduard Hanslick in seinem 1854 erschienenen Buch Vom Musikalisch-Schönen oder in Beiträgen von Wagner und Brendel.[14] Einige von Liszts Kompositionen wurden von Zeitgenossen als „Unmusik“ bezeichnet; Johannes Brahms verwendete den Ausdruck für die Dante-Sinfonie, Eduard Hanslick hingegen für die sinfonische Dichtung Prometheus.[15][16] Liszt äußerte sich unter anderem zum Thema Programmmusik in einem Brief an Marie d’Agoult vom 15. November 1864:

„Bis dahin unterschreibe ich voll und ganz und ohne jeden Vorbehalt den Grundsatz, den Sie mir gerne ins Gedächtnis rufen möchten, dass musikalische Werke, „die nach einem allgemein verstandenen Sinn einem Programm folgen, auf die Fantasie und das Gefühl unabhängig von jedem Programm wirken müssen“. Mit anderen Worten: Jedes schöne Musikstück muss zuallererst und in jedem Fall den absoluten und unverletzlichen Gesetzen der Musik entsprechen, die niemand vorschreiben kann.“[17]

Geistliche Werke und Spätwerke

Liszt kurz vor seinem Tod,
Fotografie von Nadar
Liszts Totenmaske

Liszt komponierte in großem Umfang religiös inspirierte Musik. Neben Messen, Oratorien und Psalmen gehören dazu auch Klavierwerke, beispielsweise Harmonies poétiques et religieuses oder der Psaume instrumental für Klavier und Orchester über die gregorianische Melodie De profundis. Seine geistlichen Werke sind Belege für Versuche Liszts zur Realisierung einer von ihm 1834 unter dem Einfluss des Abbé de Lamennais erträumten musique humanitaire. Nach der Vorstellung von Lamennais sollte künftig das Volk die Stütze der Kirche sein. Dementsprechend hatte Liszt in einem Aufsatz Über künftige Kirchenmusik ausgeführt, dass in einer Zeit, in der der Altar erbebe und wanke, in der Kanzel und religiöse Zeremonien dem Spötter und Zweifler zum Stoff dienten, die Kunst das Innere des Tempels verlassen müsse, um sich in der Außenwelt den Schauplatz ihrer Kundgebungen zu suchen.[18] Eine ähnliche Auffassung vertrat auch Richard Wagner in seiner Altersschrift Religion und Kunst.

Zu den geistlichen Werken Liszts gehören die Missa solemnis (Graner Messe), die er 1856 zur Weihe der Basilika in Gran in Ungarn komponierte, die 1866/67 komponierte Ungarische Krönungsmesse, verschiedene Psalmen, die 1862 fertiggestellte Legende von der heiligen Elisabeth, das 1866 fertiggestellte und 1867 um zwei Sätze erweiterte Oratorium Christus und ein 1869 fertiggestelltes Requiem. Die Legende von der heiligen Elisabeth und das Oratorium Christus wurden bis in das 20. Jahrhundert hinein häufig aufgeführt; die Graner Messe wird neben den Messen Anton Bruckners zu den herausragenden Höhepunkten der Kirchenmusik des 19. Jahrhunderts gezählt. Insbesondere in Ungarn war auch die Ungarische Krönungsmesse, in der Liszt Melodien im Stil der Ungarischen Rhapsodien verwendete, sehr beliebt. Dagegen ist das Requiem weitgehend unbekannt geblieben.

Mit den seit 1870 komponierten geistlichen Werken, darunter weitere Legenden und viele kleinere Stücke, kultivierte Liszt einen vorwiegend asketischen Stil. Mit Hinblick auf seine früher komponierten geistlichen Werke hatten Zeitgenossen ihm vorgeworfen, dass sie viel zu weltlich klängen und er den Opernstil Wagners in die Kirche getragen habe. Liszt mag aus diesem Grund in seinen später komponierten geistlichen Werken jeden Anklang an den Stil Wagners vermieden haben. In seinen Spätwerken – fast alle „geistige Werke“, setzt er sich mehrfach mit dem Sterben und der Frage nach einem Weiterleben nach dem Tod auseinander und findet dafür eine eigenwillige musikalische Sprache.

Literarische Werke

Die literarischen Werke Franz Liszts sind in seinen Gesammelten Schriften zusammengefasst, die erstmals von Lina Ramann 1883 in sechs Bänden in Leipzig herausgegeben wurden. Neben Essays und Reisebriefen ist vor allem die Biographie über Frédéric Chopin interessant, die er gemeinsam 1850/51 mit der Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein geschrieben hat. Von seinen vielen Briefen sind über 6.000 in verschiedenen Bänden publiziert, z. B. die Briefwechsel mit Richard Wagner, Hans von Bülow, seiner Mutter Anna oder dem Großherzog Carl Alexander.

Siehe auch: Liste der literarischen Werke Franz Liszts

Siehe auch

Literatur

  • Detlef Altenburg (Hrsg.): Franz Liszt, Tagebuch 1827. Wien 1986.
  • Detlef Altenburg: Liszt, Franz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Personenteil. Band 11, Kassel u. a. 2004.
  • Detlef Altenburg (Hrsg.): Liszt und die Neudeutsche Schule. Weimarer Liszt-Studien. im Auftrag der Franz-Liszt-Gesellschaft e. V. Weimar herausgegeben von Detlef Altenburg. Band 3, Laaber-Verlag, Laaber 2006, ISBN 3-89007-656-4.
  • Detlef Altenburg: Die Neudeutsche Schule – eine Fiktion der Musikgeschichtsschreibung? In: D. Altenburg (Hrsg.): Neudeutsche Schule. S. 9 ff.
  • Detlef Altenburg (Hrsg.): Franz Liszt. Ein Europäer in Weimar. Köln 2011.
  • Jan Jiracek von Arnim: Franz Liszt: Visionär und Virtuose. Eine Biografie. Residenz-Verlag, St. Pölten/ Salzburg 2011, ISBN 978-3-7017-3234-0.
  • Philippe Autexier: Mozart & Liszt sub Rosa. Poitiers 1984.
  • Béla Bartók: Die Musik Liszts und das Publikum von heute. In: D. Hamburger: Beiträge von ungarischen Autoren. S. 118 ff.
  • Ernö Békefi: Franz Liszt, Seine Abstammung – seine Familie. In: D. Hamburger (Hrsg.): Beiträge von ungarischen Autoren. S. 7 ff.
  • Robert Bory: Une retraite romantique. deuxième édition considérablement augmentée, Lausanne 1930.
  • Ernst Burger: Franz Liszt. Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten. List Verlag, München 1986, ISBN 3-417-77160-3 (formal falsche ISBN). Mit einem Vorwort von Alfred Brendel.
  • Marie d’Agoult (Daniel Stern): Mémoires, Souvenirs et Journaux I/II. Présentation et Notes de Charles F. Dupêchez, Mercure de France 1990.
  • James Deaville: A “Daily Diary of the Weimar Dream”, Joachim Raff’s Unpublished Letters to Doris Genast 1852–1856. In: Michael Saffle (Hrsg.): Analecta Lisztiana I. Proceedings of the International “Liszt and His World” Conference held at Virginia Polytechnic Institute and State University, 20–23 May 1993, Franz Liszt Studies Series No. 5, Pendragon Press, Stuyvesant N.Y. 1995, S. 181 ff.
  • James Deaville: Die neudeutsche Musikkritik. In: Altenburg (Hrsg.): Neudeutsche Schule. S. 55 ff.
  • Miroslav Demko: Franz Liszt compositeur Slovaque. L’Age d’Homme, Suisse 2003.
  • Charles F. Dupêchez: Marie d’Agoult 1805–1876. 2e édition corrigée. Paris 1994.
  • Maria Eckhardt, Cornelia Knotik (Hrsg.): Franz Liszt und sein Kreis in Briefen und Dokumenten aus den Beständen des Burgenländischen Landesmuseums. Eisenstadt 1983.
  • Damien Ehrhardt (Hrsg.): Franz Liszt – Musique, médiation, interculturalité (Etudes germaniques 63/3, Juli–September 2008)
  • Dana Gooley: The virtuoso Liszt. Cambridge University Press, 2004.
  • Nina Noeske: Liszts „Faust“. Ästhetik – Politik – Diskurs. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2017, ISBN 978-3-412-50620-9 (zugleich Habilitationsschrift, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, 2013).
  • Serge Gut: Franz Liszt. Paris 1989. (französisch; überarbeitete und erweiterte deutsche Fassung erschienen im September 2009, ISBN 978-3-89564-115-2)
  • Klára Hamburger (Hrsg.): Franz Liszt, Beiträge von ungarischen Autoren. Budapest 1984.
  • Klára Hamburger: Franz Liszt. Leben und Werk. Böhlau, Köln/Weimar/Wien 2011, ISBN 978-3-412-20581-2.
  • Hansen, Bernhard: Liszt, Franz Ritter von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 14, Duncker & Humblot, Berlin 1985, S. 701–703 (Digitalisat).
  • Eduard Hanslick: Vom Musikalisch-Schönen. Ein Beitrag zur Revision der Ästhetik in der Tonkunst. Herausgegeben von Dietmar Strauß, Teil 1: Historisch-kritische Ausgabe. Teil 2: Eduard Hanslicks Schrift in textkritischer Sicht. B. Schott’s Söhne, Mainz 1990.
  • Zsolt von Harsanyi: Ungarische Rhapsodie. Esche Verlag Leipzig 1936 („Magyar Rapszódia“, aus dem Ungarischen übertragen und bearbeitet von J. P. Toth und A. Luther: Paul Neff Verlag, J. P. Toth Verlag, Hamburg 1952 u.ö.)
  • Reinhard Haschen: Franz Liszt oder Die Überwindung der Romantik durch das Experiment. Berlin/ Frankfurt 1989, ISBN 3-610-08540-1.
  • Oliver Hilmes: Liszt. Biographie eines Superstars. Siedler, München 2011, ISBN 978-3-88680-947-9.
  • Benedikt Jäker: Die Ungarischen Rhapsodien Franz Liszts. studiopunkt-verlag, Sinzig 2009, ISBN 978-3-89564-029-2.
  • Solange Joubert: Une correspondance romantique: Madame d’Agoult, Liszt, Henri Lehmann. Paris 1947.
  • Hans Rudolf Jung (Hrsg.): Franz Liszt in seinen Briefen. Frankfurt am Main 1988.
  • Irina Kaminiarz: Richard Strauss, Briefe aus dem Archiv des Allgemeinen Deutschen Musikvereins 1888–1909. Weimar 1995.
  • Geraldine Keeling: Liszt’s Appearances in Parisian Concerts. Part 1: 1824–1833. In: Liszt Society Journal. 11, 1986, S. 22 ff. Part 2: 1834–1844. In: Liszt Society Journal. 12, 1987, S. 8 ff.
  • Dezső Legány: Ferenc Liszt and His Country, 1869–1873. Occidental Press, Budapest 1983.
  • Dezső Legány: Ferenc Liszt and His Country, 1874–1886. Occidental Press, Budapest 1992.
  • Dezső Legány: Franz Liszt, Unbekannte Presse und Briefe aus Wien 1822–1886. Wien 1984.
  • Franz Liszt: Briefwechsel mit seiner Mutter. herausgegeben von Klara Hamburger, Eisenstadt 2000.
  • Irina Lucke-Kaminiarz: Der Allgemeine Deutsche Musikverein und seine Tonkünstlerfeste 1859–1886. In: D. Altenburg (Hrsg.): Neudeutsche Schule. S. 221 ff.
  • Thérése Marix-Spire: Les romantiques et la musique. Le cas George Sand. Paris 1954.
  • Guy May: Franz Liszt, Luxemburg und die Munkácsys. Editions Saint-Paul, Luxemburg 2011.
  • Wolfgang W. Müller: Franz Liszt. Eine theologische Rhapsodie. Theologie und Musik in der Romantik. Schwabe, Basel 2019, ISBN 978-3-7965-3866-7.
  • Jósef Óváry: Ferenc Liszt. Budapest 2003.
  • Pauline Pocknell: Franz Liszt and Joseph Maria Lefebvre: A Correspondence 1841–1848. Part I in: Liszt Saeculum. 54, 1995, S. 39 ff. Part II in: Liszt Saeculum. 55, 1995, S. 3 ff.
  • Günther Protzies: Studien zur Biographie Franz Liszts und zu ausgewählten seiner Klavierwerke in der Zeit der Jahre 1828–1846 (PDF; 3,1 MB), Phil. Diss., Bochum 2004.
  • Peter Raabe: Liszts Leben. 2. Auflage. Tutzing 1968.
  • Peter Raabe: Liszts Schaffen. 2. Auflage. Tutzing 1968.
  • Lina Ramann: Lisztiana, Erinnerungen an Franz Liszt in Tagebuchblättern, Briefen und Dokumenten aus den Jahren 1873–1886/87. Herausgegeben von Arthur Seidl, Textrevision von Friedrich Schnapp, Mainz 1983.
  • Herbert Schneider: Wagner, Berlioz und die Zukunftsmusik. In: D. Altenburg (Hrsg.): Neudeutsche Schule. S. 77 ff.
  • Gottfried Scholz (Hrsg.): Liszt-Studien 4: Der junge Liszt. Referate des 4. Europäischen Liszt-Symposiums Wien 1991, veranstaltet vom Institut für Musikanalytik der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und vom European Liszt Centre Eisenstadt, München / Salzburg 1993.
  • Axel Schröter: „Der Name Beethoven ist heilig in der Kunst.“ Studien zu Liszts Beethoven-Rezeption. studiopunkt-verlag, Sinzig 1999, ISBN 3-89564-031-X.
  • Michael Stegemann: Franz Liszt. Genie im Abseits. Piper, München / Zürich 2011, ISBN 978-3-492-05429-4.
  •  Christoph Stölzl und Wolfram Huschke (Hrsg.): Réminiscences à Liszt. Weimar 2011. Ohne ISBN, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Weimar 2011, S. gesamt: 256 Seiten. [19]
  • Erich Tremmel, Gert-Dieter Ulferts (Hrsg.): Kosmos Klavier. Augsburg 2011.
  • Jacques Vier (Hrsg.): L’artiste – le clerc. Documents inédits. Paris 1950.
  • Jacques Vier: La Comtesse d’Agoult et son temps. Tome 1, Paris 1958.
  • Cosima Wagner: Franz Liszt. Ein Gedenkblatt von seiner Tochter. 2. Auflage. F. Bruckmann, München 1911, Textarchiv – Internet Archive.
  • Manfred Wagner: Franz Liszt – Werke und Leben. Holzhausen, Wien 2000, ISBN 3-85493-019-4 (online).
  • Alan Walker: Franz Liszt
    • The Virtuoso Years, 1811–1847. revised edition, Cornell University Press, 1987.
    • The Weimar Years, 1848–1861. New York 1989.
    • The Final Years, 1861–1886. Cornell University Press, 1997.

Bibliographien

  • Charles Suttoni: Liszt Correspondence in Print. An Expanded, Annotated Bibliography. In: Journal of the American Liszt Society. 25 (1989).
  • Barbara Meier: Franz Liszt. Rowohlt Verlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-499-50633-8.
  • Michael Saffle: Franz Liszt. A Research and Information Guide. New York 2009, ISBN 978-0-415-99839-0.
  • Klara Hamburger: Franz Liszt Leben und Werk. Böhlau Verlag, Köln 2010, ISBN 978-3-412-20581-2.

Weblinks

 Wikisource: Franz Liszt – Quellen und Volltexte
Commons-logo.png Commons: Franz Liszt - Weitere Bilder oder Audiodateien zum Thema

Noten

Aufnahmen

Einzelnachweise

  1. Von ungarischen Autoren wird gelegentlich die Schreibweise Ferenc gebraucht. Liszts Vorname ist aber in seinem ungarischen Pass von 1874 (abgebildet in Óváry: Ferenc Liszt. S. 29) als Ferencz registriert, so dass dieser Schreibweise der Vorzug zu geben ist. Vgl. auch das Faksimile eines von Liszt eigenhändig als Liszt Ferencz unterschriebenen Notenbeispiels in Óváry: Ferenc Liszt. S. 38.
  2. A study of franz liszt’s concepts of changing. Abgerufen am 2017-06-29. (PDF)
  3. Ein Europäer in Sachsen. In: Neues Deutschland, 16./17. Juni 2018, S. 22.
  4. Michael Lorenz: "An Unknown Grandmother of Liszt", Wien 2012.
  5. Vgl. die Notiz aus dem Siebenbürger Volksfreund vom 27. November 1846, in Burger: Franz Liszt. S. 164.
  6. Ein Beispiel für ungarischen Nationalismus ist Óvárys Buch Ferenc Liszt.
  7. Der betreffende Teil des original französischen Baccalaureus-Briefs erschien in deutscher Übersetzung des Barons Lannoy im Wiener Allgemeinen Musikalischen Anzeiger vom 31. Januar 1839. Diese Fassung ist zu finden in Legány: Unbekannte Presse. S. 22 f.
  8. Vgl. den häufig zitierten Brief an Baron Antal Augusz vom 7. Mai 1873, in Jung (Hrsg.): Franz Liszt in seinen Briefen. S. 236 f., in dem Liszt seine Unkenntnis der ungarischen Sprache beklagt. In Dezső Legánys Ferenc Liszt and His Country, 1860–1873 werden Liszts Kenntnisse des Ungarischen viel günstiger beurteilt, dies aber ohne überzeugenden Quellenbeleg.
  9. Vgl. Békefi: Franz Liszt. Seine Abstammung – seine Familie. S. 29.
  10. Zitiert nach Bartók: Die Musik Liszts. S. 119.
  11. Die geplante Gesamtzahl von drei Bänden geht aus der Titelseite des ersten Bandes hervor; vgl. hierzu die Rezension des ersten Bandes in der NZfM 19 1843, S. 205 f.
  12. Vgl. La Mara (Hrsg.): Liszts Briefe. Band 2, Nr. 394.
  13. Dies mag dadurch zustande gekommen sein, dass Peter Raabe als Präsident der deutschen Reichsmusikkammer die Anschauung vertrat, Liszt sei ein vorbildlicher Vorkämpfer des Nationalsozialismus gewesen. Vgl. die Rede „Franz Liszt und das deutsche Musikleben“, in Raabe, Peter: Deutsche Meister. Regensburg 1937.
  14. Vgl. Brendel: F. Liszt’s symphonische Dichtungen. S. 121 ff. Es ist anzunehmen, dass Brendel – ebenso wie Hanslick – die Bezeichnungen „Gefühl“ und „Empfindung“ nach dem Sinn Hegels verwendete; vgl. hierzu Hanslick: Vom Musikalisch-Schönen. Teil 1, S. 27. Danach bedeutet „Empfindung“ so viel wie „Wahrnehmung durch die Sinne“. Dagegen sind „Gefühle“ durch „Empfindungen“ hervorgerufene Seelenzustände, also „Emotionen“.
  15. Vgl. ebenda, S. 199 f.
  16. Eduard Hanslick: Sämtliche Schriften: Aufsätze und Rezensionen.Online-Teilansicht
  17. Aus dem Französischen übersetzt, nach Liszt-d’Agoult: Correspondance II. S. 411.
  18. Vgl. Raabe: Liszts Schaffen. S. 148.
  19. Quelle: https://deutsche-liszt-gesellschaft.de/images/archiv/liszt-nachrichten/ausgaben/LN_16_17_10-2012_3c.pdf, Seite 4, abgerufen am 12. Mai 2019
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