Gotische Mysterien

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Gotische Mysterien wurden nach einer Aussage Rudolf Steiners im Norden Spaniens, wohl auf dem legendären Montsalvatsch, für die Hüter des Heiligen Grals eingerichtet. Ihre Eingeweihten wurden als Tempeleisen bezeichnet. Initiiert wurden sie durch den hohen Eingeweihten Titurel, der auch in den gleichnamigen Fragmenten von Wolfram von Eschenbach erwähnt wird.

"In der Zeit, als die Kreuzzüge beginnen, und etwas vorher, finden wir in einer Gegend im Norden von Spanien ein wichtiges Mysterium. Die damals vorhandenen Mysterien nannte man die späteren gotischen Mysterien. Die in diese damals eingeweiht wurden, nannte man die Tempelisen oder Tempeleisen oder die Ritter vom Heiligen Gral. Zu diesen gehörte auch Lohengrin. Die Gralsritter stellen in ihrer Gemeinschaft etwas vor, was verschieden ist von einer andern Ritterschaft. Diese andere Rittergemeinschaft hatte ihren Sitz in England, in Wales. Alles, was im Mittelalter von König Artus und seiner Tafelrunde erzählt wird, knüpft an diese andere Einweihungsgemeinschaft an." (Lit.: GA 097, S. 261)

"Eine große geistige Individualität wirkte besonders während dieser Zeit der Vorbereitung aus den geistigen Welten heraus auf Europa und dessen Mysterienstätten. Titurel wird sie genannt. Zu seinen Werkzeugen bediente sich Titurel der geistigen oder weltlichen Führer der Menschheit, und man versteht deren Wirken nur von diesem Lichte aus. Angedeutet werden in Sagen und Mythen diese Tatsachen. Die Sage vom heiligen Gral besagt, daß die Schale mit dem gesammelten Blut von Golgatha von Engeln nach Europa gebracht wird. Titurel nimmt diese Schale in Empfang. Er erhält sie schwebend über den europäischen Landen, und erst nach Jahrhunderten ließ sich Titurel mit ihr aus geistigen Höhen auf die Erde herab und gründete auf dem Berg des Heils (Montsalvatsch) die Mysterienstätte des heiligen Gral. Das konnte er erst, nachdem einige Menschen reif waren dafür, das Geheimnis des Grals zu empfangen. Ein jeder, der zu dieser Einweihung reif war, wurde genannt ein Parzival." (Lit.: GA 266a, S. 506f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Die Welträtsel und die Anthroposophie, GA 54 (1983), ISBN 3-7274-0540-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Das christliche Mysterium, GA 97 (1998), ISBN 3-7274-0970-3 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Aus den Inhalten der esoterischen Stunden, Band I: 1904 – 1909, GA 266/1 (1995), ISBN 3-7274-2661-6 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
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