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Heilarbeit
Der Begriff Heilarbeit wird praktisch ausschließlich für energetische oder spirituelle Herangehensweisen in der Alternativmedizin und der alternativen Psychotherapie verwendet. Das erklärte Ziel der Heilarbeit ist somit traditionell das Beheben einer körperlichen Erkrankung oder psychischen Störung.
Das Wort Heilarbeit subsumiert somit zwei Strömungen. Es besteht zum einen ein Bezug zur Energiemedizin mit Ansätzen an den Auraschichten (Occident), dem Chakrensystem (Indien) oder dem Meridiansystem (China). Zum anderen impliziert Heilarbeit Ansätze der Geistheilung aus religiösen Traditionen (z. B. schamanischer oder christlicher Background) und neuen spirituellen Richtungen (z. B. Reiki).
Praktische Arbeitsweise
Die Gruppe der praktischen Verfahren der Heilarbeit ist inhomogen und umspannt unterschiedlichste Herangehensweisen der energetischen und spirituellen Behandlung. Vielerlei Ansätze wurden traditionellen religiösen Heilritualen entlehnt, manche wiederum neu konzipiert, weshalb die Heilarbeit den Religionen gleichermaßen zugeordnet werden kann wie der Esoterik oder der alternativen Medizin und Psychotherapie.
Zur Heilarbeit gehören dadurch vielfältige Methoden der Heilung und Selbstheilung wie:
- Energiekörper basierte Methoden: Auraarbeit, Shiatsu, Klangtherapie (z. B. mithilfe von Klangschalen oder Qigongkugeln), Chakrenarbeit[1], Chi Gong, Handauflegen, Prana-Heilung, Reiki, Tai Chi, Jin Shin Jyutsu
- Geistig-Spirituelle Ansätze wie Channeling, Clearings, Exorzismus, klassische Geistheilung[2], Lichtarbeit[3] oder Spiritismus[4] oder HumanQuantenEnergetik[5].
- Bewusstseinsverändernde Ansätze: Trance (Abwesenheits- oder Anwesenheitstrance), durch Atmung, Bewegung, Ton, oder Drogen z. B. im Schamanismus[6], oder im Theta Healing.
Eine Abgrenzung der Heilarbeit von der Medizin[7] oder der Psychotherapie beruht auf ihrem holistisch-spirituell ausgerichteten Welt- und Menschenbild (Stichwort Seele) sowie deren Einbeziehung energetischer Aspekte jenseits wissenschaftlich anerkannter physikalischer Modelle.
Kritische Würdigung
Während Heilarbeit in Stammesgesellschaften auch heute noch gängig ist, hat sie in den Industrienationen eine Außenseiterrolle. Das liegt zum einen am rationalen Weltbild der westlichen Medizin, zum anderen aber auch an der Diversität der Heilarbeitsmethoden, wo bisher einheitliche statistische Evaluationen als wissenschaftlicher Wirksamkeitsnachweis in der Breite nicht veröffentlicht wurden - was der Heilarbeit von manchen Seiten den Ruf eine Placebo-Medizin einbrachte.
Darüber hinaus ist im Unterschied zu den standardisierten medizinischen und psychotherapeutischen Verfahren die Ausbildung in der Heilarbeit nicht vereinheitlicht (Länge, Umfang, Fertigkeitenspektrum), wodurch die Qualität der angebotenen Dienstleistungen extrem schwankt.[8] So sind im milliardenschweren alternativmedizinischen Markt Scharlatane neben ernstzunehmenden und renommierten Anbietern zu finden – und für den Laien schwer zu unterscheiden.[9]
Aktuell entstehen jedoch wieder vermehrt Brücken zwischen medizinischen Ansätzen und der Heilarbeit[10]. So versuchen auch manche Industrienationen wie England hier wieder moderne Medizin mit klassischer Heilarbeit auch im Klinikbereich zu vereinen.<ref name =" wiesendanger 2">H. Wiesendanger: Das britische Vorbild zeigt, daß Arzt und Geistheiler voneinander profitieren. In: Ärzte Zeitung. Nr. 49, 16. März 1995.
Einzelnachweise
- ↑ E. Wolf: Das Buch der 28 Chakren. Schirner, Darmstadt 2006.
- ↑ A. J. Obrecht: Die Welt der Geistheiler. Böhlau, Wien 1999.
- ↑ B. A. Brennan: Licht-Arbeit. Goldmann, München 1989.
- ↑ Dachverband Geistiges Heilen England
- ↑ Deutsche Heilerschule - Gründer der HumanEnergetik & HumanQuantenEnergetik in Deutschland
- ↑ C. Kuby: Unterwegs in die nächste Dimension. Kösel, München 2004.
- ↑ M. Stöhr: Ärzte, Heiler, Scharlatane. Schulmedizin und alternative Heilverfahren auf dem Prüfstand. Springer, Heidelberg 2002.
- ↑ M. Ritter, W. Ohler: Heiler bei Fliege. Wenn nichts mehr helfen will. BIO Ritter, 2003.
- ↑ H. Wiesendanger: Geistheiler – Der Ratgeber. Was Hilfesuchende wissen sollten: Ehrliche Antworten auf 45 spannende Fragen. Lea, 2004.
- ↑ J. Bösch: Sensitivität und geistiges Heilen in der Psychiatrie und Psychotherapie. In: H. Wiesendanger (Hrsg.): Geistiges Heilen für eine neue Zeit – Vom „Wunderheilen“ zur ganzheitlichen Medizin. Kösel, München 1999, S. 243–264.
| Dieser Artikel basiert auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Heilarbeit aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |











