Kirchengeschichte

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Die Kirchengeschichte ist eine Teildisziplin der Theologie und der Geschichtswissenschaft. Sie befasst sich sowohl mit der Dogmengeschichte bzw. der Geschichte der christlichen Theologie, als auch mit der soziologischen und (kirchen-)politischen Entwicklung der Kirchen. Das schließt auch rechts-, wirtschafts-, siedlungs- und sozialgeschichtliche Aspekte ein, soweit sie mit der Entwicklung der Kirchen in Verbindung stehen. Von ihrer Ausbildung her sind Kirchenhistoriker meist Theologen.

Die Arbeitsweisen der Kirchenhistoriker entsprechen der allgemeinen Geschichtswissenschaft, auch die Epochen werden gleich angesetzt. Die früher mit der jeweiligen konfessionellen Zugehörigkeit des Historikers verbundene parteiliche Sichtweise spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Es gibt dabei auch zahlreiche ökumenische kirchenhistorische Projekte. Dennoch ist die Kirchengeschichte institutionell an den Theologischen Fakultäten bzw. Instituten einer Universität angesiedelt. Manche kontroverstheologische Themenfelder innerhalb der Papstgeschichte, Konzilsgeschichte oder Geschichte der Reformation werden stärker in der Dogmatik behandelt. Dass die Erforschung der Geschichte einer bestimmten Kirche (auch heute noch) überwiegend von den angehörenden Historikern dieser jeweiligen Kirchen betrieben wird, hängt mit dem entsprechenden Interesse und Quellenzugang zusammen. Im deutschsprachigen Raum ist die Ostkirchengeschichte der orthodoxen Kirchen seit dem Großen Schisma im Jahr 1054 als separater Teil ausgegliedert und nicht Bestandteil der allgemeinen theologischen Ausbildung.

Siehe auch

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