Kuipergürtel

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Kuipergürtel (nichtmaßstäbliches Schema)

Der Kuipergürtel (eng. Kuiper belt) ist eine ringförmige, relativ flache Region, die sich im Sonnensystem außerhalb der Neptunbahn in einer Entfernung von ungefähr 30 bis 50 Astronomischen Einheiten (AE) nahe der Ekliptik erstreckt und schätzungsweise mehr als 70.000 Objekte mit mehr als 100 km Durchmesser sowie viele kleinere Objekte enthält. Der Begriff wurde 1988 von Scott Tremaine geprägt und nach Gerard Kuiper benannt, der bereits seit den 1950er Jahren einen „Kometengürtel“ (eng. comet belt) postuliert hatte.[1]

Die Objekte in diesem Bereich werden als Kuipergürtelobjekte (abgekürzt KBO, von engl. Kuiper Belt Objects, manchmal auch EKO von engl. Edgeworth-Kuiper Belt) bezeichnet und gehören zu den transneptunischen Objekten (TNO).

Man vermutet, dass ein Großteil der Kometen mit mittleren Perioden aus dem Kuipergürtel stammt. Während früher davon ausgegangen wurde, dass die Kometenkerne nahezu unverändert aus ihrer Bahn geworfene KBOs sind, gilt mittlerweile, dass es sich bei ihnen um Fragmente aus Zusammenstößen von KBOs handelt.

Siehe auch

Literatur

  • John K. Davies: The first decadal review of the Edgeworth-Kuiper belt. Kluwer, Dordrecht 2004, ISBN 1-4020-1781-2.
  • Brett Gladman: The Kuiper Belt and the Solar System’s Comet Disk. In: Science. Band 307, Nr. 5706, 7. Januar 2005. doi:10.1126/science.1100553. S. 71–75
  • Christian Vitense et al.: The Edgeworth-Kuiper debris disk. In: Astronomy and Astrophysics. Volume 520, id. A32, 2010. doi:10.1051/0004-6361/201014208

Weblinks

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Einzelnachweise

  1. John Davies: Beyond Pluto: Exploring the outer limits of the solar system. Cambridge University Press. xii. Cambridge 2001, S. 191, ISBN 978-0-521-80019-8.


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