Kometen

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Der Halleysche Komet, aufgenommen am 8. März 1986 von W. Liller

Kometen oder Schweifsterne (von griech. αστέρ κομέτες, astér kométes Langhaariger Stern, abgeleitet von κομέ, kómē Haupthaar) sind kleine Himmelskörper, deren auffälligstes Kennzeichen ihr langer Schweif ist, der bei großen sonnennahen Kometen eine Länge von mehreren 100 Millionen Kilometern erreichen kann. In Sonnennähe ist der meist nur wenige Kilometer große Kern des Kometen von einer diffusen, bis zu 100.000 Kilometer großen Hülle umgeben, die als Koma bezeichnet wird und zusammen mit dem Kern den eigentlichen sichtbaren Kopf des Kometen bildet.

Einer der bekanntesten und hellsten Koment ist der Halleysche Komet, der etwa alle 75 bis 77 Jahre in Erdnähe kommt, zuletzt 1986; die nächste Wiederkehr wird für 2061 erwartet. Bei seinem vorletzten Erscheinen hatte er viele Menschen in Angst und Schrecken versetzt, nachdem man, kurz bevor die Erde den Kometenschweif am 19. Mai 1910 durchquerte, durch spektroskopische Untersuchungen festgestellt hatte, dass der Schweif giftiges Cyan-Gas enthällt. Rudolf Steiner hatte zuvor schon im Jahre 1906 auf diese Tatsache aus rein geistigen Erkenntnissen hingewiesen:

"Im Jahre 1906 während des Kongresses in Paris [siehe unten] habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß die Geistesforschung aus ihrer Erkenntnis der kometarischen Natur sagen kann: Weil auf der Erde Verbindungen von Kohlenstoff und Sauerstoff dieselbe Rolle spielen, welche während des alten Mondendaseins die Verbindungen von Kohlenstoff und Stickstoff gespielt haben, das heißt Zyanverbindungen, so muß das kometarische Dasein blausäureartige Verbindungen enthalten, Zyanverbindungen, die sich aus Kohlenstoff und Stickstoff zusammensetzen. Diejenigen, die diese Dinge aufmerksam verfolgt haben, werden sich das bewahrt haben. So ist also aus der Geisteswissenschaft heraus längst gesagt worden, daß unsere Kometennaturen irgendwelche zyanartige Verbindungen enthalten. In den letzten Wochen ist diese Tatsache als eine äußere spektralanalytische Tatsache durch die Zeitungen gegangen. Es ist das nur ein Fall, hundert andere könnten ebenso angeführt werden, wie die Geistesforschung ihre Brücke ziehen kann zu den Tatsachen der äußeren Forschung. Spektralanalyse hat in diesem Falle nach Jahren das konstatiert, was aus der Geisteswissenschaft heraus bereits vor Jahren gesagt worden ist. Nirgends widersprechen die Tatsachen der äußeren materialistischen Forschung den Tatsachen der Geistesforschung! Auf so etwas, wie das eben Gesagte, darf man sich berufen, wenn diejenigen, die auf dem kurulischen Stuhl der wahren Wissenschaft sitzen, immer wieder kommen und auf die äußeren Tatsachen hinweisen. Wir dürfen die äußeren Tatsachen nur nicht verwechseln mit den engbegrenzten Begriffen, welche die Menschen sich selber ziehen. Wenn das alles Tatsachen wären, was heute Naturwissenschaft ist, dann würde die Naturwissenschaft sehr der Geisteswissenschaft widersprechen; aber das sind gar nicht Tatsachen, sondern nur korrupte Begriffe derjenigen, die durch unsere heutigen Zeitverhältnisse eben berufen sind, mit den Dingen zu hantieren." (Lit.: GA 116, S. 114ff)

Rudolf Steiner bezieht sich in den oben stehenden Worten auf folgende Aussagen aus dem Jahre 1906:

"Die Atmosphäre des Mondes enthielt Stickstoff, wie heutzutage die irdische Atmosphäre Sauerstoff enthält, und das Vorwalten des Stickstoffs ist es, was das Ende der Mondperiode und den Anfang der kosmischen Nacht bewirkt hat. Was auf der Erde an die letzten Existenzbedingungen des Mondes erinnert, das sind die Stickstoffverbindungen. Daraus erwächst auf der Erde eine destruktive Wirkung, denn diese Stickstoffverbindungen sind hier nicht an ihrem Platze. Es sind schädliche Rückstände aus den Lebensbedingungen eines anderen Weltalters. Die Verbindung von Kohlenstoff und Stickstoff hatte auf dem Mond ungefähr die gleiche Wirkung wie auf der Erde diejenige von Kohlenstoff und Sauerstoff." (Lit.: GA 94, S. 102)

Die Kometen sind aus geistiger Sicht sehr bedeutsam, da sie alle schädlichen astralischen Substanzen, die innerhalb des Planetensystems entstanden sind, aufsammeln und in die Weiten des Kosmos hinausbefördern. Nach dem Durchgang durch das Planetensystem verschwinden Komenten für gewöhnlich aus dem Raum und werden bei ihrer Rückkehr von der anderen Seite her neu gebildet. Kometen mit geschlossenen elliptischen Bahnen, wie das etwa beim Halleyschen Kometen der Fall ist, sind die Ausnahme. Die Evolution innerhalb der Kometen ist abhängig von den Wesenheiten der höheren Hierarchien bis herunter zu den Cherubim.

Entstehung der Kometen

„Wir stehen mit der Erde in der Mondensphäre drinnen. So stehen wir in einer gewissen Beziehung auch in der Sonnensphäre drinnen, so stehen wir in der Sphäre der Planeten drinnen. Die sind nicht bloß dasjenige, was sich da in den Lemniskaten bewegt und was dort an jenem Punkte ist, sondern der Punkt ist nur ein besonders ausgezeichneter Teil; ich sagte Ihnen: wie der Fruchthof im Eikeim des menschlichen Embryos. Wenn Sie das aber ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen: Ich betrachte die Erde, ich betrachte die Sonne. Da aber schieben sich zwei Sphären ineinander, und diese Sphären drücken sich so aus, daß sie gewissermaßen von entgegengesetzt gerichteten Materien herkommen, vom Sonnenmittelpunkt, gegen den negative Materie hintendiert, vom Erdenmittelpunkt, von dem positive Materie ausstrahlt. Da durchdringt sich positive und negative Materialität. Es durchdringt sich natürlich nicht so, daß die Durchdringung überall eine homogene ist - so würden sich nicht einmal zwei Wolken durchdringen, wenn sie durcheinanderziehen -, sondern sie sind durchaus inhomogen. Und nun stellen Sie sich vor in diesem Durchdringen das Aufeinanderstoßen bestimmter Dichtigkeitsverhältnisse, dann haben Sie die Bedingungen gegeben, daß einfach durch die eine Substantialität, die von der anderen durchdrungen wird, solche Erscheinungen wie die Kometen entstehen. Das sind werdende Erscheinungen, fortwährend werdende und fortwährend vergehende Erscheinungen, und wir haben uns nicht vorzustellen, wenn wir theoretisch im Sinne des kopernikanischen Systems unser Planetensystem aufzeichnen, daß da die Sonne ist, Uranus, Saturn, und dann kommt von weit her der Komet und geht wieder weit hinaus (Fig. 8). Da außerhalb brauchen wir uns ihn überhaupt nicht vorzustellen, sondern er wird, verändert im Perihel seine Gestalt, die fortwährend etwas Werdendes ist, verliert sich da wiederum.

Zeichnung aus GA 323, S. 329 (Fig. 8)

Er ist etwas Entstehendes und Vergehendes, kann daher unter Umständen auch scheinbar Bahnen nehmen, die nicht geschlossen sind, parabolische oder hyperbolische Bahnen, weil es sich nicht darum handelt, daß da etwas herumzieht, was in geschlossener Bahn zu sein braucht, sondern weil etwas entsteht und durchaus entstehen kann in einer parabolischen Richtung, und hier verschwindet, nicht mehr ist. Den Kometen müssen wir durchaus als etwas Flüchtiges ansehen, einen Ausgleich, wenn wir die Sonne und die Erde in Betracht ziehen, zwischen ponderabler Materie und imponderabler Materie; ein Sich-Begegnen von ponderabler und imponderabler Materie, die sich nicht gleich so ausgleichen, wie sie sich ausgleichen, wenn das Licht in der Luft sich ausbreitet, wo sich ja auch Ponderables und Imponderables begegnen, aber da breiten sie sich stetig aus, gewissermaßen homogen, sie stoßen sich nicht. Beim Kometen haben wir ein gegeseitiges Sich- Stoßen, weil sie sich nicht anpassen. Nehmen Sie zum Beispiel Luft, und es gehe das Licht mit einer gewissen Stärke durch die Luft hindurch, es breite sich aus, homogen; wenn das Licht sich aber nicht

Zeichnung aus GA 323, S. 330 (Fig. 9)

schnell genug anpaßt an die Luftausbreitung, dann geschieht gewissermaßen - aber ich bitte, das nicht im mechanischen Sinn zu nehmen, sondern als etwas Innerliches - eine innerliche Reibung zwischen ponderabler und imponderabler Materie (Fig.9). Verfolgen Sie den Komenten, da ist diese durch den Raum ziehende Reibung von ponderabler und imponderabler Materie etwas fortwährend Entstehendes und Vergehendes.“ (Lit.:GA 323, S. 328ff)

Literatur

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