Cyan

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Cyan
Farbcode: #0CF

Cyan (veraltet Zyan; von griech. κúανoς, kyanos = „Dunkelblau“) ist ein zwischen Blau und Grün liegender, mehr oder weniger hellbbläulich bis türkis erscheinender Farbton. Cyan ist neben Magenta und Gelb eine der drei Grundfarben der subtraktiven Farbmischung.

Dicyan

Strukturformel von Dicyan
Halleyscher Komet, 8. März 1986

Als Cyan oder genauer Dicyan wird auch eine chemische Verbindung von Stickstoff und Kohlenstoff mit der Summenformel C2N2 bezeichnet. Dicyan ist ein hochgiftiges farbloses, leicht brennbares, stechend bittermandelartig riechendes Gas. 1910 wurde es spektroskopisch im Schweif des damals wiederkehrenden Halleyschen Kometen nachgewiesen. Schon 1906 hatte Rudolf Steiner aufgrund geisteswissenschaftlicher Forschungen darauf hingewiesen, dass Zyan im Schweif von Kometen zu finden sein müsste.

"Im Jahre 1906 während des Kongresses in Paris habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß die Geistesforschung aus ihrer Erkenntnis der kometarischen Natur sagen kann: Weil auf der Erde Verbindungen von Kohlenstoff und Sauerstoff dieselbe Rolle spielen, welche während des alten Mondendaseins die Verbindungen von Kohlenstoff und Stickstoff gespielt haben, das heißt Zyanverbindungen, so muß das kometarische Dasein blausäureartige Verbindungen enthalten, Zyanverbindungen, die sich aus Kohlenstoff und Stickstoff zusammensetzen. Diejenigen, die diese Dinge aufmerksam verfolgt haben, werden sich das bewahrt haben. So ist also aus der Geisteswissenschaft heraus längst gesagt worden, daß unsere Kometennaturen irgendwelche zyanartige Verbindungen enthalten. In den letzten Wochen ist diese Tatsache als eine äußere spektralanalytische Tatsache durch die Zeitungen gegangen." (Lit.: GA 116, S. 114)

Zyan ist nach Rudolf Steiner eine Verbindung, die auf die planetarische Entwicklungsstufe des alten Mondes zurückweist, die unserer gegenwärtigen Erdentwicklung vorangegangen ist:

"Die Atmosphäre des [alten] Mondes enthielt Stickstoff, wie heutzutage die irdische Atmosphäre Sauerstoff enthält, und das Vorwalten des Stickstoffs ist es, was das Ende der Mondperiode und den Anfang der kosmischen Nacht bewirkt hat. Was auf der Erde an die letzten Existenzbedingungen des Mondes erinnert, das sind die Stickstoffverbindungen. Daraus erwächst auf der Erde eine destruktive Wirkung, denn diese Stickstoffverbindungen sind hier nicht an ihrem Platze. Es sind schädliche Rückstände aus den Lebensbedingungen eines anderen Weltalters. Die Verbindung von Kohlenstoff und Stickstoff hatte auf dem Mond ungefähr die gleiche Wirkung wie auf der Erde diejenige von Kohlenstoff und Sauerstoff." (Lit.: GA 094, S. 102)[1]

Literatur

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Literaturangaben zum Werk Rudolf Steiners folgen, wenn nicht anders angegeben, der Rudolf Steiner Gesamtausgabe (GA), Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz
Email: verlag@steinerverlag.com URL: www.steinerverlag.com. Freie Werkausgaben gibt es auf fvn-rs.net, archive.org und im Rudolf Steiner Online Archiv.
Eine textkritische Ausgabe grundlegender Schriften Rudolf Steiners bietet die Kritische Ausgabe (SKA) (Hrsg. Christian Clement): steinerkritischeausgabe.com
Die Rudolf Steiner Ausgaben basieren auf Klartextnachschriften, die dem gesprochenen Wort Rudolf Steiners so nah wie möglich kommen.
Hilfreiche Werkzeuge zur Orientierung in Steiners Gesamtwerk sind Christian Karls kostenlos online verfügbares Handbuch zum Werk Rudolf Steiners und
Urs Schwendeners Nachschlagewerk Anthroposophie unter weitestgehender Verwendung des Originalwortlautes Rudolf Steiners.
Ausführliche bibliografische Informationen mit Volltextsuche in allen derzeit verfügbaren Online-Ausgaben bietet die Steinerdatenbank.de.

Einzelnachweise

  1. In der Nachschrift von Mathilde Scholl lautet dieser Abschnitt:
    "Die Stickstoffverbindungen, die Zyanverbindungen, sind so zerstörend für die Erde, weil sie nur auf dem Monde das Normale waren. Eines der schwersten Gifte ist Zyan, eine Verbindung von Kohlenstoff mit Stickstoff. Diese Verbindung bedeutete auf dem Monde ungefähr dasselbe wie auf der Erde die Verbindung des Kohlenstoffs mit dem Sauerstoff." (Lit.: GA 116, S. 313)
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