Monde

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Auswahl von Monden im Sonnensystem im Größenvergleich zur Erde

Ein Satellit (von lat. satelles „Begleiter, Leibwächter“), auch Mond oder Trabant, ist in der Astronomie ein kompaktes natürlich entstandenes astronomisches Objekt, das sich in einer Umlaufbahn um ein anderes, deutlich massereicheres Objekt befindet. Natürliche Satelliten von Planeten werden meist als Monde bezeichnet. Der Planet, den ein Mond umkreist, wird auch Mutterplanet genannt. Früher wurden die Monde von Planeten auch als Nebenplaneten bezeichnet.[1]

Der Erfindung des Fernrohrs ist es zu danken, dass Galileo Galilei 1610 erstmals die vier größten Monde des Jupiters beobachten konnte. Da diese ganz offensichtlich nicht die Erde sondern den Jupiter umrunden, wurde das als starkes Argument gegen das geozentrische und für das von Kopernikus postulierte heliozentrische Weltbild gewertet.

Die Gravitation eines Planeten macht sich auf einem ihn umkreisenden Mond als Gezeitenkräfte bemerkbar. Der Mond wird dabei leicht verformt. Dies führt dazu, dass sich die Rotation des Monds allmählich seiner Umlauffrequenz um den Planeten anpasst. Der Mond wendet dann dem Planeten immer dieselbe Seite zu. Umgekehrt bewirkt die Gravitation eines Monds Gezeitenkräfte auf dem Planeten und hat damit Rückwirkungen auf dessen Rotation. Da sich Mond und Planet deutlich in der Masse unterscheiden, reichen diese Gezeitenkräfte im Allgemeinen nicht aus, um die Rotation des Planeten an die Umlaufzeit des Monds anzugleichen. Die Gravitation von Monden hat auch deutlichen Einfluss auf die Form und Stabilität des Ringsystems eines Planeten.

Seit dem Start von Sputnik 1 am 4. Oktober 1957 sind künstliche Erdbeobachtungs-, Kommunikations-, Navigations- und Wettersatelliten, die die Erde umkreisen, mittlerweile zu alltäglich genutzten technischen Werkzeugen geworden.

Geistiger Hintergrund

Die Monde, von denen unser Erdenmond nur ein spezielles Beispiel ist, bilden in ihrer Gesamtheit den Leichnam eines Planetensystems. Ihnen gegenüber hat der geöffnete geistige Blick den gleichen Eindruck wie gegenüber einem menschlichen Leichnam. In den Monden erstirbt gleichsam das Planetensystem; sie werden als tote Schlacke zum Träger all dessen, was mit der weiter voranschreitenden geistigen Entwicklung nicht mitgehen kann.

Was in den Monden wirkt, ist abhängig von den geistigen Hierarchien bis herab zun den Erzengeln (Archangeloi).

„Ein Mond ist etwas ganz anderes als ein Planet oder ein Fixstern. Wenn wir schon gesehen haben, daß die Beziehungen der Wesenheiten der höheren Hierarchien andere sind zum Fixstern und andere zum Planeten und andere zum Mond, so müssen wir noch folgendes ins Auge fassen, um die Verschiedenheit des Mondes, des Planeten, des Fixsternes zu charakterisieren. Nehmen wir einmal heraus aus einem Planetensystem, wie wenn wir es herausschälen würden, alles, was die Monde der einzelnen Planeten sind, das heißt, denken Sie sich für einen Moment weg den Fixstern selber, denken Sie sich weg die Planeten, so daß im Planetensystem nur die Monde übrig bleiben. Wenn der okkulte Bück so gerichtet wird, daß er nun nur beobachtet dasjenige, was ich Ihnen eben hervorgehoben habe: die Monde, alles, was Mond ist innerhalb eines Planetensystems, alles, wo die Kräfte bis zu den Erzengeln herunter dieselben sind wie auf unserer Erde in der aufeinanderfolgenden Evolution der Menschheit —, dann bekommen wir einen ganz bestimmten Eindruck, dann machen wir eine ganz bestimmte okkulte Erfahrung. Diese okkulte Erfahrung können wir noch ein zweites Mal machen.

Nicht wahr, derjenige, der mit dem praktischen okkulten Blick an die Dinge herangeht, der kann, wenn er genügend Willensvermögen hat, sich die Fixsterne und die Planeten aus dem Planetensystem wegdenken: es bleiben ihm die Monde zurück, das heißt er stellt auf alles das, wofür er sich so vorbereitet hat, seinen Blick ein. Und nun muß man noch etwas anderes suchen, wo man dieselbe Impression, denselben Eindruck hat, den man so von allen Monden eines Planetensystems zusammen hat. Denselben Eindruck, den man von allen Monden zusammen hat, hat man genau, wenn man einen menschlichen Leichnam betrachtet, einen physischen Leib, dessen Träger eben oder vor kurzer Zeit durch die Pforte des Todes gegangen ist. So sehr die Dinge äußerlich verschieden aussehen, das, was die äußere Naturwissenschaft angibt als äußere Verschiedenheit, das ist Maja. Was sich für den okkulten Blick als Impression ergibt, wie wir als Menschen mit dieser Impression stehen zu der Summe der Monde eines Planetensystems das einemal, und zu dem, was uns ein physischer Leib, der verlassen worden ist von seinem ätherischen, seinem astralischen Leib und so weiter, was uns ein physischer Leib als Eindruck hervorruft das anderemal, das ist das gleiche. Daraus ergibt sich die okkulte Erkenntnis, daß das Planetensystem in den fortdauernd entstehenden Monden innerhalb seiner selbst nach und nach seinen Leichnam ausbildet. Alle Monde eines Planetensystems sind das, was sich fortwährend eingliedert als der Leichnam des Planetensystems. Der Unterschied gegenüber dem Menschen ist der, daß der Mensch von dem Augenblick an, wo er mit seiner Wesenheit übergeht in den Zustand, in dem das Planetensystem ist, wenn es seine Monde bildet, dann seinen Leichnam ausscheidet, daß das Planetensystem aber den Leichnam in sich behält, das Absterbende in den Monden zusammenschnürt, zusammenkondensiert. Es ist so, wie wenn der Mensch, wenn er durch die Pforte des Todes geht, seinen physischen Leib nicht ablegen, sondern ihn zusammenballen würde zu irgendwelchen Organen und durch irgendeine Kraft, die er an sich hat, ihn noch weiterschleppen würde. In seinen Monden schleppt tatsächlich ein Planetensystem seinen eigenen, und zwar fortwährend sich ändernden Leichnam mit sich, einen Leichnam, der im Werden ist, der in Evolution sich befindet.“ (Lit.:GA 136, S. 125f)

Siehe auch

Literatur

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Einzelnachweise

  1. Herders Conversations-Lexikon. Freiburg im Breisgau 1856, Band 4, S. 308 zeno.org
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