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Die Erbauung des Neuen Jerusalem in uns
Vortragsreihe rund um die «Apokalypse des Johannes» von Wolfgang Peter
Siebentes apokalyptisches Siegel
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Jeden Dienstag live ab 19h. Die Vorträge sind frei zugänglich und können wenig später auch als Video, Audio und als transkripierter Text abgerufen werden.

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Marterpfahl

Aus AnthroWiki
Colonel William Crawford am Marterpfahl, von James Boroff (Ausschnitt). Er wurde als Vergeltung für das Gnadenhütten-Massaker 1782 am Marterpfahl hingerichtet und war wohl das prominenteste Opfer.

Der Marterpfahl war ein bei einigen Indianerstämmen verwendeter Pfahl, an den gefangene Feinde des Stammes festgebunden wurden, die dann zum Teil einer erniedrigenden Tortur ausgesetzt wurden. Tatsächlich belegt ist die Verwendung nur bei wenigen Stämmen, darunter den Irokesen, Kiowa, Lenni Lenape und Comanchen. Die Prozedur verlief auch nicht notwendig tödlich; es sind Berichte überliefert, wonach Personen, die diese Folter überstanden haben, freigelassen wurden. Sie wurde auch nicht angewandt, wenn der Betroffene vorher eine Art Spießrutenlaufen heil überstanden hatte, bei dem er eine Gasse aus zwei Reihen von Indianern zu passieren hatte, die auf ihn einschlugen. Ziel war es, den Willen des Gefangenen zu brechen. Der dafür verwendete Pfahl hatte eine gewisse Ähnlichkeit mit den anderen Zwecken dienenden Totempfählen, sollte jedoch nicht mit diesem verwechselt werden, da der Totem- oder Wappenpfahl an der Nordwestküste des nordamerikanischen Kontinents vorkommt und völlig anderen Zwecken diente - an ihm wurde weder gefoltert noch hingerichtet.

Die öffentliche Folter von gefangenen Feinden am Marterpfahl war ein traditionelles Ritual der Indianerstämme im amerikanischen Nordosten. Gefangene Feinde wurden für Stunden, manchmal sogar für Tage, unerträglichen Schmerzen ausgesetzt. Je größer der Respekt war, den die Indianer ihrem Feind entgegenbrachten, desto unbarmherziger war die Tortur. Das Opfer hingegen verhöhnte seine Peiniger und zeigte sich möglichst unbeeindruckt von den Qualen. Das britische Indianerministerium in Detroit nutzte während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs seinen Einfluss auf die Indianer, um das Töten und Quälen von gefangenen Gegnern zunächst erfolgreich zu unterbinden, doch nach dem Gnadenhütten-Massaker wurde die traditionelle Praxis als Vergeltungsmaßnahme wieder eingeführt.[1]

Zeugen Jehovas

In Abweichung von allen anderen Konfessionen sprechen die Zeugen Jehovas in ihrer NEUE WELT-Übersetzung der Bibel, jeweils da, wo sonst Kreuz steht von Marterpfahl. Dies ist neben der Ablehnung der Dreifaltigkeitslehre eine wesentliche Abweichung in der Bibelübersetzung der Zeugen Jehovas, welche die Zeugen Jehovas von nahezu allen anderen christlichen Religionen unterscheidet.

Einzelnachweis

  1. ↑ Paul O'Neil: Der Weg nach Westen. 2nd printing. Time-Life-Bücher, Amsterdam 1980 (Time-Life-Bücher - Der Wilde Westen), S. 72.
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Marterpfahl aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.