Mitternachtskräfte

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Die Wirkung kosmischer Kräfte (GA 178, S 229)
Kosmische Kräfte gestalten den befruchteten Lebenskeim (GA 178, S 224)

Mitternachtskräfte sind kosmische Kräfte, die im Tierkreis aus der Region des Schützen wirken. Gewisse östliche Bruderschaften werden diese Kräfte für einen gruppenegoistisch motivierten, unrechten eugenischen Okkultismus zur Geburtenkontrolle einsetzen. Man wird dabei auf die niederen tierischen Kräfte des Astralleibs einwirken. Heilsam für die ganze Menschheit kann man nur mit den Morgen- und Abendkräften arbeiten, die aus den Regionen der Fische und der Jungfrau wirken.

"Das dritte ist: die Menschengedanken einzuführen in das Werden des Menschengeschlechtes selber in Geburt und Erzeugung. Ich habe darauf hingewiesen, wie ja auch schon darüber Kongresse gehalten worden sind, wie man sogar eine materialistische Ausgestaltung der Wissenschaft von der Zeugung und von der Zusammenspannung von Mann und Weib in der Zukunft begründen will [...]

Man spricht heute viel von alter Alchimie; man erinnert sich auch zuweilen an den Vorgang der Homunkulus-Erzeugung und so weiter. Was darüber gesprochen wird, ist zumeist unzutreffend. Wird man einmal dasjenige verstehen, was in Anlehnung an die Homunkulus- Szene bei Goethe gesagt werden kann, so wird man über diese Dinge besser belehrt sein; denn das Wesentliche ist, daß vom 16. Jahrhundert an über diese Dinge Nebel verbreitet worden sind; sie sind im Menschheitsbewußtsein zurückgetreten." (Lit.: GA 178, S. 220f)

"Bei andern Brüderschaften wiederum, die vor allen Dingen an dem Mysterium von Golgatha vorbeigehen wollen, wird es sich darum handeln, die zwiefache Menschennatur auszunutzen; diese zwiefache Menschennatur, die, so wie der Mensch in die fünfte nachatlantische Zeit hereingezogen ist, enthält auf der einen Seite den Menschen, aber in dem Menschen die niedere Tiernatur. Der Mensch ist ja gewissermaßen wirklich ein Kentaur: er enthält die niedere Tiernatur astraliter, er enthält die Menschheit gewissermaßen nur auf diese Tiernatur aufgesetzt. Durch dieses Zusammenwirken der Zwienatur im Menschen gibt es auch einen Dualismus von Kräften. Das ist jener Dualismus von Kräften, der mehr nach der östlichen, indischen Seite hin von gewissen egoistischen Brüderschaften benutzt werden wird, um auch den europäischen Osten zu verführen, welcher die Aufgabe hat, den sechsten nachatlantischen Zeitraum vorzubereiten. Und der verwendet die Kräfte, welche vom Schützen her wirken." (Lit.: GA 178, S. 230)

"Und zusammen hängt das mit der gruppenegoistischen Ausnützung des Mysteriums der Geburt. Man strebt darnach, hier wirkliches kosmisches Verständnis zu erringen. Dieses kosmische Verständnis hat ja der Mensch der neueren Zeit ganz und gar durch ein tellurisches Verständnis ersetzt. Wenn der Mensch heute untersuchen will, wie sich zum Beispiel der Lebenskeim der Tiere oder Menschen entwickelt, dann untersucht er mit dem Mikroskop dasjenige, was gerade an dem Orte der Erde vorhanden ist, auf den er seinen mikroskopierenden Blick richtet; das betrachtet er als das, was man untersuchen soll. Aber es kann sich nicht darum handeln. Man wird dahinterkommen - und gewisse Kreise sind nahe daran, dahinterzukommen -, daß was als Kräfte wirkt, nicht in dem darinnen steckt, worauf man den mikroskopierenden Blick richtet, sondern daß dies vom Kosmos hereinkommt, von der Konstellation im Kosmos. Wenn ein Lebenskeim entsteht, so entsteht er dadurch, daß in das Lebewesen, in welchem der Lebenskeim sich ausbildet, Kräfte von allen Seiten des Kosmos her wirken, kosmische Kräfte. Und wenn eine Befruchtung geschieht, handelt es sich bei dem, was aus der Befruchtung wird, darum, welche kosmischen Kräfte bei der Befruchtung tätig sind.

Eines wird man einsehen, was man heute noch nicht einsieht. Heute denkt man, da ist irgendein Lebewesen, sagen wir ein Huhn. Wenn in diesem Lebewesen ein neuer Lebenskeim entsteht, so untersucht gewissermaßen der Biologe, wie gleichsam aus diesem Huhn das Ei herauswächst. Die Kräfte untersucht er, die aus dem Huhn selber das Ei wachsen lassen sollen. Ein Unsinn ist dieses. Aus dem Huhn wächst gar nicht das Ei heraus, das Huhn ist nur die Unterlage; aus dem Kosmos herein wirken die Kräfte, die auf dem Boden, der im Huhn bereitet ist, das Ei erzeugen. Was der mikroskopierende Biologe heute unter seinem Mikroskop sieht, davon glaubt er, daß da, wo sein mikroskopisches Feld ist, auch die Kräfte sind, auf die es ankommt. Was er da sieht, hängt aber von den Sternenkräften ab, die in einem Punkte in einer gewissen Konstellation zusammenwirken. Und wenn man hier das Kosmische entdeckt, wird man erst die Wahrheit, die Wirklichkeit entdecken: das Weltenall ist es, das in das Huhn hinein das Ei zaubert.

All dieses hängt aber vor allen Dingen zusammen mit dem Geheimnis der Sonne, und irdisch betrachtet mit dem Geheimnis des Goldes." (Lit.: GA 178, S. 223f)

Literatur

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