Mondfinsternis

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Der Blutmond der totalen Kernschattenmondfinsternis vom 28. August 2007

Eine Mondfinsternis tritt ein, wenn der Mond durch den Schattenwurf der zwischen Sonne und Mond stehenden Erde verdunkelt wird. Nur zur Zeit des Vollmondes ist eine Mondfinsternis möglich, und auch dann nur, wenn der Mond so nahe einem der beiden Mondknoten steht, dass Sonne, Mond und Erde auf einer verbindenden Geraden stehen. Auch bei einer totalen Mondfinsternis wird die Mondscheibe, die den Kernschatten der Erde durchwandert, nicht völlig verdunkelt, sondern erscheint als dunkelrot gefärbter Blutmond, weil ein Teil des Sonnenlichts durch die Erdatmosphäre in den Schattenbereich abgelenkt und dabei gemäß Goethes Farbenlehre zu rötlichen Farbtönen abgedunkelt wird.

Aus geistiger Sicht ermöglicht es eine Mondfinsternis entsprechend gesinnten Menschen von bösen Gedanken aus dem kosmischen Breich geradezu besessen zu werden.

"Und wiederum, wenn Mondenfinsternis ist - nun ja, das moderne Bewußtsein sagt: Da steht die Erde zwischen Sonne und Mond, deshalb sieht man den Schatten der Erde auf dem Monde. - Das ist eine physische Erklärung. Aber wiederum wußte der alte Initiierte, daß da ein Geistiges zugrunde liegt, daß, indem der Mond verfinstert ist, die Gedanken durch die Dunkelheit hinunterströmen, daß sie also eine innigere Beziehung zu dem Unterbewußten des Menschen haben als zu dem Bewußten. Und die alten Eingeweihten sagten oftmals im Gleichnisse zu ihren Schülern - ich übersetze es in die moderne Sprache: Die schwärmerischen Menschen gehen bei Vollmondschein spazieren; diejenigen Menschen aber, welche die Teufelsgedanken aufnehmen wollen aus dem Weltenall, nicht die guten Gedanken, die gehen bei Mondenfinsternis spazieren... Denn in der Tat ist es so, daß wenn in jedem Jahre sich Sonnen- und Mondenfinsternisse wiederholen, diese gewissermaßen, ich möchte sagen, «entgegengesetzte Ventile» sind. Ventile werden ja angebracht, damit kein Schaden entsteht, damit sie sich öffnen zur rechten Zeit, zum Beispiel den Dampf auslassen. Diese Ventile, die in den Welterscheinungen als Sonnen- und Mondenfinsternisse auftreten, sind gerade dazu da, damit dasjenige, was, wenn es sich um eine Sonnenfinsternis handelt, als Schlechtigkeit auf der Erde sich verbreitet, in luziferischer Weise in den Weltenraum hinausgetragen werden kann und dort weiteres Unheil anrichtet, während die Mondenfinsternisse dazu eingerichtet sind, daß zu denjenigen Menschen, die ganz besonders von bösen Gedanken besessen werden wollen, die bösen Gedanken des Weltenalls kommen können." (Lit.: GA 213, S. 39f)

Aufeinanderfolgende Phasen einer totalen Mondfinsternis.

Siehe auch

Literatur

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