NSDAP

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Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) war eine in der Weimarer Republik gegründete politische Partei, deren Programm und Ideologie (der Nationalsozialismus) von radikalem Antisemitismus und Nationalismus sowie der Ablehnung von Demokratie und Marxismus bestimmt war. Sie war als straffe Führerpartei organisiert. Ihr Parteivorsitzender war ab 1921 der spätere Reichskanzler Adolf Hitler, unter dem sie Deutschland in der Diktatur des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 als einzige zugelassene Partei beherrschte.

Sie wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 durch das alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 2 mit allen ihren Untergliederungen als verbrecherische Organisation eingestuft und damit verboten und aufgelöst, ihr Vermögen wurde beschlagnahmt und eingezogen.

Das bedeutete in der sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR, gleichzeitig das bis zur Deutschen Wiedervereinigung geltende Verbot, ihre Symbole zu besitzen oder sie zu zeigen, gleich aus welchem Grund.

Seit der Gründung der Bundesrepublik 1949 war dort jede Werbung für sie durch Schriften, Worte oder Kennzeichen verboten, wobei allerdings der private Besitz nicht eingeschränkt wurde.

Eine der Bundesrepublik gleichartige Regelung war mit dem Verbotsgesetz in Österreich vier Jahre zuvor, 1945, getroffen worden.

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Literatur

  • Christine Arbogast: Herrschaftsinstanzen der württembergischen NSDAP. Funktion, Sozialprofil und Lebenswege einer regionalen NS-Elite 1920–1960 (= Nationalsozialismus und Nachkriegszeit in Südwestdeutschland. Band 7). Oldenbourg, München 1998, ISBN 3-486-56316-5 (Dissertation Universität Tübingen 1996/1997, DNB 951148168, 295 Seiten, 23 cm).
  • Ralf Balke: Hakenkreuz im Heiligen Land. Die NSDAP-Landesgruppe Palästina. Sutton, Erfurt 2001, ISBN 3-89702-304-0.
  • Wolfgang Benz (Hrsg.): Wie wurde man Parteigenosse? Die NSDAP und ihre Mitglieder (= Fischer, Band 18068, Die Zeit des Nationalsozialismus). Fischer, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-596-18068-4.
  • Wilfried Böhnke: Die NSDAP im Ruhrgebiet. 1920–1933 (= Schriftenreihe des Forschungsinstituts der Friedrich-Ebert-Stiftung, Band 106). Verlag Neue Gesellschaft, Bonn-Bad Godesberg 1974, ISBN 3-87831-166-4 (Dissertation Universität Marburg Philosophische Fakultät 1970, 239 Seiten; 24 cm).
  • Martin Broszat: Die Machtergreifung. Der Aufstieg der NSDAP und die Zerstörung der Weimarer Republik (= dtv 4516). 5. Auflage, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1994, ISBN 3-423-04516-7.
  • Thomas Childers: The Nazi Voter. The Social Foundations of Fascism in Germany, 1919–1933. University of North Carolina Press, Chapel Hill NC 1983, ISBN 0-8078-4147-1.
  • Ernst Deuerlein (Hrsg.): Der Aufstieg der NSDAP in Augenzeugenberichten (= dtv 2701 Augenzeugenberichte). 4. Auflage, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1980, ISBN 3-423-02701-0.
  • Peter Diehl-Thiele: Partei und Staat im Dritten Reich. Untersuchung zum Verhältnis von NSDAP und allgemeiner innerer Staatsverwaltung 1933–1945 (= Münchener Studien zur Politik. Band 9). Beck, München 1969, DNB 456453326 (Dissertation Universität München 1969, XIV, 269 Seiten, 8).
  • Jürgen W. Falter: Hitlers Wähler. Beck, München 1991, ISBN 3-406-35232-4.
  • Jürgen W. Falter (Hrsg.): Junge Kämpfer, alte Opportunisten. Campus, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-593-50614-2.
  • Johnpeter Horst Grill: The Nazi-Movement in Baden, 1920–1945. University of North Carolina Press, Chapel Hill NC 1983, ISBN 0-8078-1472-5.
  • Michael Grüttner: Das Dritte Reich. 1933–1939 (= Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte. Band 19). 10., völlig neu bearbeitete Auflage, Klett-Cotta, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-608-60019-3.
  • Dorothee Hochstetter: Motorisierung und „Volksgemeinschaft“. Das Nationalsozialistische Kraftfahrerkorps (NSKK) 1931–1945. Oldenbourg, München 2005, ISBN 3-486-57570-8 (Dissertation TU Berlin 2003, ).
  • Wolfgang Horn: Der Marsch zur Machtergreifung. Die NSDAP bis 1933 (= Athenäum-Droste-Taschenbücher 7234 Geschichte). Unveränderter Nachdruck des erstmals 1972 erschienenen Werkes. Athenäum-Verlag u. a., Königstein/Ts. [u. a.] 1980, ISBN 3-7610-7234-1.
  • Peter Hüttenberger: Die Gauleiter. Studie zum Wandel des Machtgefüges in der NSDAP (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Nr. 19, ISSN 0506-9408). DVA, Stuttgart 1969 (Dissertation: Universität Bonn, 1966, ).
  • Werner Jochmann: Nationalsozialismus und Revolution. Ursprung und Geschichte der NSDAP in Hamburg 1922–1933. Dokumente (= Veröffentlichungen der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus in Hamburg. Bd. 3, ZDB-ID 522596-6). Europäische Verlags-Anstalt, Frankfurt am Main 1963.
  • Michael H. Kater: The Nazi Party. A Social Profile of Members and Leaders, 1919–1945. Blackwell, Oxford 1983, ISBN 0-631-13313-5.
  • Sven Felix Kellerhoff: Die NSDAP. Eine Partei und ihre Mitglieder. Klett-Cotta, Stuttgart 2017, ISBN 978-3-608-98103-2.
  • Robert M. W. Kempner (Hrsg.): Der verpasste Nazi-Stopp. Die NSDAP als staats- und republikfeindliche, hochverräterische Verbindung. Preußische Denkschrift von 1930 (= Ullstein-Buch. Nr. 34159 Ullstein-Sachbuch). Ullstein, Frankfurt am Main [u. a.] 1983, ISBN 3-548-34159-4.
  • Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05131-3.
  • Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2000, ISBN 3-421-05132-1.
  • Ian Kershaw: Der NS-Staat. Geschichtsinterpretationen und Kontroversen im Überblick (= rororo 60796 rororo-Sachbuch). Erweiterte und bearbeitete Neuausgabe. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999, ISBN 3-499-60796-4.
  • Udo Kissenkoetter: Gregor Straßer und die NSDAP (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Bd. 37). Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1978, ISBN 3-421-01881-2 (Zugleich: Düsseldorf, Univ., Diss., 1975).
  • Gerhard Kratzsch: Der Gauwirtschaftsapparat der NSDAP. Menschenführung, „Arisierung“, Wehrwirtschaft im Gau Westfalen-Süd. Eine Studie zur Herrschaftspraxis im totalitären Staat (= Veröffentlichungen des Provinzialinstituts für Westfälische Landes- und Volksforschung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Bd. 27). Aschendorff, Münster 1989, ISBN 3-402-06931-8.
  • Gerd Krumeich (Hrsg.): Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg (= Schriften der Bibliothek für Zeitgeschichte. Bd. 24). Klartext, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0195-7.
  • Joachim Lilla: Die stellvertretenden Gauleiter und die Vertretung der Gauleiter der NSDAP im „Dritten Reich“ (= Materialien aus dem Bundesarchiv. H. 13). Wirtschaftsverlag NW, Bremerhaven 2003, ISBN 3-86509-020-6.
  • Peter Longerich: Hitlers Stellvertreter. Führung der Partei und Kontrolle des Staatsapparates durch den Stab Heß und die Partei-Kanzlei Bormann. Saur, München [u. a.] 1992, ISBN 3-598-11081-2.
  • Peter Longerich: Die braunen Bataillone. Geschichte der SA. Beck, München 1989, ISBN 3-406-33624-8.
  • Werner Maser: Der Sturm auf die Republik. Frühgeschichte der NSDAP (= Ullstein-Buch. Nr. 34041 Ullstein-Sachbuch). Ungekürzte Ausgabe. Ullstein, Frankfurt am Main [u. a.] 1981, ISBN 3-548-34041-5.
  • Horst Matzerath, Henry A. Turner: Die Selbstfinanzierung der NSDAP 1930–1932. In: Geschichte und Gesellschaft. Bd. 3, 1977, S. 59–92, Digitalisat.
  • Donald M. McKale: The Nazi Party Courts. Hitler’s Management of Conflict in his Movement, 1921–1945. University Press of Kansas, Lawrence [u. a.] 1974, ISBN 0-7006-0122-8.
  • Jeremy Noakes: The Nazi Party in Lower Saxony. 1921–1933. Oxford University Press, London [u. a.] 1971.
  • Armin Nolzen: Die NSDAP, der Krieg und die deutsche Gesellschaft. In: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Band 9: Jörg Echternkamp (Hrsg.): Die deutsche Kriegsgesellschaft. 1939 bis 1945. Halbband 1: Politisierung, Vernichtung, Überleben. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart [u. a.] 2004, ISBN 3-421-06236-6, S. 99–193.
  • Armin Nolzen: Funktionäre in einer faschistischen Partei. Die Kreisleiter der NSDAP, 1932/33 bis 1944/45. In: Till Kössler, Helke Stadtland (Hrsg.): Vom Funktionieren der Funktionäre. Politische Interessenvertretung und gesellschaftliche Integration in Deutschland nach 1933 (= Veröffentlichungen des Instituts für Soziale Bewegungen. Schriftenreihe A: Darstellungen. Bd. 30). Klartext-Verlag, Essen 2004, ISBN 3-89861-266-X, S. 37–75.
  • Armin Nolzen: Charismatic Legitimation and Bureaucratic Rule: The NSDAP in the Third Reich, 1933–1945. In: German History. Bd. 23, Nr. 4, 2005, S. 494–518, doi:10.1093/0266355405gh355oa.
  • Dietrich Orlow: The History of the Nazi Party. 2 Bände (Bd. 1: 1919–1933. Bd. 2: 1933–1945.). University of Pittsburgh Press, Pittsburgh PA 1969–1973, ISBN 0-8229-3183-4 (Bd. 1), ISBN 0-8229-3253-9 (Bd. 2).
  • Kurt Pätzold, Manfred Weißbecker: Geschichte der NSDAP. 1920–1945. Sonderausgabe. PapyRossa-Verlag, Köln 2002, ISBN 3-89438-260-0.
  • Gerhard Paul: Aufstand der Bilder. Die NS-Propaganda vor 1933. 2. Auflage, Dietz, Bonn 1992, ISBN 3-8012-5015-6.
  • Michael Rademacher: Handbuch der NSDAP-Gaue, 1928–1945. Die Amtsträger der NSDAP und ihrer Organisationen auf Gau- und Kreisebene in Deutschland und Österreich sowie in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen, Sudetenland und Wartheland. M. Rademacher u a., Vechta [u. a.] 2000, ISBN 3-8311-0216-3.
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  • Mathias Rösch: Die Münchner NSDAP 1925–1933. Eine Untersuchung zur inneren Struktur der NSDAP in der Weimarer Republik (= Studien zur Zeitgeschichte. Bd. 63). Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-56670-9 (Zugleich: München, Univ., Diss., 1998).
  • Detlef Schmiechen-Ackermann: Der „Blockwart“. Die unteren Parteifunktionäre im nationalsozialistischen Terror- und Überwachungsapparat. In: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte. Bd. 48, H. 4, 2000, S. 575–602, Digitalisat (PDF; 8 MB).
  • Henry A. Turner, Jr.: Die Großunternehmer und der Aufstieg Hitlers. Siedler, Berlin 1985, ISBN 3-88680-143-8.
  • Albrecht Tyrell (Hrsg.): Führer befiehl … Selbstzeugnisse aus der „Kampfzeit“ der NSDAP. Dokumentation und Analyse. Droste, Düsseldorf 1969 (Lizenzausgabe. Gondrom, Bindlach 1991, ISBN 3-8112-0694-X).
  • Albrecht Tyrell: Vom Trommler zum Führer. Der Wandel von Hitlers Selbstverständnis zwischen 1919 und 1924 und die Entwicklung der NSDAP. Fink, München 1975, DNB 750241225 (Dissertation Philosophische Fakultät Universität Bonn 1975, 296 Seiten, 23 cm Digitalisat von der University of Michigan zum 15. November 2006).

Weblinks

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