Planetengeist

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Der Planetengeist ist die führende geistige Wesenheit eines Planeten, gleichsam das Ich, die Individualität des Planeten, so wie die Gemeinschaft der Geister der Umlaufzeiten den Astralleib des Planeten bildet. Der Planetengeist der Erde ist der Erdgeist, der seinen Sitz in der neunten Schicht des Erdinneren hat, die identisch mit der Eishölle aus Dantes Göttlicher Komödie und zugleich der Quellort aller schwarzmagischer Kräfte ist. Hier ist auch das Erdgehirn lokalisiert, das in engem Zusammenhang mit dem menschlichen Gehirn steht.

"So wie wir beim Menschen also sagen: hinter seinem astralischen Leib ist sein Ich, so sprechen wir davon, daß hinter all dem, was wir die Gesamtheit der Geister der Umlaufszeiten nennen, verborgen ist der Geist des Planeten selbst, der Planetengeist. Während die Geister der Umlaufszeiten die Naturgeister der Elemente dirigieren, um auf dem Erdenplaneten rhythmischen Wechsel, Wiederholungen in der Zeit, Abwechselung im Raum hervorzurufen, hat der Geist der Erde eine andere Aufgabe. Dieser Geist der Erde hat die Aufgabe, die Erde selber in Wechselbeziehung zu bringen zu den übrigen Himmelskörpern der Umgebung, sie so zu dirigieren und zu lenken, daß sie im Laufe der Zeiten in die richtigen Stellungen kommt zu den anderen Himmelskörpern. Dieser Geist der Erde ist gleichsam der große Sinnesapparat der Erde, durch den die Erde, der Erdenplanet, in das richtige Verhältnis zu der Umwelt kommt.

Wenn ich also die Aufeinanderfolge jener geistigen Wesenheiten, mit denen wir es zunächst auf unserer Erde zu tun haben und zu denen wir den Weg finden können durch eine allmähliche okkulte Entwicklung, zusammenfassen soll, so muß ich sagen: Wir haben als den äußersten Schleier die Sinnenwelt mit aller ihrer Mannigfaltigkeit, mit demjenigen, was wir ausgebreitet sehen für unsere Sinne, was wir mit dem Verstand des Menschen begreifen können. Wir haben dann hinter der Sinneswelt liegen die Welt der Naturgeister. Hinter der Welt der Naturgeister haben wir liegen die Welt der Geister der Umlaufszeiten und dahinter den Planetengeist." (Lit.: GA 136, S. 44)

Die geistigen Wesenheiten eines Planeten

"Die neunte und letzte Schicht ist sozusagen der Wohnsitz des Planetengeistes. Sie zeigt zwei eigentümliche Erscheinungen. Man könnte sie mit einem Menschen vergleichen, denn sie besitzt ein Organ, das einem Gehirn ähnelt. Ein anderes Organ gleicht einem Herzen. Auch der Planetengeist ist Veränderungen unterworfen, die mit der Entwickelung der Menschen in engem Zusammenhange stehen." (Lit.: GA 97, S. 282)

Der Mensch als künftiger Planetengeist

Durch seine Sprache, durch die Worte, schafft der Mensch die Grundlage späterer Planeten und aus den Erfahrung mit der Außenwelt erwirbt er sich die Fähigkeiten, später selbst ein Planetengeist zu werden.

"Was der Mensch auf dem physischen Plan erlebt, ist das Skelett seines Schaffens, die Grundlagen für die folgenden Entwickelungsperioden. Durch die Berührung mit der Außenwelt bilden sich in ihm die Fähigkeiten, nach denen sich später die planetarische Tätigkeit einrichtet, nachdem der Mensch selbst ein Planetengeist geworden sein wird.

In unseren Worten schaffen wir die Grundlage für den späteren Planeten. Was wir heute sprechen, wird dort wirklich als Grundlage da sein, so wie die Felsen und Gesteine die Grundlage der Erde bilden. Die Erfahrungen werden auf einem Gebiete involviert, damit sie auf einem anderen Gebiete evolviert werden können. Eine Individualität ist so weit göttlich, als sie wieder ausatmen kann, was sie aufgenommen hat." (Lit.: GA 93a, S. 104f)

Literatur

  1. Rudolf Steiner: Grundelemente der Esoterik, GA 93a (1987), ISBN 3-7274-0935-5 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  2. Rudolf Steiner: Das christliche Mysterium, GA 97 (1998), ISBN 3-7274-0970-3 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org
  3. Rudolf Steiner: Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen, GA 136 (1996), ISBN 3-7274-1361-1 pdf pdf(2) html mobi epub archive.org rsarchive.org


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