Ren

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Ren in Hieroglyphen
D21
N35

(rn)

Der Ren, altägyptisch für Name, hatte im alten Ägypten eine besondere Bedeutung. Bei der Geburt erhielten Kinder meist zwei Namen: den ersten Namen kannte nur die Mutter (er war der eigentliche Name eines Menschen). Mit dem zweiten Namen wurden das Kind und der spätere Erwachsene gerufen. Verhängte man einen Zauber über eine Person, so war dieser erst wirksam, wenn er den "echten" Namen enthielt. Die Göttin Isis hieß auch "Sie, die alle Namen kennt" - niemand konnte sich ihrer Magie entziehen. Der Name gehörte wie der Schatten zum Wesen eines Menschen und war somit auch einer der Bestandteile des Totenkultes. Ren wurde dabei in in enger Beziehung zum Ka, dem Ätherleib des Menschen, gesehen, der auch der Träger des Gedächtnisses ist. "Wessen Name ausgesprochen wird, der lebt", so der altägyptische Glaube. Wessen Name dagegen aus den Inschriften getilgt wurde, der sollte damit am Weiterleben im Jenseits gehindert werden, wie etwa im Fall der Hatschepsut und des Echnaton. Diese "Auslöschung des Andenkens" wurde später Damnatio memoriae genannt.

Weblinks


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