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Samana (Mönch)

Aus AnthroWiki

Samana (Tamil, m., சமணர், samaṇar, Pali, m., samaṇa, Sanskrit, m., श्रमण, śramaṇa; in der Bedeutung von Asket, Bettelmönch/Wandermönch als „jemand, der sich anstrengt“) bezeichnet heute noch wandernde Bettelmönche und Asketen in Indien.

Etymologie

Das Wort shramana stammt von der Sanskrit-Wurzel shram, was so viel bedeutet wie „sich anstrengen“, „sich bemühen“. Der Pali-Begriff Samana wird hauptsächlich im buddhistischen Kontext verwendet. Die Bettelmönche und Asketen im Jainismus werden Shramanas genannt. Samanas haben keinen eigenen Besitz und leben von Almosen. Ihr Leben ist bestimmt von Askese, Fasten und Philosophie.

Geschichte

Im Indien des 7./6. Jahrhunderts v. Chr. begann sich eine regelrechte Shramana-Bewegung zu entwickeln, die sich dem Brahmanentum, der Autorität der Veden sowie dem Kastenwesen widersetzte und die Erlösung vom Kreislauf der Wiedergeburten (moksha) abseits von diesen Institutionen suchte.[1] Zahlreiche Asketen zogen hinaus in die Wälder, um dort zu meditieren und im Zuge ihrer Weltentsagung aus eigener Kraft die Befreiung aus dem Samsara zu erlangen. Auf diese Weise bildeten sich Gruppierungen mit einer teilweise beachtlichen Anhängerschaft, die ihre Lehren als aufklärerischen Gegenentwurf zum etablierten Brahmanismus verstanden, und aus denen sich auch der Buddhismus und der Jainismus entwickelten. Diese beiden Gemeinschaften sind die einzigen bis zum heutigen Tage übrig gebliebenen Vertreter dieser indischen Tradition. Während jedoch Buddha Siddhartha Gautama den „Mittleren Weg“ (madhyama pratipad) der extremen Askese vorzog, gehört diese zum jainistischen Weg dazu (z. B. das bewusste Aushalten von Schmerzen).

Trivia

  • In Hermann Hesses Erzählung Siddhartha schließt sich Siddhartha einer Gruppe von Samanas an und zieht mit ihnen durchs Land.
  • Der Begriff Schamane hat sich aus "shramana" bzw. "samana" entwickelt.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Klaus-Josef Notz (Hrsg.): Lexikon des Buddhismus. Grundbegriffe, Traditionen, Praxis. Bd. 2: N–Z. Freiburg 1998. S. 431.
Dieser Artikel basiert ganz oder teilweise auf einer für AnthroWiki adaptierten Fassung des Artikels Samana (Mönch) aus der freien Enzyklopädie de.wikipedia.org und steht unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.